Moody's: Euro-Austritt Griechenlands wahrscheinlicher

24. Juli 2012, 08:05
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Risiko laut Analystin deutlich höher

New York - Die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Austritt Griechenlands ist nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's seit Jahresbeginn gestiegen. Das Risiko sei sogar deutlich höher, sagte Moody's-Analystin Sarah Carlson in der Nacht auf Dienstag. Ein Ausscheiden des Landes aus der Eurozone sei dennoch nicht das Basisszenario der Ratingagentur, sagte die Expertin. Auch andere Euro-Länder laufen nach Einschätzung der Analystin keine Gefahr, die gemeinsame Währung zu verlieren. "Wir würden keine wirkliche Wahrscheinlichkeit für solch ein Ereignis sehen", sagte sie.

Sparen auf dem Prüfstand

Griechenlands Sparfortschritte stehen wieder auf dem Prüfstand: Vertreter der sogenannten Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission sollten an diesem Dienstag wieder nach Athen reisen und dort bewerten, ob Griechenland bei den Spar- und Reformauflagen vorankommt und damit weitere Kredite erhalten kann. Der Abschlussbericht der Troika soll im September vorliegen. Griechenland hat bisher knapp 150 Milliarden Euro an internationalen Hilfen erhalten. (APA, 24.7.2012)

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