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Wien - Die Handelsobfrau Bettina Lorentschitsch ist dafür, dass sich Arbeitnehmer den Urlaub ausbezahlen lassen können, statt frei zu nehmen. Das würden viele, etwa wenn sie gerade Haus bauen, bevorzugen. Zumindest jedes zweite Jahr sollte das möglich sein, schlägt Lorentschitsch im Gespräch mit dem "Kurier" vor. Das würden auch Unternehmen mit hohen Urlaubsrückstellungen begrüßen.
Die Handelsobfrau möchte Arbeitnehmern auch ermöglichen, jeden Samstag zu arbeiten und nicht nur jeden zweiten. Das wäre für Studenten oder für Mitarbeiter in Elternkarenz wünschenswert. "Man sollte als Arbeitnehmer die Freiheit haben, sich auszusuchen, wann man arbeitet", meint sie. Lorentschitsch ist gegen Frauenquoten und glaubt, dass Teilzeit auch in Führungspositionen möglich wäre. Die Leitung des Rechnungswesens oder der Personalabteilung könnte auf mehrere Personen aufgeteilt werden, sagte sie. In den Städten wünscht sie sich Kinderbetreuungseinrichtungen wie in Shoppingcentern. (APA, 24.7.2012)
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Die Frau hat den Sinn von Urlaub nicht verstanden. Urlaub dient dazu, um sich zu regenerieren. Wenn weniger Urlaub in Anspruch genommen wird, steigt die Gefahr von BurnOut.
Und zur Wahlmöglichkeit: das ist der kosmetische Anstrich.
Wenn der Chef sagt, unterschreiben Sie die Vereinbarung oder gehen Sie, hat man keine Wahl.
Wenn schon: dann Urlaub mit einem Aufschlag von 500 % auszahlen. Dann ist dieses Modell für Unternehmen unattraktiv. Wer mehr als jeden 2. Samstag arbeiten muss, soll das 5fache verdienen. Kein Unternehmen würde diese Varianten wählen.
Es ist besser, vorausgesetzt man arbeitet in einer vernünftigen Firma, das Geld ausbezahlt zu bekommen, sofern man dies möchte, anstatt die Urlaube voranzutragen und sie dann irgendwann aufbrauchen zu müssen, wenn es gerade total ungünstig ist.
äh nein. der mensch braucht auch mal eine pause bzw. erholung von der arbeit. wer zu wenig geld hat wegen unausbezahlten urlaub, der sollte mal seinen lebensstil überdenken. ganz abgesehen davon ist es ein offenes geheimnis das "freiwillig" für den arbeitnehmer nicht immer freiwillig ist.
prinzipiell würde ich es persönlich begrüßen wann auch immer zu arbeiten. und auch solange, wie ich will. und urlaub nicht konsumieren "zu müssen" (weil sonst der anspruch verloren geht, was noch schlimmer ist)
allerdings gibt es leider zu viele firmen die dies dann sofort von ihren angestellten verlangen, egal ob die das wollen oder nicht. und genau weil diese firmen leider so sozial unverträglich sind, braucht es die vorhandenen einschränkungen. die fairness darf nur in richtung der firmen, nicht jedoch in richtung der angestellten gehen? deswegen halte ich mich lieber an die einschränkungen.
Zur Person: Bettina Lorentschitsch
Die Salzburgerin (43) ist seit Ende 2011 Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich.
Sie kommt aus dem Baustoffhandel und ist schon während des Jus-Studiums ins Unternehmen ihres Vaters eingestiegen. In der Computerfirma ihres Mannes ist sie Prokuristin.
Diese Worte lesen sich wie und sind offender Hohen!
Welcher Arbeiter/Angestellte kann es sich leisten die "Bitte" des Chefs abzuschlagen - siehe derzeitige Situation von Überstundenversehung udgl. - zahlreiche Mitarbeiter müssen unbezahlte Überstunden schieben - mit dem Hinweis, "wenn Sie es nicht machen, es warten schon viele Andere, die es machen"!
Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte!
Erstaunlich, dass in Zeiten von Burnout so etwas überhaupt laut ausgesprochen wird! Das Zuckerl des Wählens ist bald Dienstanweisung und die Versklavung kann weiter voranschreiten! Solch dämlichen Vorschlag kann nur wer machen, der weder Familie und Freunde sein Eigen nennen kann und von lustbetonter Freizeitbeschäftigung ganz zu schweigen!
würd mich interessieren, wie oft sie schon eine anwesiung erhalten haben, samstags zu arbeiten. ich finde die vorschläge gut - wie immer beim thema arbeitszeit wird hier im forum vergessen, dass die kollektivverträge immer noch gültigkeit haben!
inzwischen sehr große Firma, mit gutem Ruf bei den Kunden, bei der ich mal das Vergnügen hatte zu arbeiten. FALLS ich mal einen Samstag frei hatte war´s ein Volksfest...
Ich hatte eine 60-Stunden Woche, dafür gab´s als Entschädigung ein Billigsdorfer Diensthandy, das man privat nutzen durfte solang man nicht mehr als 30,- Euro vertelefoniert hat.
Die Überstunden wurden als Kilometergeld abgerechnet, Fantasiefahrten erfunden, damit der Gute das nur netto auszahlen musste.
Die Betriebsratswahl hat er gleich selber abgehalten, damit das Ergebnis schön passt.
Ach ja, Krankenstand war ein persönlicher Angriff, beantwortet mit Kündigung...
Das war EINE Firma, gerne erzähl ich Ihnen noch wie´s in anderen zugeht..
Schön dass bei Ihnen anders is..
wir müssen wettbewerbsfähiger werden - das heißt am besten 16 stunden am tag, 7 tage in der woche, ab einem alter von 12 jahren mindestens 60 beitragsjahre zu sammeln, bei einer steuerquote von 100%, im idealfall, weil wachstum usw.
und damit dürfte auch klar, warum jeder ignoriert gehört der es noch immer wagt mit diesem dämlichen dogmen "wettbewerb und wachstum" um sich zu werfen
Aber mal ernsthaft, wieviel bekommens jetzt mehr im Monat? 20,- Euro, 30,- Euro??? Und dafür sind Sie bereit sich de facto als Arbeitssklaven halten zu lassen? Es ist jetzt schon rechtlich in Ordnung, dass Firmen Urlaubssperren mit entsprechender Begründung einführen dürfen.
Sie dürfen dann 2 Wochen im März und 3 im Oktober Urlaub nehmen oder sich das gleich auszahlen lassen. Nur zur Verdeutlichung wie´s dann de facto abläuft...
Für genauere Infos empfehle ich die WU, dort studieren die Ausbeuter von morgen...
es gibt nichts Schlimmeres als dumme Menschen in Führungspositionen.
Die müssen sich nicht anstengen, dumm sind sie immer und die Macht haben sie entweder vererbt oder geschenkt bekommen- was diese Dumm-Reichen nie zugeben würden.
Jemand, der nicht nur nicht dumm sondern intelligent, inkl Empathivermögen, ist, wird von vornherein nicht reich, weil er andere mitprtizipieren lässt oder gar nicht erst mit Ausbeutung oder Betrügereien anfängt!
Ehrliche Arbeit (moralisch und ethisch vertretbare) machte noch nie und macht auch heute niemanden reich - und die großen Erbschaften sind auch nicht mit ehrlicher Arbeit geschaffen worden.
Frau Lorentschitsch sollte in die Industrellenvereinigung wechseln. Seit Veit Sorger dort nicht mehr sein Unwesen treibt, ist der Job des Oberabsonderers von mentalem Sondermüll unbesetzt.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com
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