Tadschikistan: 42 Tote bei Militäroperation

24. Juli 2012, 18:13
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Nach Mord an Geheimdienstoffizier

Duschanbe - Bei einem Kampfeinsatz tadschikischer Sicherheitskräfte gegen islamistische Untergrundkämpfer sind in der zentralasiatischen Republik mindestens 42 Menschen getötet worden. Mehr als 20 Soldaten und Angehörige der Geheimdienste seien verletzt worden, teilte das Komitee für Nationale Sicherheit in Duschanbe am Dienstag mit. Unter den Toten befinden sich nach Angaben der Sicherheitskräfte mindestens zwölf Soldaten und 30 Aufständische. Mehr als 40 Rebellen seien festgenommen worden, unter ihnen acht Afghanen. Auslöser des Einsatzes war der Mord an dem Leiter der regionalen Sicherheitskräfte, General Abdullo Nasarow.

Nasarow war am Samstagabend in der entlegenen Region im Pamir-Gebirge von Unbekannten aus seinem Dienstwagen gezerrt und erstochen worden. Die Behörden verdächtigten zunächst Tabakschmuggler, vermuten inzwischen aber den früheren Rebellenkommandeur Tolib Ajombekow hinter dem Mord. Ajombekow hatte während des Bürgerkriegs zwischen 1992 und 1997 eine Rebelleneinheit geführt, war anschließend aber in die Grenzschutzeinheiten aufgenommen worden.

Schmuggel an der afghanischen Grenze

Nach Angaben der Sicherheitskräfte konzentrierte sich der Militäreinsatz, bei dem Medien zufolge auch Panzer und Helikopter eingesetzt wurden, auf die Stadt Chorog an der Grenze zu Afghanistan. Sämtliche Telefon- und Internetverbindungen waren unterbrochen. Medien berichteten, in Chorog seien der Markt und andere Geschäfte geschlossen worden. Der Verkehr in und aus der Region war demnach mit Ausnahme von Militär- und Krankentransporten blockiert.

Die Regierung wirft dem früheren Rebellenkommandeur Tolib Ajombekow vor, mit seinen Kämpfern in den Schmuggel an der afghanischen Grenze verwickelt zu sein. Zudem soll er für eine Reihe von Morden verantwortlich sein. Die Zentralregierung hat seit langem keine effektive Kontrolle mehr über die autonome Region Berg-Badachschan. Das entlegene Gebiet war während des Bürgerkriegs eine Hochburg der Rebellen und gehört immer noch zu den ärmsten Regionen der früheren Sowjetrepublik. (APA, 24.7.2012)

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