Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Geheime Dokumentation über massive bauliche Missstände in einem Kärntner Asylheim, in dem bis zu 30 Flüchtlinge leben.
Wernberg - Eine verdreckte Toilette ohne Klodeckel, nasse Wände, die mit einer dicken grünen Schimmelschicht überzogen sind, Stahlbolzen, die den Plafond abstützen und so einen Einsturz verhindern sollen. Nächster Flash: In einem Zimmer tropft Wasser von der Decke direkt in die Abdeckkappe einer Deckenlampe hinein und wieder heraus auf den Boden.
Bei dieser dem Standard zugespielten Foto- und Videodokumentation handelt es sich nicht etwa um ein leerstehendes Abbruchhaus, sondern um eine Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde Wernberg bei Villach.
"Brandgefährlich"
In der privaten Pension Piber, einem ehemaligen, unrentabel gewordenen Gasthaus, hausen bis zu 30 Asylwerber, darunter auch Familien mit kleinen Kindern.
"Das ist nicht nur menschenunwürdig und gesundheitsschädlich, sondern auch brandgefährlich", warnt Angelika Hödl vom Kärntner Komitee für mehr Menschlichkeit.
Im Kärntner Flüchtlingsreferat, das die Quartiere aussucht und die Verträge mit den Betreibern abschließt, hat man noch nie von den baulichen und sanitären Missständen in der Pension Piber gehört. " Unsere Basisbetreuer sind regelmäßig vor Ort. Aber die gehen in der Regel nicht dort aufs Klo", meint Flüchtlingsereferent Gernot Steiner. " Ich gehe jeder Beschwerde sofort nach", beteuert Steiner und spielt den Ball weiter. Als Kontrollorgane seien die Gemeinde beziehungsweise der Bürgermeister als erste Bauinstanz und die Bezirkshauptmannschaft Villach verantwortlich.
Letzte Prüfungen sind Jahre her
Die Sanitätsbehörde der BH Villach erklärt sich für nicht zuständig und verweist auf das Gesundheitsamt. Der stellvertretende Amtsarzt Wilfried Sternik war vor vier Jahren das letzte Mal in der Pension Piber, und damals sei ihm nichts Negatives aufgefallen. Schließlich meldet sich Bezirkshauptmann Bernd Riepan. Die Pension Piber sei 2010 gewerberechtlich überprüft worden. Damals sei alles in Ordnung gewesen. Wenn es jetzt Missstände gäbe, werde man sofort einschreiten.
Für NGOs, die schon seit langem Zutritt zu den Kärntner Asylheimen verlangen, gibt es ein kärntenweites Betretungsverbot, ebenso für internationale oder nationale Organisationen wie UNHCR oder den Menschenrechtsbeirat.
Betretungsverbot
Dieses gilt auch für die Volksanwaltschaft oder für Volksvertreter wie den grünen Landtagsabgeordneten Rolf Holub, der kürzlich von Steiner einen abschlägigen Bescheid erhielt. Begründung: "Da Sie keine zuständige Behörde vertreten oder mit einer Tätigkeit im Flüchtlingswesen betraut sind und auch sonst kein wichtiger Grund für Ihren Besuch im Asylquartier erkennbar ist."
Ob es nicht besser wäre, wenn wie in dem aktuellen Fall des Elendsquartiers in Wernberg NGOs der Zutritt zu den bisher hermetisch abgeriegelten Asylheimen gestattet würde? Steiner winkt ab: "Ich hab nichts gegen NGOs. Ich mag nur die mit dem Helfersyndrom nicht. Da gibt es immer einen Wirbel."
Auch Private an Zutrittsverbot gebunden
Das Betretungsverbot sei in Landesquartieren aus Sicherheitsgründen notwendig. Private könnten aber selbst entscheiden, wen sie hereinlassen. In der Realität sind aber auch sie an das Zutrittsverbot des Landes gebunden. "Wer dem zuwiderhandelt, riskiert seinen Vertrag mit dem Flüchtingsreferat", weiß Flüchtlingsbetreuerin Schwester Andrea vom Kloster Wernberg.
Der niedrige Tagsatz von 17 Euro pro Asylwerber lässt vielen Heimbetreibern kaum Spielraum für bauliche Renovierungen. Dieser soll jetzt auf 19 Euro angehoben werden. Mit einer höheren Grundversorgung könne man Asylwerber auch besser unterbringen, sagt Steiner. Doch das sei eine politische Entscheidung. "Trotzdem darf es keinen Schimmel an den Wänden geben", räumt auch der Kärntner Flüchtlingsreferent ein. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, 25.7.2012)
Landesrätin reagierte auf Bericht der "Bezirksblätter"
LH Peter Kaiser verspricht: Missstände im Asylheim Felsenkeller werden abgestellt
Zwei Asylwerberinnen aus Somalia verletzt
Laut Asylanwalt stellt sich die Frage nach unterlassener Hilfeleistung seitens der Quartiergeberin
In einem Kärntner Asylheim hat sich ein Flüchtling aus Protest gegen dortige Missstände den Mund zugenäht
Aufnahmestopp für Flüchtlinge in "quasi geografischen Sperrzonen"
Kritik an Quartieren, Dolmetscherprobleme, Arbeitsverbote und die Asylpolitik der EU standen im Zentrum der Proteste von Flüchtlingen in Wien. Vieles wurde zur Diskussion gestellt - Verbesserungen sind nur beschränkt zu erwarten
Kompromiss über EU-Eurodac: Polizei erhält Zugriff
Rechtsberater über die Unglaubwürdigkeitsfalle
Dörfler wies die Vorwürfe als "politisch gefärbten Bericht" zurück
"Menschenverachtende Bedingungen" für Asylwerber - Mit Wissen des Landes Kärnten - Empfehlung an Mikl-Leitner: Länder sollen Vereinbarung erfüllen
In Oberösterreich verhinderten Bürger die Schaffung von zwei Asylheimen. Aus Angst vor Ausländerhetze kippte das Land ein Projekt. Im steirischen Vordernberg stimmten 70 Prozent für ein Schubhaftzentrum.
Bei der Unterbringung von Asylwerbern hat Niederösterreich Nachholbedarf
St. Pölten und Klagenfurt sagen zusätzliche Quartiere zu - Andere Bundesländer holen auf
Vorarlberg lässt rechtsextreme Aktivitäten überprüfen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingshaus in Batschuns orten die Grünen Hinweise auf eine rechtsextreme Organisation. Die Polizei winkt ab
Abgeordneter sieht Organisation hinter der Tat - Exekutive bleibt bei ihrer Darstellung - Verdächtige wurden aus der Haft entlassen
Nach dem versuchten Brandanschlag auf ein Flüchtlingsquartier in Vorarlberg warnen Kenner der rechten Szene davor, eine politische Motivation der mutmaßlichen Täter auszuschließen
Männer machten laut Polizei zu Motiv bisher keine schlüssigen Angaben
Einer der beiden mutmaßlichen Täter hat Nazi-Tattoos
Polizei kündigt weitere Informationen für Dienstag an
Flüchtlinge verunsichert, Caritas erhofft rasche Klärung
In der Betreuungsstelle in Traiskirchen würden die Menschen nicht angehalten, deswegen habe die Volksanwaltschaft dort auch kein Kontrollrecht
Brandsatz gegen Hauswand geworfen - Polizei sucht Zeugen
Ackerl: "Um die 300 Plätze geschaffen"
... wenn's nicht so traurig wäre. Flüchtlinge sind zu bedauern, weil sie ihren eigenen Dreck nicht putzen? Männer schaffen es nicht, irgendwas selber zu reparieren in ihren Behausungen? Eltern schauen einfach traurig, in welchen Umständen ihre Kinder wohnen und unternehmen nichts Praktisches selber? Überall geben Leute gratis Sachen her, am AMS gibt es Internet, man muss halt lernen, sich selber zu helfen! Niemand würde sie daran hindern, man würde das zu schätzen wissen, wenn sie aktiv ihren Lebensraum herrichten! Was machen denn wir Österreicher, wenn wir uns nur eine Bude leisten können? Wir holen uns die vielen Gratissachen, die Leute loswerden wollen und Putzmittel und los gehts.
Die Heuchelei mancher Leute ist einfach nur noch übelkeitserregend. Was wird denn geprüft von den Herrschaften? Er muß ja net aufs Klo gehen, aber sogar auf einer Autobahnraststätte werden Sauberkeit und Hygiene kontrolliert. Hr. Steiner gehört aus seinem Job abgeschoben, wenn nicht einmal eine hygienisch akzeptable Basisversorgung kontrolliert wird. Um derzeit 19 Euro pro Tag kann man in Kärnten schon eine supersaubere Kleinwohnung für 3 Personen in guter Lage mieten, dazu mit nochmals 19 Euro pro Tag das Essen und sonstige Bedürfnisse decken...da werden in Kärnten die Tiere auf den Bauernhöfen besser behandelt. Wenn das Geld de facto nicht für die Asylanten ausgegeben wird, wo landet es? In den Taschen der Leute, die sie unterbringen..
sagt er.
und dann sagt er:
"Ich gehe jeder Beschwerde sofort nach"
ja, und wieso gehen denn dann deine leute nicht dort aufs klo???? wenn es beschwerden zum klo gibt?
unfassbar, was diese ganzen flüchtlingsrefernetne so von sich rülpsen. was ist deren aufgabe???? ich kann es nciht erkennen, hat es irgendwas mit flüchtlingen zu tun?? klingt ja nicht so.
die Leute einfach entrechten und ausliefern an irgendeine Behörde, keine Vertrauenspersonen, keine SozialarbeiterInnen, nix.
Gut schau ma aus in dieser "Demokratie" - Danke Herr Schüssel --> Sie waren ein williges Vollzugsorgan im Rechtsdrall. Und die SPÖ-PolitikerInnen sonder Zahl sind froh, dass die Rechten anfingen mit der Drecksarbeit, die nun auch von der SPÖ fortgesetzt (und natürlich auch verteidigt) wird.
Pfui, mir ist da nur mehr schlecht, weil es keinen wirklichen Widerstand gibt gegen solche Tatsachen.
Drum herzlichen Dank an die Leute, die wenigstens die Courage haben, Videos anzufertigen und Alarm zu schlagen im Einzelfall!
Interessante Info: Als ich heute meine Kärntner darauf ansprach und fragte: Heast, wos isn do schon wida los in Weanbeag?
Stellt euch vor: Die wussten nix. Hatten keine Ahnung was in Wernberg vor sich geht!! Dort wird das in den Zeitungen nicht gebracht. Das ist dort weder in Print- noch in anderen Medien bekannt!!
Nicht jeder hat die Möglichkeit sich per Internet aufm Standard zu informieren!!
In Kärnten wird das von oben her totgeschwiegen!!!
... verallgemeinernd, liebe Feiglinge, die nicht sagen, woher sie sind mit ihrer Schlauheit. Wer seid ihr, dass ihr es euch erlaubt, ein ganzes Bundesland in eine Lade zu stecken? Ihr seid die Schande, das ist ja wohl klar.
ein Bericht über den schönen Wolfgangsee und seinen Tourismus.
Aber natürlich nur für die <schönen und reichen XYZ-Promis des Landes
Und um die Ecke werden Menschen mit Kindern im Ziegenstall untergebracht.
Warum werden diese Betreiber die dafür auch noch Geld annehmen nicht angezeigt.
Wie lange kann Kärnten noch der Schandfleck sein?
Für NGOs, die schon seit langem Zutritt zu den Kärntner Asylheimen verlangen, gibt es ein kärntenweites Betretungsverbot, ebenso für internationale oder nationale Organisationen wie UNHCR oder den Menschenrechtsbeirat.
Dieses gilt auch für die Volksanwaltschaft oder für Volksvertreter
Kärntner - könnt ihr da noch gut schlafen?
Da kann der Flüchtlingsreferent Steiner behaupten was er will!
Die Volksanwaltschaft muss nur endlich den Fuß auf die Saualm und all die anderen menschenrechtswidrigen "Asylheime" in Kärnten und anderen Bundesländern setzen.
Ich warte seit Wochen auf einen Bericht. Wenn er nicht bald kommt, stelle ich die Daseinsberechtigung der Volksanwaltschaft in Frage.
Einmal in der Woche bei Resetarits über fernsehtaugliche Sozialfälle und Baurechtsangelegenheiten zu diskutieren ist mir zu wenig.
Die VA ist erst seit 1.7. zuständig, hat die entsprechenden Kommissionen erst in diesen Tagen konstituiert, aber Sie warten "seit Wochen" auf einen Bericht?
Dazu kommt, dass der Asylbereich nur einen kleineren Teil der entsprechenden neuen Aufgabenfelder der Volksanwaltschaft darstellt.
ich bin nicht ahnungslos, am 1.7. wurde die VA verantwortlich, bis 10.7 wurden die Kommissionen gebildet, am 24.7. also zwei Wochen zuvor.
Deshalb warte ich seit Wochen auf einen Bericht, oder glauben Sie, dass diese "Pension" nach einem Besuch durch die VA noch eine Stunde länger geöffnet sein kann? Und das sollte sich doch herumsprechen.
... Fahrlässigkeit, schwerwiegender Körperverletzung, Menschenrechtsverletzungen in mehreren Fällen, et cetera.
Und nicht nur diejenigen die eine direkte Verantwortung haben, sondern auch die, die auf andere verweisen, da sie sich wegen Mithilfe schuldig machen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.