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Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) verteidigte bei einer Pressekonferenz am Dienstag erneut die Abberufung des designierten Rektors der Pädagogischen Hochschule Tirol, Elmar Märk.
"Sie werden keinen Konzern der Welt finden, in dem ein Konzernchef den Geschäftsführer eines Tochterunternehmens bestellt, der nicht voll und ganz hinter dem Unternehmen steht. Das ist einfach ein No-Go. Das hat überhaupt nichts mit Parteipolitik zu tun. Es geht um eine Führungsfunktion mit Verantwortung", so Schmied. Der Vertrag mit Märk werde daher nicht zustande kommen.
Märk hatte in einem Gespräch mit der Austria Presse Agentur gefordert, dass die Lehrerausbildung langfristig an den Universitäten angesiedelt sein soll. Schmied hatte ihn daraufhin abberufen, was zu heftiger Kritik führte (derStandard.at berichtete).
Erstaunen und Enttäuschung
Bei der Besetzung der Pädagogischen Hochschulen seien sowohl die fachliche Qualifikation als auch die Einstellung zu der Institution entscheidend gewesen. "Ich habe zu meinem Erstaunen feststellen müssen, dass Märk in einem öffentlichen Interview eine andere Haltung vertritt als im persönlichen Bewerbungsgespräch", sagte Schmied am Dienstag. Die Kluft sei zu groß gewesen, das Vertrauensverhältnis "massiv" gestört, so die Ministerin: "Es wäre mir lieber gewesen, wenn ich diese Enttäuschung nicht erlebt hätte."
Schmied rechtfertigte auch die die Entscheidung an der Pädagogischen Hochschule Wien. Hier kam Schmieds einstige Favoritin Ilse Schrittesser nicht zum Zug, die von der Wiener SPÖ bevorzugte Kandidatin Ruth Petz leitet ab Herbst die PH Wien. Auch diese Entscheidung sei "klar begründbar", eine parteipolitische Einflussnahme der Wiener Sozialdemokraten schließt Schmied aus. (seb, derStandard.at, 24.7.2012)
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Ruth Petz, Bezirksrätin der SPÖ Ottakring und damit im Team des SPÖ Bildungsstadtrats Christian Oxonitsch; Martina Schmied, Mitglied des Hochschulrats der PH Wien, die ihre Stimme für Petz abgegeben hat, Abteilungsleiterin der MA 13 im Wiener Rathaus – ihr Ressortchef: Christian Oxonitsch.
Susanne Brandsteidl, SPÖ Wien, Mitglied des Hochschulrats der PH Wien, setzt sich für ihre ehemalige Abteilungsleiterin ein – Ruth Petz. Auch Strobl, der dritte Hochschulrat und Vize des Wiener Stadtschulrats setzt sich für die ehemalige Mitarbeiterin ein. Letzterer ist zwar nicht parteipolitisch zur Oxonitsch Seilschaft zu zählen, da der ÖVP zuzurechnen, ist aber offenbar der Präsidentin des Stadtschulrats im Wort.
Lauter Zufälle?
Märk war von Schmied noch vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober abberufen worden, weil er sich in einem APA-Interview für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten ausgesprochen hatte. Gleichzeitig hatte er betont, dass sich an der Ausbildung der angehenden Lehrer an der PH ab Herbst nichts ändern werde.
soll eigenständiges Denken vermitteln, demokratisch aufgebaut sein, kritikfähige SchülerInnen hervorbringen.
Und was zeigt die Ministerin vor?
Handeln muss autoritär sein;
eigene Meinungen sollen niedergebügelt werden;
Schule ist ein hierarchisches Unternehmen.
Arme SchülerInnen und LehrerInnen, Armes Österreich mit der Ministerin.
Wenn eh nur nach Parteibuch entschieden wird, bin ich dafür dass alle relevanten Posten, auch die Planstellen der Sektionschefs unde Abteilungleiter in den Ministerien von der Regierung nur befristet vergeben werden. Eine neue Regierung kann dann wieder Personen ihres Vertrauens bestellen. So machen wir das. Dann spart man sich das Steuergeld für jene, die vorher eine Auswahl treffen und reihen. Weil ich orte da Steuergeldverschwendung, so war es ja auch bei der Bestellung des AMS Vorstandes in Wien.
Was ihr allerdings noch eine viel größere Machtfülle als zum Beispiel einem CEO beschert.
Die Behördeneigenschaft eines Ministeriums leitet sich allein vom Minister ab - das heißt, die Beamten eines Ministeriums haben nur jene Kompetenzen, die ihnen der Minister zuweist - es handelt sich um ein monokratisches Organ, kein Kollegialorgan.
Soll heißen: Ein Minister kann innerhalb seines Kompetenzbereichs schalten und walten wie er will, er ist nur dem Ministerrat und dem Parlament Rechenschaft schuldig.
was von dort kommt ist noch verheerender, nach eigenen aussagen vieler leute keine ahnung von pädagogik, wie auch die uni professoreInnen sind im seltensten fall jemals vor kindern gestanden und erzählen halt, was in schlauen buechern funktioniert...
Frau Schmied sagt es eh ganz offen: Sie sieht sich als Konzernchefin und will sich abweichende Meinungen nicht bieten lassen. Wer ihr nicht nach dem Mund redet, wird rausgeschmissen.
Dieses Hire-and-Fire-Prinzip möchte sie gerne auch in den Schulen etablieren: Personalentscheidungen soll der/die Direktor/in treffen, alle anderen brav kuschen und den Mund halten. Diese Technokratin zeigt, wie weit es mit der SPÖ gekommen ist.
... hier kann man die frau ministerin sehr gut verstehen, wie soll sie nur .... ? ich weiß, die tiroler sind anders ;)
abgesehen von der berichteten tatsache, ... um was geht es bei dieser gruppe, geht es überhaupt noch um kern- und grundwerte?
bitte um verständnis, und man darf nicht alle in den gleichen sack werfen, aber immer öffters sickert es aus selbigen kreisen: zu geringer lohn, zu wenig freizeit, zu viel aufwand, viel zu wenig konstante bildungsinhalte, im gegenteil - zu hohe geschwindigkeit sei gefordert und natürlich die schüler seien zu untalentiert ...
bei diesem eigenverständnis, bitte nicht wundern, warum unsere schüler, schulen und unis - nicht im internationalen spitzenrankanking zu finden sind, gel?
ich bewerb mich als chefe der motorentwicklung von bmw und wenn ich den posten hab, verlautbere ich, dass ich dafür bin, auf lange sicht, die motoren von vw zuzukaufen ...
wenn dann bmw mich mit dem nassen fetzen, dann nenn ich das undemokrstisch ;-)
der herr dürfte ein tassenloses kastl haben ...
...der den unterschied zwischen staat und unernehmen nicht kapiert hat. ja, es ist undemokratisch, wenn bmw das macht. aber darum gehts bei einem privaten unternehmen nicht, private unternehmen werden so gut wie immer als diktatur geführt. ein minister muss sich da an andere dinge halten
Eine eigene Meinung zu haben ist für die SPÖ eines der größten Verbrechen, die es gibt. Denn wo kämen wir denn hin, wenn die Bevölkerung aus mündigen Bürgen mit kritischen Geist bestehen würde. Es gäbe keinen Gemeindebauproletismus mehr und damit auch keine SPÖ-Wähler. Daher ist die Logik von Schmied auch nur allzu verständlich, jeder kritische Mensch mit eigener Gesinnung muss weg.
vom "bildungskonzern" null ahnung - viele untergebene haben viel mehr ahnung! z.b. lehrer, die schon lange unterrichten und das bildungssystem in- und auswendig kennen. eine frau, die bei der "abwirtschaftung" einer bank voll mitgearbeitet hat, ist jetzt bildungsexpertin?? sehr traurig....
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