HTC stürzt in den USA und Europa ab

Alleine in China sollen 2012 6,4 Millionen Smartphones ausgeliefert werden, in Europa nur mehr 5,8 Millionen

Während Handyhersteller HTC seine Marktanteile in China steigern kann, hat das Unternehmen in den USA und Europa stark verloren. Der Anteil von HTC am chinesischen Markt für Mittelklasse- und Highend-Smartphones werde laut Goldman Sachs um 105 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ansteigen. Die Analysten gehen gleichzeitig davon aus, dass die Handy-Auslieferungen in den USA um 68 Prozent und in Europa um 38 Prozent zurückgehen.

28 Prozent Rückgang bei Lieferungen

2012 werde HTC insgesamt 6,7 Millionen Smartphones in den USA, 5,8 Millionen in Europa und 6,4 Millionen alleine in China ausliefern. Insgesamt wird erwartet, dass die Lieferungen 2012 um 28 Prozent einbrechen, berichtet die Taipei Times.

Besseres Marketing in China

Grund dafür sei eine stark auf den lokalen Markt abgestimmte Marketing-Strategie des taiwanesischen Herstellers in China. Dort setze HTC massiv auf Pop-Stars als prominente Testimonials, Zusammenarbeit mit Sina Weibo und Roadshows. So könne das Unternehmen auch seine teurere One-Serie verkaufen, obwohl chinesische User preisbewusster seien.

Optimistischer Ausblick

Erst wenn HTC seine Marketing-Probleme in den USA und Europa in Griff bekomme, könne sich das Unternehmen wieder erholen. Denn an den Geräten selbst dürfte es angesichts des Marketing-Erfolgs in China nicht liegen. Die Analysten gehen jedenfalls davon aus, dass HTC seine Verkaufs- und Marketing-Teams in den USA und Europa daher umstellen werde. (red, derStandard.at, 24.7.2012)

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