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EMS-Test in Wien im Juli 2011.
Brüssel - Die EU-Kommission wird offenbar erst im Herbst über eine Verlängerung der Medizin-Quotenregelung für Österreich entscheiden. Auf Anfrage der APA hieß es dazu am Dienstag, ob dies schon September sein werde, sei zu bezweifeln, da die Kommission Zeit benötige, die von Österreich präsentierte Studie über den Ärztemangel zu analysieren (derStandard.at berichtete). Jedenfalls sei EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou der österreichischen Situation gegenüber sehr aufgeschlossen.
Vassiliou hatte bereits im Mai gegenüber der APA erklärt, sie werde Österreich im Bestreben, eine Verlängerung der Medizin-Quotenregelung zu erreichen, unterstützen. Das derzeitige Moratorium läuft im November 2012 aus. Das Fünf-Jahres-Moratorium zur Aussetzung eines möglichen Vertragsverlängerungsverfahrens wegen der Quotenregelung war von der EU-Kommission im November 2007 gewährt worden.
Österreich strebt eine Verlängerung bis 2016 an. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hatte angesichts der vergangene Woche vorgestellten Ärztebedarfstudie erklärt, er sehe darin auch ein wichtiges Ergebnis für die Argumentation gegenüber der EU-Kommission. Die Studie zeigt auf, dass zwar in Österreich genug Mediziner ausgebildet werden und das Land Europa-Spitze sei, doch müsse dafür gesorgt werden, dass möglichst viele von ihnen auch im Land bleiben.
Die in den Fächern Human- und Zahnmedizin eingeführte Quotenregelung legt fest, dass 75 Prozent der Studienplätze für Inhaber österreichischer Reifezeugnisse reserviert sind, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger. Vergangene Woche hatte Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) bei einem Besuch in Brüssel erklärt, bei der Mediziner-Quote zeichne sich eine Verlängerung ab. Sie sei kein Freund von Quoten, weil dies nicht die perfekte Lösung sei, sondern nur ein Übergang. Aber die Kommission werde mangels Alternativen die Quotenregelung verlängern. (APA, 24.7.2012)
Nachlese:
Reportage vom EMS-Test: Medizin-Aufnahmetest: "Ernüchternd, wenn man die vielen Leute sieht"
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Eine angehende Medizin Studentin erzählte mir, dass der EMS Test und die damit verbundene Quote von 5 Prozent Nicht - EU Bürgern, zu folgenden meiner Meinung nach absurden Ergebnis führt:
Während Österreicher und Deutsche (letztere als Hauptvertreter der 20% EU Quote) sich 8 Stunden beim EMS Test abmühen und nur nach verschärften Vorbereitungen (und Absolvierung 2000 EUR teurer Trainings) Chancen auf einen Studienplatz haben, besuchen BewerberInnen aus Nicht EU Ländern gerade einmal bis zur Mittagspause den Test und kreuzen "irgendetwas" an, da (aufgund der Quote von 5%) gleichsam die "EMS-Anwesenheit" reichen soll.
Bitte um Recherche !
Es geht auch ohne 2000 € teure Tainings (Eigenerfahrung) - solche machen den Test per se sinnlos (nat. nicht für diejenigen, die ihn sich leisten können).
laut http://www.scribd.com/doc/86734... A-EMS-Test haben sich für Wien 129 Nicht EU-BürgerInnen für 37 ihnen zur Verfügung stehende Plätze beworben.Also müssen sich auch diese BewerberInnen bemühen um einen Platz zu bekommen (auch wenn dies leichter ist als für ÖsterreicherInnen und um vieles leichter als für Deutsche).
Die Quotenregelung ist schon ein Schritt in die richtige Richtung, aber um dem Ärztemangel zu entgehen müsste man vielleicht auch die Zahl der Studienplätze erhöhen, bzw. die Konditionen für Turnusärzte verbessern, damit sie nach ihrem Studium nicht sofort ins Ausland gehen.
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