Zehn Wege, Wohnflächen auf dem Ozean einzurichten

Schwimmende Städte und Weltraumfahrstühle: Der Blog "Daily 10" fasst zusammen, was es so an technophilen Konzepten gibt

Aufschüttung künstlicher Inseln in Dubai: Bei weitem nicht das visionärste Projekt - aber dafür eines, das bereits läuft.

Tendenziell wird sich auf der Erde in den kommenden Jahrzehnten das Verhältnis zwischen Land- und Wasserfläche weiter zu Gunsten letzterer verschieben. Der Anstieg des Meeresspiegels ist ein Faktor, der Konzepten aus der technophilen Mitte des 20. Jahrhunderts möglicherweise neue Sinnhaftigkeit verleiht. Immerhin werden zwei Drittel der Erdoberfläche derzeit ausschließlich als Verkehrsweg, Ressourcenlager und Müllkippe "genutzt". Wie aber lässt sich auf dem Ozean neuer Lebensraum für Menschen schaffen?

Der Blog "Daily 10" stellt eine Reihe von Konzepten vor. Diese reichen von künstlichen Inseln, wie es sie bereits gibt, bis zu kühneren Visionen: Zum Beispiel das kilometerlange "Freedom Ship", eine zur Stadt angewachsene Fortführung heutiger Luxusliner. Oder die in internationalen Gewässern (und damit in Steuerfreiheit) schwimmenden Wohn- und Arbeitskomplexe, die das "Seastading Institute vorgestellt hat. Oder wie wäre es, am Fuß eines Weltraumfahrstuhls zu leben?

Zehn Konzepte werden in Wort und Bild sowie mit weiterführenden Links präsentiert:

--> Daily 10: "10 Structures That Could Help Us Build Civilizations on the Ocean"

(red, derStandard.at, 25. 7. 2012)

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Also ich will auf sowas nicht leben

Ist es nicht aber eh auch so dass nicht nur Teile der Welt unbewohnbar werden (Afrika, Saharazone), sondern auch Teile der Welt plötzlich bewohnbar werden?

Grönland wird wieder grün, wie es zu Zeiten der Wikinger war, daher ja der Name und damit wieder besser bewohnbar. Nordcanada, Nordsibirien, etc. überall viel Platz...

Die grünen Teile Grönlands auf die du anspielst befinden sich zum grössten Teil in Küstennähe, und sind meist nur knapp über dem Wasserspiegel.

Klar, bei einer globalen Erwärmung wird es dort grün...allerdings wirst du davon nicht lange was haben wenn der Meeresspiegel ansteigt...

dafür ist sibirien ja riesig... die frage ist nur, ob das nicht eher zur wüste wird...

was aber auch noch gesagt gehört: höhere temperaturen führen zu höherer verdunstung.. würde mich interessieren, was für eine niederschlagsverteilung künftig zu erwarten ist,...

also wenn bei höheren temperaturen aus dem (ehemaligen) sibirischen permafrost methan ausdunstet, möchte ich nicht in diesem teil des kontinents sein!

auch gut und schon realisiert: spiral island

http://ecoble.com/2007/11/1... -paradise/

Gibt es tatsächlich Menschen die lieber auf einer Ölplattform abseits jeglicher Zivilisation leben, als in einer gewachsenen, kompakten und damit nachhaltigen Stadt; mit der Möglichkeit rasch und günstig in eine benachbarte Stadt zu kommen?

den Versuch gab es mit der japanischen Insel Hashima, bekannt auch als "Battelship Island". Ob man dort leben will (wollte)?...die Bilder sprechen für sich:

http://www.darkroastedblend.com/2010/06/b... urban.html

Naaaaaja, ob man das jetzt als Versuch für einen Lebensstil auf Inseln bezeichnen kann wage ich zu bezweifeln...die Insel war eine Art Minenkolonie wegen der Kohlevorkommen, die Häuser einfach eine Möglichkeit die Arbeiten Ortsnah samt ihren Familien unterzubringen.

Von schneller medizinischer Versorgung mal abgesehen.

...Oder die in internationalen Gewässern (und damit in Steuerfreiheit) schwimmenden Wohn- und Arbeitskomplexe...

.

Interssante Konzepte - aber wie sieht es mit den Kosten aus?

Wir arbeiten an ähnlichen, aber sehr wirtschaftlichen Lösungen.

http://so-for-humanity.com2000.at

So ein Unsinn. Es gibt genug Land für alle um darauf zu leben. Eine Beschäftigung mit einer ökologisch verträglichen Lebensweise wäre wesentlich sinnvoller als Siedlungen fern der meisten nötigen Ressourcen auf den Meeren zu errichten.
Ausserdem wird der Meeresspiegel schlimmstenfalls um wenige Meter steigen - nichts, was mannicht mit Dämmen oder aufgestelzten Siedlungen beherrschen könnte.

"10. Floating ecopolis"

gefällt mir optisch am besten.

Der Blog heißt io9.

Die Pole schmelzen

und die Inseln ersaufen!
Wunderbaaar

Diese nicht, da sie schwimmen:

10. Floating ecopolis

Wird allerdings problematisch bei einem Tsunami - wie übrigens bei alle "Meereswohnflächen".

Für schwimmende Inseln ist ein Tsunami

auch kein wirkliches Problem da die Wellen auf dem offenen Meer eher harmlos sind. Problematisch wird's erst an der Küste.

erinnert mich an diesen wahnsinnigen

http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantropa

Junge, Junge. Dass Sie modernisierungsfeindlich sind wie die Taliban, hätte ich nicht gedacht. Nur weil einer konzipiert, was noch keiner konzipiert hat, ist er also wahnsinnig. ’Tressant!

Wahn

Ich finds ja prinzipiell gut, dass man der Phantasie im Kleinkindalter seinen Platz lässt, aber ab einem gewissen Alter sollte man schon seine Legosteinchen beiseite legen...

Der Wahn ist eine inhaltliche Denkstörung und Überzeugung, an der der Wahnsinnige trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält. Er kann als eine Störung der Urteilsfähigkeit beschrieben werden.

KEINE im Vorhinein zu berechnenden Auswirkungen auf Plattentektonik durch die geänderten Druckbedingungen (200m macht a bissi was aus..), Auswirkungen auf Fauna und Flora, geschweige denn politische Auswirkungen auf ca. 20 Mittelmeerstaaten, wenn man der Bevölkerung erklären muss, dass es statt Meer dann halt schönen Sand und Fels gibt..

Was die Taliban in dieser Disjussion verloren haben versteh ich jetzt nicht.
Aber dieses Projekt wäre (und das sag ich ohne mit der Wimper zu zucken) Wahnsinn.
Genaus so gut könnte man einen Fleck von der größe Spaniens in den Regenwald brennen nur um Land zu gewinnen.

Es geht weniger um die Idee, die durchaus faszinierend ist, als vielmehr um die ökologisch, moralischen Bedenken.

Wozu diese Verdammung? Atlantropa besteht nur auf Papier. Finden Sie auch das Standardmodell der Teilchenphysik oder meteorlogische Prognosemodelle moralisch bedenklich?

Die Taliban kommen hier deswegen ins Spiel, weil sie als besonders rückständig gelten.

Sie sind schon sehr feige! Warum geben Sie nicht einfach zu, dass Sie Taliban wegen des vermeintlich orientalischen Namen des Posters (Saladin Chamcha) erwähnt haben?

Nur, weil der Poster einen orientalischen Namen hat, darf man sein Geschreibsel nicht für rückständig halten und mit den Chefrückständigen auf dieser Welt vergleichen? Auf welcher Eisscholle sind Sie denn angeschwemmt worden?

Ums dürfen geht es nicht, solang Sie mit Ihrem Tun niemanden stören. Das Vokabular erlaube ich mir trotzdem zu kommentieren. Es geht um ein Mehr an Kommunikation, nicht weniger. Also: Kommentieren auch Sie munter drauf los.

Und ich tue es auch. Regeln sind selbstredend einzuhalten.

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