Brasilien sperrt Handy-Neugeschäft wegen Netzausfällen

23. Juli 2012, 20:16
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Telekom-Behörde reagiert auf Beschwerden

Mit einer ungewöhnlich harten Maßnahme ist Brasiliens Telekom-Behörde Anatel gegen den schlechten Service von drei großen Mobilfunkanbietern vorgegangen: Sie sperrte in einigen Bundesstaaten das Handy-Neukundengeschäft der Firmen Oi, Claro und TIM. Die Unternehmen haben zusammen einen Marktanteil von 70 Prozent in Brasilien. TIM ist in 19 Bundesstaaten, Oi in fünf und Claro in drei, darunter im Ballungszentrum São Paulo, von der Sperre betroffen.

Sanktion

Anatel reagierte mit der seit Montag geltenden Sanktion auf die lange Liste von Beschwerden über Netzausfälle, regional schlechte Verbindungsqualität und eine teils katastrophale Kundenbetreuung. Die Sperre gilt solange, bis die Firmen Verbesserungspläne vorlegen. Die Unternehmen haben nun dazu 30 Tage Zeit. Zuwiderhandlungen gegen die Sperre werden mit 200.000 Reais (81.000 Euro) Strafe pro Tag geahndet. Der mit 29,56 Prozent Marktanteil größte Anbieter des Landes, Vivo, blieb von Sanktionen verschont. (APA, 23.07. 2012)

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