Nächtliche Verdunkelung lindert Depressionen bei Hamstern

28. Juli 2012, 17:45
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Dämmerlicht lässt bei den Nagern dagegen die Lebensfreude schwinden

Columbus - Licht in der Nacht begünstigt Depressionen, doch es gibt eine gute Nachricht: Der Effekt ist umkehrbar. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach einer Studie mit Hamstern. Diese mussten vier Wochen lang bei achtstündigem Dämmerlicht schlafen. Daraufhin zeigten sie depressionsähnliche Symptome, berichten die Wissenschafter im Journal "Molecular Psychiatry". Durften die Hamster wieder in völliger Dunkelheit schlummern, kehrte ihre Lebensfreude zurück.

Die Forscher um Randy Nelson von der Ohio State University in Columbus hatten weibliche Sibirische Hamster verwendet, denen die Eierstöcke entfernt wurden, um hormonelle Einflüsse auszuschließen. Die Hälfte der Tiere wurde acht Wochen lang in einem üblichen Tag-Nacht-Rhythmus von 16 Stunden bei 150 Lux Licht und acht Stunden Dunkelheit gehalten.

Die zweite Gruppe lebte in den ersten vier Wochen bei 16 Stunden hellem (150 Lux) und acht Stunden Dämmerlicht von fünf Lux - das entspricht etwa dem Licht, das ein Fernseher in einem dunklen Raum abgibt. Danach schliefen die Tiere wieder eine, zwei oder vier Wochen lang im Dunklen. Anschließend testeten die Forscher die Hamster auf depressionsähnliche Symptome. (APA/red, derstandard.at, 28.7.2012)

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