930 Millionen Euro für Schulneubauten verbaut

270 Neubau- oder Umbauvorhaben zwischen 2008 und 2018

"Die Schule in Österreich befindet sich in einem Erneuerungsprozess", sagt Claudia Schmied (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Dieser Prozess finde auch in den Schulbauten seinen Niederschlag. Von 2008 bis 2018 werden im Zuge des Schulentwicklungsprogramms rund 1,7 Milliarden Euro in die Schulneu- und -umbauten investiert. Insgesamt werden so 270 Bauprojekte realisiert. Bislang wurden rund 930 Millionen Euro verbaut oder verplant. 

Bis 2018 werde jeder dritte Bundesschulstandort entweder erweitert, saniert oder neu errichtet worden sein, so der Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Wolfgang Gleissner.

Bauvorhaben an 162 AHS-Standorten

Bislang wurden Bauvorhaben mit einer Investitionssumme von 550 Millionen Euro verwirklicht, 380 Millionen Euro kosten die derzeit in Bau befindlichen Vorhaben. Allein im Juli werden sieben große Bauvorhaben in Angriff genommen. Derzeit befinden sich aber noch etliche Projekte in Planung, 531 Millionen Euro werden für künftige Projekte ausgegeben. Von den insgesamt 270 Bauvorhaben bis 2018 werden 162 an AHS-Standorten umgesetzt.

Am höchsten sind die Kosten für die Schulbauten insgesamt in Niederösterreich. Hier werden rund 358 Millionen Euro verbaut, in Wien sind es 277 Millionen Euro, in Oberösterreich 262 Millionen Euro. "Die Investitionen sind beachtlich und zeigen, welchen Wert die Bildung in diesem Land hat", sagt Gleissner.

Barrierefreiheit und neue Konferenzzimmer

Beim Bau bzw. der Sanierung will man auf Nachhaltigkeit achten, Barrierefreiheit soll hergestellt werden. Die Nachfrage nach berufsbildenden höheren Schulen fordert auch neue Gebäude: "Wir müssen die Kapazitäten vor allem in der Sekundarstufe II erhöhen", sagt Schmied.

Ein besonderes Augenmerk will man auf die Arbeitsplätze der Lehrer legen. Um Barrierefreiheit an den Bundesschulen herzustellen, werden von 2011 bis 2015 rund 107 Millionen Euro investiert. Bei den Arbeitsplätzen sieht Schmied Verbesserungsbedarf: "Die Situation der Konferenzzimmer muss neu gedacht werden. Konferenzen finden vielleicht vier- oder fünfmal pro Jahr statt." Deswegen müsse auch hier investiert werden. (seb, derStandard.at, 24.7.2012)

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