Tausende Vorteilscards der ÖBB lassen weiter auf sich warten

25. Juli 2012, 15:04
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"Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung des Problems", heißt es aus dem Konzern

Seit Jahresbeginn kämpfen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit Problemen bei der Auslieferung von neu ausgestellten und verlängerten Vorteilscards, wie derStandard.at bereits im März berichtete. Damals waren laut ÖBB etwa 32.000 Kunden betroffen, derzeit sind es noch immer knapp 10.000 (0,6 Prozent aller Vorteilscard-Besitzer).

Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die noch ausstehenden Karten auszustellen, so ÖBB-Sprecherin Sarah Nettel. Ihr zufolge wurde der größte Teil des Rückstaus bereits im März behoben und alle seither eingegangenen Neuanträge würden sofort bearbeitet. Allerdings könnten viele Karten noch nicht versendet werden, etwa weil Daten fehlten oder diese unleserlich seien. Dadurch komme es zu Verspätungen, so Nettel. Üblicherweise dauert eine Kartenausstellung zwischen vier und sechs Wochen - wer länger auf seine Vorteilscard wartet, wird gebeten, sich unter Angabe seiner Daten bei kundenservice@oebb.at zu melden.

Von Partnerfirma nach 15 Jahren getrennt

Die ÖBB hatten sich zu Jahresanfang vom Wiener Unternehmen Cards & Systems getrennt, das seit 15 Jahren, also seit es die Vorteilscard gibt, für die Ausstellung der 1,6 Millionen ÖBB-Kundenkarten zuständig war. Zuletzt waren rund 40 bis 50 Mitarbeiter bei Cards & Systems mit der Abwicklung von Produktion, Versand und Kundenservice der Vorteilscard beschäftigt. Nun kümmert sich eine interne Abteilung der ÖBB darum, wodurch das Unternehmen jährlich rund 1,5 Millionen Euro spart, so ÖBB-Sprecherin Nettel.

Als provisorische Lösung für alle Betroffenen empfiehlt Nettel, im Zug die alte Karte und eine Einzahlungsbestätigung für die neue Vorteilscard mitzuführen, bis die neue Karte geliefert wird. (red, derStandard.at, 25.7.2012)

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    Wer auf seine neue Vorteilscard wartet, soll die alte Karte und eine Einzahlungsbestätigung mitführen, so die ÖBB.

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