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Camcopter S-100 der Firma Schiebel.
Die Stadtzeitung "Falter" berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass die Firma Schiebel trotz EU-Waffenembargos seit 1989 19 Drohnen des Typs Camcopter S-100 an China geliefert haben soll. Eine Drohne soll auf einem Flottenschiff der chinesischen Marine gesichtet worden sein, wie Fotomaterial des japanischen Geheimdienstes zeige.
Firmenchef Hans Georg Schiebel dementiert einen Verstoß gegen das Waffenembargo im Gespräch mit derStandard.at und spricht von "falschen Anschuldigungen". Er gibt an, dass Campcopter an China geliefert wurden, allerdings weniger als die im "Falter" erwähnten 19 Stück. Ein Verstoß gegen das EU-Waffenembargo liege nicht vor, jeder Auftrag müsse vom Außenministerium bzw. Wirtschaftsministerium genehmigt werden, so Schiebel. Das sei auch bei der Lieferung im Jahr 2006 der Fall gewesen. "Jeder Artikel von uns, der auf einer Liste steht, hat eine Bewilligung vom Ministerium." Seither habe es keine Aufträge mehr aus China gegeben.
Schiebel gibt außerdem an, dass mehrmals beim Endkunden in China nachgefragt wurde, ob die Fluggeräte auch für die vereinbarten zivilen Zwecke verwendet würden. Darüber lägen auch schriftliche Bestätigungen vor. Die Camcopter von Schiebel werden von den Behörden derzeit als "Dual-Use-Güter" eingestuft, die sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich verwendet werden können.
Im Wirtschaftsministerium hieß es gegenüber der APA, man habe Ende Mai 2012 Kenntnis über einen Artikel auf der Internet-Nachrichtenplattform "Asia Sentinel" erhalten, in dem der Verdacht geäußert wurde, dass ein Schiebel-Produkt von der chinesischen Marine für einen militärischen Zweck verwendet worden sein soll. Wenn das zutreffen sollte, würde es dem bewilligten zivilen Endverwendungszweck widersprechen. Daher habe das Ministerium Ermittlungen eingeleitet, die immer noch andauerten. Bis zur Klärung der Sachlage würden keine neuen Drohnen-Lieferungen nach China bewilligt.
Schiebel: Keine Geschäftsbeziehungen mit chinesischer Luftwaffe
Der "Falter" schreibt in einer Aussendung auch, dass die Firma Schiebel Offiziere der chinesischen Luftwaffe nach Österreich eingeladen habe, die sich als Mitarbeiter eines chinesischen Großkonzerns getarnt hätten. Hans Georg Schiebel dazu in einem Telefonat mit derStandard.at: "Kann ich ausschließen, dass jemand von der chinesischen Luftwaffe uns jemals besucht hat? Abgesehen davon, dass wir mit der Luftwaffe keinerlei Geschäftsbeziehungen haben, kann ich nur sagen: Ja, jedenfalls nicht wissentlich. Aber in den meisten chinesischen Großkonzernen waren viele Mitarbeiter natürlich früher beim Militär."
Im selben "Falter"-Artikel meint Herbert Wirthig, Vater eines ehemaligen Mitarbeiters der Firma Schiebel, dass sein Sohn Bernhard 2008 während eines Arbeitsaufenthalts in China keinen Selbstmord - wie von der österreichischen Staatsanwaltschaft aktenkundig - verübt habe. Wirthig dazu im "Falter": "Er wurde umgebracht oder in den Selbstmord getrieben."
"Das ist ein Vater, der sich nicht damit abfinden kann, dass sein Sohn sich umgebracht hat", sagt Schiebel zu den Anschuldigungen. Bernhard Wirthig hat laut Schiebel nur zwei Monate in der Firma gearbeitet, sein Aufenthalt in China sei Teil der Einschulung gewesen. "Der Bericht der Staatsanwaltschaft sagt ganz klar: Es gab kein Fremdverschulden." (Teresa Eder, derStandard.at, 24.7.2012)
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Überaus lesenswert, der ganze Original-Artikel: http://www.falter.at/falter/20... ersteller/ !!
Wirklich schön, dass wir doch noch so informativen Journalismus haben. Und das wo's um Schmuggel, die österreichische Militärindustrie, einen Mord und das komplizenhafte Verhalten von Beamten im Wirtschaftsministerium geht.
Wenn diese Helikopterdrohne die einzige Weltweit sein soll die man von Schffen aus starten kann, dann bekommt man einen interessanten Zusammenhang wenn man sich den Bericht von gestern durchliest in dem China gerade Inseln in Südostasien besetzt um dort Ölfelder unter seine Kontrolle zu bekommen.
Auch Interessant:
"Für den Bau der Fertigung in Wiener Neustadt gab es Förderungen von mehr als 1,3 Millionen Euro."
Quelle:
http://derstandard.at/129781929... en?seite=6
Jener Gröller, der auch da auftaucht:
http://derstandard.at/126220952... ient-haben
Zitat: "Neben Investoren wie Veit Sorger, Michael Gröller, Piëch Privatstiftung, Ingrid Flick (und die einstige Flick-Stiftung-Tochter Südufer GmbH), Constantia Privatbank oder schwer durchleuchtbare Schweizer Trust-Gesellschaften (vollständige Liste siehe Artikelende) soll auch ein Mann investiert haben, der bis Jänner 2007 Finanzminister der Republik war: Karl-Heinz Grasser."
Aber wie üblich müssen sich wieder einmal einige Ihr politisches Kleingeld mit Keilerei gegen die heimischen Betrieb verdienen.
Ich vermute mal um zukünftig derartiges zu vermeiden wird es eine leichtes sein, falls noch nicht geschehen, die Produktion zu verlagern.
Auf Grund der Kosten würde sich dafür natürlich China anbieten.
... ob der falter zur bekämpfung der österreichischen und auch europäischen high-tech-industrie gegründet wurde.
dieses findet bei jedem technologiegeschäft ein problem - die würden sogar schraubenschlüssel als waffenlieferung enttarnen - und die narren i.d. österr. bundesregierung ziehen mit.
statt arbeitsplätze mit der förderung waffentechnischer produktion zu schaffen vertreibt man systematisch alle industrien dieser art - die nachbarn freuts. dort entstehen dann die entsprechenden firmen, arbeitsplätze und beiträge zur wirtschaftsleistung.
aber die falter-anhänger sind politisch korrekt, gut - und pleite.
Sie haben eine schriftliche Bestätigung das die Drohnen nur für zivile Zwecke benutzt werden.
Das Erinnert mich an meine Reise in die USA. Bush hat glaub ich seit 911. Ein Formular für Einreisende
Sind sie Terrorist?
...ähm sehr Sinnvoll solche Bürokratie!
...ich hätt noch eins für Politiker. Sind sie korrupt?
Wie sieht so eine Anfrage aus, ob die Drohnen zu zivilen Zwecken genutzt werden?
so in etwa:
A: Tut's as eh nur zu zivilen Zwecken verwenden, gell?
Chinesischer Systembeamter: ja
A: Dann ist ja alles gut.
Nachricht ans Ministerium: Die Drohnen werden erwiesenermaßen nur zu zivilen Zwecken verwendet.
China kann schon längst das Zeug selbst bauen. Ist auch nichts Besonders. Sogar die beste Drohne von USA haben die Iraner runtergeholt. Sooo Hightech ist das Ding nicht. Inzwischen darf sich jedes Modellflugzeug Drohne nennen. Dass China sich trotz dieser Feindselligkeit so schnell entwickelt, ist ja scher unglaublich.
http://cane.at/IMAG0083.jpg
http://cane.at/IMAG0084.jpg
SAAB Skeldar.
Schiebel habe ich dort leider nicht gesehen.
1. ich hab geschrieben einsatzfähig.
den skeldar hat noch niemand im operativen betrieb
2. dort war schiebel schon vor 5 jahren ;)
http://www.presseanzeiger.de/pm/Dubai-... TER-242261
wieso scheinheilig?
china wird vom westen zu recht als potentieller konkurrent gesehen.
also ist es nicht intelligent, die mit solchen systemen zu beliefern.
die franzosen oder deutschen stehen auf unserer seite. die kann man beliefern.
hat nix mit moral oder heilig zu tun, sondern mit intelligentem strategischem denken.
Es gibt kaum ein Produkt, welches man nicht auch für militärisache Zwecke verwenden könnte. Selbst Kinderspielzeug kann man mit Sprengkörpern versehen. Diese Schiebel Drohnen sind fliegende Kameras. Die kann man für allerlei zivile Zwecke, aber natürlich auch für militärische Zwecke verwenden.
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