Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Entweder Martin S., Michael T. und Patrick S. haben wenig Ahnung von griechischer Mythologie. Oder einen seltsamen Sinn für Humor. Denn der Grund, warum sie seit Dienstag unter dem Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Betruges in Wien vor einem Schöffensenat unter dem Vorsitz von Helene Gnida sind, ist eine Firma namens Ikarus.
Die hat in eigenen Internet-Shops diverse Geräte zu günstigen Preisen angeboten. Sicher ist, dass sie zu günstig waren. Denn als das Unternehmen im Dezember 2006 in Konkurs ging, hatten Kunden, die vorab gezahlt haben, in tausenden Fällen insgesamt rund 1,6 Millionen Euro verloren.
"Ja, der Schaden ist fürchterlich hoch" stellt der Erstangeklagte Martin S. nüchtern fest. Nur: Er habe damit überhaupt nichts zu tun, sei nur ein kleines Rädchen gewesen. "Ich nehme mir persönlich übel, dass ich nicht erkannt habe, wie schlecht es um die Firma steht. Aber strafrechtlich habe ich mir nichts zuschulden kommen lassen", erklärt er.
Der 34-Jährige verkörpert insgesamt den Typus des smarten Jungmanagers, makellose Frisur, gut sitzender Anzug. Eloquent erklärt er das Geschäftsmodell des Unternehmens und sein umfassendes Know-how. Sein Problem: Er ist vorbestraft. Wegen betrügerischer Krida. Mit einem Webshop. "Ihr Know-how hat sich jetzt schon mehrmals nicht realisieren lassen", merkt Vorsitzende Gnida an.
Im Knast kennengelernt
Kennengelernt hat S. den Zweitangeklagten Michael T., der übrigens auch einschlägig vorbestraft ist, in der Haft. In Freiheit kam man ins Geschäft, im Herbst 2005 startete man das Online-Geschäft. Das aber ziemlich davon abhängt, auf Preisvergleichsseiten im Internet aufzuscheinen und dort günstig zu sein.
Mit der größten derartigen Seite hatte sich S. allerdings schon bei seinem ersten Konkurs überworfen, niemand durfte wissen, dass er mit der neuen Firma zu tun hatte. So erklärt der Schweizer, warum er als "Jason Martin" aufgetreten ist. Und in Wien als "U-Boot" gelebt hat: Er zahlte keine Steuern, war weder versichert noch gemeldet. Schlecht gelebt hat er dennoch nicht: In einer firmeneigenen 200-Quadratmeter-Wohnung in der Innenstadt, für die er keine Miete zahlte.
Die Aussagen, wie viel er brutto für netto bekam, divergieren. Er sagt, maximal 4000 Euro monatlich, die Mitangeklagten sprechen von bis zu 14.000 Euro. Schließlich sei S. in Wahrheit der Schatten-Geschäftsführer gewesen, argumentieren Staatsanwältin Julia Huber und die Mitangeklagten.
Bei der Befragung ergeben sich dann Widersprüche. S. will nicht genau gewusst haben, wie groß sein Marketingbudget war und wie es zustande kam - gleichzeitig kannte er die Fixkosten des Gesamtbetriebes im Zeitlauf ganz genau. Warum er nicht begann, die 800.000 Euro Schulden aus der ersten Pleite zurückzuzahlen, erklärt er auch nicht schlüssig. Und wenn das Warenmanagement so abgelaufen ist, wie er beschreibt, könnte es aus der Zeit stammen, als Ikarus der Sonne zu nahe kam.
Der Prozess geht am Donnerstag weiter. (Michael Möseneder/DER STANDARD Printausgabe, 25.7.2012)
In der Wiener Währinger Straße wohnen Studierende und Obdachlose im Haus "Vinzirast mittendrin" in Dreier-WGs zusammen. Die Idee zu dem Wohnprojekt ist während der Besetzung des Audimax im Jahr 2009 entstanden, am Donnerstag wird eröffnet.
Döblinger Bezirkschef: Zu viele Flächen in der Schublade
Frauensprecherin Martina Wurzer fordert gezielte Umbenennungen nach Berliner Vorbild
Erst Cousin alarmierte Exekutive
Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner über Wien-Klischees und die multikulturellen Seiten der Stadt. Er erklärt warum es ohne Walzer nicht geht, er auf Gemütlichkeit aber gerne verzichten kann
84-Jährige dürfte Zug übersehen haben
Wenn eine Wienerin und ein gebürtiger Tscheche ihre Tätigkeit als kulturresistent bezeichnen, heißt das keineswegs, dass sie dem Banausentum frönen
Kanalarbeiter der "Dritte-Mann-Führung" entdeckte den Münchner, der nach einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch erlitten hatte
Vier Jahre nach Antrag: Radler dürfen stadtauswärts zwischen Radweg und Busspur wählen
Gebäude diente Obdachlosen als Unterschlupf - Schaden von mehr als 100.000 Euro
Erstmals seit 20 Jahren spielt ein Wiener Team um die Basketball-Meisterschaft. Dreh- und Angelpunkt des BC Vienna ist Stjepan Stazic, Sohn jugoslawischer Einwanderer
Verletzter 35-Jähriger von Cousin aufgefunden - Tathergang und Hintergründe noch unklar
Ende eines Symbols, das als Ort sozialistischer Jugendkultur genauso diente wie als Unterkunft für Asylwerber
Beschwerden über verzögerte Verfahren, ein fehlendes Netzbetten-Register und fremde Menschen im Familiengrab
Nach der Kritik des roten Klubchefs Rudolf Schicker an Planungsstadträtin Maria Vassilakou holen die Grünen nun zum Gegenschlag aus
Es wurden Versetzungen, Disziplinarverfahren und Zulagenkürzungen eingeleitet
Augenzeugen berichten, von Sicherheitsleuten unter Strafandrohung vertrieben worden zu sein - Verwaltung schwächt Vorwürfe ab
Bei "Buch-Piloten" werkeln Volksschulkinder an ihrem ersten eigenen Buch
Das Rotlichtgeschäft hat sich in den vergangenen zwei Jahren radikal verändert, Laufhäuser und Saunaclubs boomen
Nur noch 150 Stück dieser Geigen sind erhalten
Nach zehn Tagen Besetzung und mehrfachen Räumungsankündigungen mussten Aktivisten ihren solidarischen Acker am Wiener Donaufeld verlassen
Mutmaßliches Schutzgeld sei "Nachbarschaftshilfe" gewesen, sagte der Angeklagte
Die Österreichische Post AG wird im dritten Wiener Bezirk ihre neue Unternehmenszentrale errichten
Änderung soll im September in Kraft treten, ARBÖ und ÖVP begrüßen Entscheidung
Wiener Linien verzeichneten seit Einführung im September 2010 rund 14,2 Millionen Fahrgäste
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.