Not macht Jungmotten stark

25. Juli 2012, 17:28
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Hungrige Mottenmütter produzieren fitten Nachwuchs

Dörrobstmotten gehören zu jener Kategorie von Tieren, deren Aussterben den meisten von uns eher keinen Kummer bereiten würde. Haben sich die Schädlinge einmal in der Küche eingenistet, wird man sie so schnell nicht mehr los: Die Insekten schaffen es, auch noch durch die kleinsten Ritzen zu ihrem Futter - Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Schokolade oder eben Dörrobst - zu gelangen.

Konsequentes Wegschmeißen aller betroffenen Lebensmittel ist der erste Schritt, um der Plagegeister Herr zu werden. Und dabei sollte man sehr gründlich vorgehen, wie nun eine Studie britischer Forscher zeigt.

Notleidende Mütter, fitterer Nachwuchs

Haben die weiblichen Tiere nämlich nur wenig zu fressen, dann produzieren sie einen umso fitteren Nachwuchs, berichten Mike Boots (Uni Exeter) und Katherina Roberts (Uni Leeds) in den Proceedings B der britischen Royal Society und widerlegten damit die Vermutung, dass die Nachkommen unter den schlechten Lebensumständen der notleidenden Mütter leiden würden.

Deren Jungtiere verfügen nämlich allem Anschein nach über ein sehr aktives Immunsystem und können Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien besser abwehren als der Mottennachwuchs wohlgenährter Mütter. (tasch, DER STANDARD, 25.7.2012)

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