Mitt Romney verspricht mehr Härte in der Außenpolitik

25. Juli 2012, 05:37
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Erste große außenpolitische Rede und Aufbruch nach Großbritannien, Israel und Polen

Washington - Mitt Romney, der republikanische Herausforderer von Präsident Barack Obama, will den Führungsanspruch der USA in der Welt erneuern. Zugleich übt er - nicht unerwartet - massive Kritik an der Außenpolitik Obamas, die er für den Niedergang des globalen Einflusses der USA verantwortlich macht. In einer außenpolitischen Grundsatzrede brandmarkte Romney am Dienstag vor allem Obamas Politik gegenüber Israel. Er sprach von einer "schäbigen Behandlung eines unserer besten Freunde".

Romney, der sich bisher im Wahlkampf vor allem wirtschaftspolitisch zu profilieren suchte, wollte sich mit der Rede vor Veteranen in Reno (Nevada) als Staatsmann präsentieren. Unmittelbar danach wollte er zu einem Besuch in Großbritannien, Israel und Polen aufbrechen, um sein internationales Profil zu schärfen.

"Dieses Jahrhundert muss ein amerikanisches Jahrhundert sein", rief Romney den Veteranen zu. Ob gegenüber dem Iran, Russland oder China - Romney mahnte mehr Härte an. Obama habe mit seiner Nachgiebigkeit zu einem Niedergang des Einflusses Amerikas in der Welt geführt. Scharf kritisierte Romney auch die Sparmaßnahmen bei den US-Streitkräften. Sie würden die nationale Sicherheit gefährden.

USA sollen weiter Welt "führen"

"Es ist ein Irrtum - und manchmal ein tragischer Irrtum - zu denken, dass Standhaftigkeit in der amerikanischen Außenpolitik nur zu Spannungen in der Welt führen kann", rief Romney unter tosendem Beifall. "Ich werde die amerikanische Führerschaft in der Welt nicht aufgeben", sagte Romney weiter. Allerdings kündigte er keine konkreten Schritte an, die der bisherigen Politik widersprechen würden. Er kritisierte zwar chinesische Handelshemmnisse für US-Waren sowie Pekings Wechselkurse, doch das ist auch die Linie Obamas.

Im Streit um das iranische Atomprogramm forderte Romney einen vollständigen Stopp der Urananreicherung. Er werde "jedes notwendige Mittel einsetzen", um zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt. Aber auch Obama betont immer wieder, dass er sich alle Optionen offenhalte.

Obama hatte bereits zuvor, ebenfalls vor Veteranen, seine außenpolitische Bilanz verteidigt. Seine Versprechen vor dem Amtsantritt habe er gehalten, etwa den Krieg im Irak zu beenden, den Abzug aus Afghanistan in die Wege zu leiten und das Terrornetzwerk Al-Kaida in die Knie zu zwingen. "Ihr habt nicht nur meine Worte, Ihr habt auch meine Taten", sagte er. Anfang Mai 2011 spürten US-Elitesoldaten den Al-Kaida-Anführer Osama bin Laden in Pakistan auf und töteten ihn. (APA, 25.7.2012)

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    Romney kritisiert die Außenpolitik Obamas.

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