"Zynismus": ÖH kritisiert Verschiebung von höherer Familienbeihilfe

24. Juli 2012, 17:27
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Studentenvertreter wollen nicht sechs Jahre auf Erhöhung warten

Wien - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) will nicht bis 2018 auf eine valorisierte, also laufend an die Inflation angepasste Familienbeihilfe warten, wie Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) für den Fall, dass der Familienlastenausgleichsfonds dann wieder im Plus sein sollte, in Aussicht gestellt hat.

"Das ist an Zynismus nicht zu überbieten", kritisiert Martin Schott vom ÖH-Vorsitzteam im Standard-Gespräch: "Die Familienbeihilfe wurde seit elf Jahren nicht mehr an die Inflation angepasst und müsste jetzt schon um die 460 Euro pro Jahr und Kind oder rund 39 Euro pro Monat mehr betragen. Weitere sechs Jahre zu warten ist absolut unverantwortlich und würde zu einer massiven finanziellen Benachteiligung führen." Es habe nämlich auch für die Studienbeihilfe seit Jahren keinen Teuerungsausgleich gegeben.

Seit 2001 beträgt die Familienbeihilfe für das erste Kind ab dem 19. Lebensjahr 152,70 Euro. Wäre der Betrag jährlich an die Inflation angepasst worden, wären 2011 191,30 Euro zu zahlen gewesen.

"Anstatt ständig über Studiengebühren zu diskutieren, sollte die Valorisierung der Beihilfen endlich angegangen werden", fordert der ÖH-Chef: "Das führt mit Sicherheit zu einer Verbesserung der Studienbedingungen." (nim, DER STANDARD, 24.7.2012)

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