Schulbauprogramm: 930 Millionen bereits investiert

24. Juli 2012, 15:37
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Bis 2018 wird jede dritte AHS beziehungsweise BMHS neu gebaut, saniert oder erweitert

Wien - Insgesamt 1,7 Milliarden Euro für 270 Projekte sollen laut dem aktuellen Schulentwicklungsplan (Schep) zwischen 2008 und 2018 in den Neubau, die Sanierung und die Erweiterung von vor allem allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) fließen. Mittlerweile sind bereits 550 Mio. Euro verbaut, weitere Projekte im Ausmaß von 380 Mio. Euro befinden sich bereits in Bau, so Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Bis 2018 wird dann jeder dritte Bundesschulstandort entweder erweitert, saniert oder neu errichtet worden sein, meinte der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Wolfgang Gleissner. Neue Organisationsformen, neue Lernmethoden und die schrittweise Erweiterung ganztägiger Schulangebote würden sich natürlich auch in der Infrastruktur niederschlagen, so Schmied. Beim Neubau würden primär die Kapazitäten in den BHS wie etwa den HTLs oder den HAKs erweitert, wo starke Schülerzuwächse zu verzeichnen sind. Sanierungen beträfen vor allem die Gebiete Nachhaltigkeit, ökologisches Bauen, Barrierefreiheit und Aspekte des offenen Lernens.

Neue Bürostrukturen für Lehrer

Ein Schwerpunktthema für den Herbst werde die Verbesserung der Arbeitsplatzsituation der Lehrer durch neue Bürostrukturen, betonte Schmied. Über Pilotprojekte soll dabei auch durch internationale Beispiele in die Zukunft geblickt werden. Viele Pädagogen wie etwa die Chemie- und Physiklehrer hätten bereits Arbeitsplätze - für die anderen müsse etwa das Konferenzzimmer neu gedacht werden. "Konferenzen finden vielleicht vier oder fünf Mal pro Jahr statt." Daher gelte es, auch neue Bürostrukturen zu entwickeln. Beim Thema ganztägiges Schulangebot gehe es um bauliche Infrastruktur wie die Errichtung von Küchen und Freizeiträumen.

Der Löwenanteil des Schep entfällt auf Niederösterreich (358 Millionen Euro), gefolgt von Wien (277 Mio.) und Oberösterreich (262 Mio.). (APA, 24.7.2012)

 

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