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Rom - Die Wirtschaftskrise belastet die Beschäftigung in Italien stark. In den letzten fünf Jahren sind in der Industrie 675.000 Stellen verloren gegangen. Davon wurden 473.640 Jobs wegrationalisiert, während 201.096 Arbeitnehmer auf Kurzarbeit gestellt wurden. Vor Beginn der Krise im April 2007 waren noch sieben Millionen Italiener in der Industrie beschäftigt. "Dies bedeutet, dass in den letzten fünf Jahren in der Industrie zehn Prozent aller Jobs verloren gegangen sind", geht aus einer neu veröffentlichten Studie des Gewerkschaftsverbands CISL hervor.
In der Industrie und in der Baubranche sei die Zahl der bezahlten Kurzarbeitsstunden um 315,9 Prozent gewachsen. Besonders betroffen waren Arbeitnehmer in den Regionen Lombardei, Piemont, Umbrien und Lazio mit der Hauptstadt Rom. Bei der Produktion wurde im Industriebereich ein 20,5-prozentiger Rückgang gemeldet, beim Umsatz kam es zu einem Minus von 4,5 Prozent.
Höhere Qualität
"Dies bedeutet, dass die Industrie das sinkende Produktionsvolumen teilweise mit der Qualität der Produkte und den damit verbundenen höheren Preisen kompensieren konnte", berichtete CISL. Ein Trost ist auch der Export, der nach einem 19,5-prozentigen Rückgang 2009 im Jahr 2010 um 14,5 Prozent und 2011 um 10 Prozent gestiegen ist.
Die Gewerkschaften drängen die Regierung Monti zu verstärkten Maßnahmen zur Förderung des Industriewachstums. Ohne eine starke Industrie habe Italien keine Chancen, in Europa eine Rolle zu spielen. Die Arbeitnehmerverbände verlangen dazu Maßnahmen zur Förderung der Baubranche, die die Krise in den letzten Jahren besonders stark zu spüren bekommen hat. Die Forderungen der Gewerkschaften stoßen bei der Regierung auf offene Ohren. Premier Mario Monti meinte, Europa müsse stärker auf die reale Wirtschaft setzen, um das kontinentale Wachstum zu fördern.(APA, 24.7.2012)
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Der Protestpolitiker Grillo bekräftigt dabei Kai Carstensens Haltung, indem er sein Land schon außerhalbd es Euros sieht
Länder wie Italien oder Frankreich, die sich am lautesten als Kritiker der Austeritätspolitik hervortun, haben ihre eigenen Möglichkeiten längst nicht ausgeschöpft
Die einzige Plünderung, die Italien derzeit erlebt, ist diejenige die durch die Mitgliedschaft in der Eurozone besteht:
100e Milliarden an Zahlungen und Haftungen für Deutschland und Frankreich, ohne Nutzen für das Land.
Sinnlose Spreads die daraus entstehen, dass man keine Notenbank hat und der Spekulation ausgeliefert ist.
Als Ersatz dann evtl. nach weiteren 100e Mrd. sinnloser Zins- und Rettungszahlungen dann irgendwann Eurobonds, um sozusagen die nächsten Problemkinder aufzufangen (Tabelle !!!)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gene... onenbilanz
Italien ist sehr schlecht beraten, Mitglied in diesem Club zu sein, und irgendwann werden sie draufkommen. Und ja Monti ist sehr für diesen Club.
heute in La Stampa
http://www.lastampa.it/_web/cmst... colo=10370
Ich finde auch, dass ein Exportzuwachs aus Jahressicht von 12,4 % ein wenig mikrig ist. Daraus resultiert ja auch nur ein monatlicher Überschuss von gerade mal 1,5 Mrd.
Bestimmt ist der Handelsbilanzüberschuss von A um Eckhäuser höher. Sagt mir zumindest mein Solarplexus, googlen halte ich für unnütz.
Irgendwann gründet die Welt mal eine virtuelle Zentralbank Mond, damit alle dem deutschen Modell folgen und Aussenhandelsüberschüsse produzieren können.
Dass permanente Leistungsbilanzdefizite nicht gehen, haben die Griechen no ned kapiert. Aber die Deutschen haben auch noch nicht kapiert, dass permanente Überschüsse auch nicht funktionieren.
geil - wohin würden die länder dann exportieren - auf den mars?
das ist doch nur eine permanente verschiebung des problems, denn wenn ein land es schafft seine zinsen über aussenhandelsüberschüsse zu bedienen heißt das nur, daß jetzt ein anderes land dessen schulden hat - eine reise nach jerusalem, bei der immer einer ohne stuhl dasteht - und eine mathematisch zwingende und sich immer weiter verschärfende entwicklung, ausgelöst von einem pyramidenspiel, das viele leider noch immer für ein geldsystem halten
Wenn in der Industrie in den letzten 5 Jahren zehn Prozent der Arbeitsplätze verloren gegangen sind und im gleichen Zeitraum die Industrieproduktion um 20,5% zurück gegangen ist, heisst das heute mehr italienische Industriearbeiter weniger produktiv arbeiten als wie noch vor 5 Jahren.
Bedenkt man dabei noch die Steigerung der Automatisierung wird dieses Bild mit sinkender Arbeitsleistung pro Arbeitnehmer noch schlimmer: Die beschäftigten Italienischen Industriearbeiter liegen heute deutlich stärker während der Arbeitszeit auf der faulen Haut. Sei denen auch gegönnt, denn das sollte, wenn überhaupt, nur die Wirtschaftsbonzen ärgern.
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