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Brüssel - Die derzeit laufende Prüfung der Finanzlage Griechenlands durch die Troika wird nach Informationen aus EU-Kreisen zu einem verheerenden Ergebnis führen. Der Schuldenberg sei nicht mehr beherrschbar und ein weiterer Forderungsverzicht unvermeidlich, sagten drei hochrangige EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Brüssel. Die Troika von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) prüft zurzeit, wie weit Griechenland vom vereinbarten Spar- und Reformweg abgewichen ist. Das Ergebnis sei absehbar: Der überschuldete Eurostaat sei weit vom Kurs abgekommen, sagte ein EU-Insider. "Die Analyse der Schuldentragfähigkeit wird ziemlich furchtbar sein."
Das zweite, 130 Mrd. Euro schwere Rettungspaket sollte Griechenland helfen, den Schuldenstand von mehr als 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Frühjahr bis 2020 auf 120 Prozent zu drücken. Nur unter dieser Bedingung beteiligte sich der IWF an der Finanzhilfe. Doch während des monatelangen Wahlkampfs kamen die Reformen und Einsparungen zum Erliegen, während sich die Rezession verschärfte. Wenn sich jetzt herausstellt, dass die Quote deshalb weit über dieser Marke liegen wird, darf der Fonds einem EU-Vertreter zufolge keinen Beistand mehr leisten. Auf zusätzliche Hilfsmilliarden läuft aber die Forderung der griechischen Regierung heraus, mehr Zeit zum Abbau der Neuverschuldung eingeräumt zu bekommen. "Das müssen die Europäer dann übernehmen."
Deutschland und andere nördliche Eurostaaten sind bisher aber nicht bereit, für Griechenland ein noch größeres Kreditpaket zu schnüren. IWF, EU-Kommission und Euroländer haben das Land bereits mit knapp 150 Mrd. Euro über Wasser gehalten.
Politik vs. Ökonomie
Als eine andere Möglichkeit komme deshalb ein Forderungsverzicht der staatlichen Gläubiger in Betracht, hieß es in EU-Kreisen. Im Frühjahr waren bereits die privaten Geldgeber dazu verpflichtet worden, der griechischen Regierung einen großen Teil ihrer Anleiheschulden zu erlassen. Nun könnten die Eurostaaten und die EZB auf Forderungen verzichten, die Laufzeiten von Krediten verlängern oder niedrigere Zinsen akzeptieren.
Auf der politischen Ebene sei aber niemand zu dieser Diskussion bereit, sagte einer der Insider. Sechs Eurostaaten seien entschieden gegen jede Erleichterung für Griechenland - vor allem dann, wenn die eigenen Steuerzahler die Kosten dafür direkt tragen müssten, wie es bei einem Forderungsverzicht der Fall wäre. "Die ökonomischen Argumente mögen klar sein: Wir brauchen eine Restrukturierung, um die Schulden tragfähig zu machen. Aber politisch gibt es dazu keine Bereitschaft." Deshalb stellt sich unweigerlich die Frage, wie lange Griechenland noch Mitglied der Währungsunion bleiben kann. (APA, 24.7.2012)
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Im Prinzip ist es genauso wie Sie schreiben nur mit dem Unterschied, dass wenn Sie das selbst versuchen der Pfänder kommt um Ihnen beizubringen, dass das so nicht geht. Im Fall Griechenland kommt zwar auch der Pfänder nur bringt der noch einen Koffer voller Geld mit damit sich Griechenland nicht gar so schämen muss.
...kommt der Steuerzahler auf.
So, jetzt stehen wir alle auf, beginnen zu Applaudieren und sagen ganz laut DANKE an die Herrschaften von der SPÖVP und an die Grünen (die haben ja bekanntlich beim ESM untertänigst mitgemacht).
Nicht das man es nicht schon länger gesagt hätte, des es die Griechen (also deren Volksverarscher) nicht packen und das unser Volksvermögen an die Banken verschwendet wird, aber bitte. Jedem das Seine.
Ich hätte aber ganz gerne eine plausible Erklärung, warum ich in weiterer Folge ein Spar- und Belastungspaket erleiden muss. Immerhin müssen die verjuxten Milliarden ja wieder herein kommen.
Bis dahin verzichte ich aus verständlichen Gründen auf jede Steuerleistung gegenüber Österreich! ;-)
Die Forderungen gegen Griechenland sind Guthaben der Euroländer.
Und da diese das nach GR geschickte Geld ja nicht im Tresor herumliegen hatten, sondern es sich selbst geliehen haben, bleiben sie bei Ausfall der Forderungen auf den Schulden sitzen.
Blöd gelaufen. Zockende Politiker sind noch viel schlimmer als zockende Banker.
ob das geld in griechenland oder in den (in einem anderen artikel behandelten) parteikassen verschwindet ist für den steuerzahler rein finanziell gesehen aber ein ding.
wobei zum einen die zugegeben schon geringe chance auf rückzahlung bei griechenland wenigstens noch vorhanden ist und zum anderen europa bzw. deren bürger auf lange sicht davon wohl doch profitieren würden.
Dass die Banken für ihr Risiko schlußendlich auch haften müssen, das ist klar. Dasselbe sollte aber auch für die schuldenmachenden Staaten gelten. Im Modell Wagenknechts ist es so, dass die Staaten belohnt werden. Sie bekommen nicht nur die Banken als verstaatlichtes Spielzeug für die Parteien, sie kriegen auch noch direkten Zugriff auf die Notenpresse. Gott behüte.
Die Lösung wäre wirklich einfach: Die Staaten bedienen die Schulden - dann müssen sie aber massiv auf die Vermögen der Bürger zugreifen, oder die Staaten gehen pleite, mit allen Konsequenzen. Dazwischen gibts nicht viel.
Dieser zweite Schuldenschnitt ist nicht nur möglich sondern sogar unausweichlich, weil Griechenland aus den laufenden Einnahmen sein laufenden Ausgaben (ohne Zinsen und Kapitalrückzahlung) nicht decken kann.
Führen somit völkerrechtliche Verträge zu einer immensen Belastungswelle der österr. Bevölkerung? Deshalb:
http://www.avaaz.org/de/petiti... richtshof/
Auch im letzten Jahr sind in Europa die Schuldenberge gewachsen - trotz sparen und trotz guter Konjunktur. Vom Kaputtsparen können Sie dann reden wenn´s zu gesundheitlichen Folgen kommt.
Wenn es in GR bei den Armen zu gesundheitlichen Folgeerscheinungen kommt so liegt das allerdings weniger an der Summe die gespart wird sondern an der Verteilung.
ist die Emotionalisierung des Themas durch Politiker und Medien. Da wird gezielt Hass geschürt: Griechen würden keine Steuern zahlen (wieviele denn?) und die Griechen hätten uns belogen, um in die EU zu kommen.
Bitteschön: zum Belügen gehören immer zwei und jahrzehntelang haben wir mitgemacht - wissend oder (angeblich) unwissend. Wir haben mit Griechenland Geschäfte gemacht, ihnen Waffen verkauft, ihnen Geld geliehen, damit sie unsere Waffen kaufen können etc.
Jetzt ist es aus, weil die Spirale der kreativen Gelderzeugung ein Ende hatte.
Man beobachtet Hasstiraden gegen "die Griechen", wie man es in diesem Land zuletzt vor über 60 Jahren gesehen hat.
Wer sind "die Griechen"? Also mein Kellner in Kreta zahlte seine Steuern...
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