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Natürlich ist Österreich nicht allein verantwortlich oder zuständig für den Klimawandel. Dass seine Auswirkungen sich seit Jahren aber auch auf der Insel der Seligen, und ganz massiv in der Steiermark, zeigen, kann man auch als Laie nicht mehr ignorieren. Man braucht weder Geologe noch Klimaexperte zu sein, sondern nur nicht unter Gedächtnisschwund zu leiden, um zu bemerken, dass Unwetterkatastrophen wie Vermurungen und Überschwemmungen seit einigen Jahren zunehmen.
Dennoch scheinen sie jedes Jahr wieder überraschend hereinzubrechen. Zumindest für jene, die nicht in gefährdeten Zonen leben. Lokale Maßnahmen wie Wildbachverbauungen reichen längst nicht mehr aus, um sich angemessen gegen die nächsten Naturkatastrophen zu wappnen. Auch dort, wo nicht durch Rodungen für Skipisten oder durch Monokulturen jahrelanger Raubbau an der Natur betrieben wurde, muss die Politik jetzt Geld in die Hand nehmen - auf Bundes- und Landesebene.
Und nicht erst für Hilfszahlungen an Betroffene, wenn es schon zu spät ist, sondern für moderne Vorkehrungsmaßnahmen, Frühwarnsysteme und auch die Erforschung der Ursachen. Es ist vielleicht nett von Politikern, Menschen, die in einer Nacht Haus und Hof verloren haben, Anteilnahme zu zeigen. Doch nur Gummistiefel anziehen und der Feuerwehr im Weg stehen ist nicht genug. Denn nach der Katastrophe ist vor der Katastrophe. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 24.7.2012)
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Wenn man von Anfang an auf Experten gehört hätte, wäre einiges erspart geblieben
an vorkehr- oder frühwarnsystemen wird schon länger gewerkelt. leider ist das nicht so einfach.
1. was wollen sie exakt (!) vorhersagen und wie lange davor?
2. starkregenereignisse sind sowieso schwer vorherzusehen. das merkens dann, wenn es soweit ist. rettet so oder so nicht vor einer mure.
solche frühwarnsysteme machen nur in unbewaldetem gebiet überhaupt sinn. alles andere ist praktisch nicht machbar. wer traut sich da schon drüber, wenn nachher die gesamte haftung an ihm pickt?
hänge sind praktisch immer in bewegung, manchmal mehr, manchmal weniger. ab wann warnen sie?
geld lieber dazu verwenden, die leute aus gefährdeten zonen abzusiedeln. sonst muss noch oft geweint, gelitten und geholfen werden.
Es würde schon reichen wenn man aufhören würde Baugenehmigungen für Gebiete zu erteilen, die offensichtlich ungeeignet sind dort Häuser zu errichten.
Tatsache ist aber: Die Menschen sind an ihrem Privileg interessiert zu bauen wo sie gerade lustig sind, und die Bürgermeister und Gemeinderäte an ihrer Wiederwahl. Da kann dann der Wildwasser und Hochwasserexperte von der Boku noch soviele Papers veröffentlichen und vor diesem Schwachsinn warnen, das wird als "gstudiertngred" abgetan und ignoriert.
Wenn dann die Menschen sich aufregen, dass sie in einem Gefahrengebiet ein Hochwasser erwischt, und die Schuld bei denen suchen die sie Jahre zuvor bereits gewarnt HABEN das es dort nicht sicher ist...Selbst Schuld, kein Mitleid.
ehemalige Überschwemmungsgebiete und Retentionsflächen umgewidmet und verbaut.
Durch Prüfberichte weiß man, das diese Gebiete zwar "nur" alle 20-30 Jahre überschwemmt werden, aber man weiß es und gebaut wird trotzdem.
die trendwende ist schon vollzogen. es hat gedauert, aber es wird einiges getan. auch gegen den willen von einwohnern und bürgermeistern.
http://derstandard.at/plink/134... id27125136
http://derstandard.at/plink/134... id27125136
bei verkehrswertgutachten werden in der regel bereits die gefahrenzonenpläne berücksichtigt. zumindest von "guten" gutachtern.
wenn die Häuser keinen Keller haben und auf einem Sockel stehen. Das Haus meiner Oma steht auch in einem Überschwemmungsgebiet. Die Unterkante der Eingangstüre ist 1,5m über der Erdoberfläche, die Terrasse + Garage ist auch auf selber Ebene. Darf einen eben nicht stören, einen kleinen Hügel hinaufzugehen/fahren, dafür ist man sicher vor dem Hochwasser.
Die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Verschmelzung zwei Sterne oder Planeten zusammenstoßen, ist nur unwesentlich höher als 0.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitteleuropäer in Mitteleuropa von einem Python verschluckt wird, ist um Größenordnungen höher!
die nicht weiss wovon sie schreibt...
1) Die WLV ist eine Bundeseinrichtung die überall in Österreich tätig ist. Europaweit stehen wir mit der WLV sogar an der Weltspitze was Kompetenz anlangt.
Das größte Hauptproblem der WLV war seit Jahrzehnten die Nichteinhaltung der Flächenwidmungspläne diverser Tourismusbürgermeister.
2) Monokulturen mögen manchen ökologischen negativen Effekt haben, die Schutzwirkung beeinflußen sie allerdings kaum. Zudem ist in vielen Schutzwaldgebieten der montane Fichenwald (der wie der Name schon sagt hauptsächlich von Fichte und wenigen Begleitbaumarten gebildet wird) eine natürliche Ausprägung. Und selbst auf Kahlschlägen haben die Wurzeln von Stöcken noch einige Zeit eine stabilisierende Wirkung.
Ja, vielleicht, so lange sie gesund sind. Monokulturen sind aber weit anfälliger auf Schädlinge und Umwelteinflüsse.
Dazu kommt noch, dass das Unterholz fehlt (weil man ja mit'm Traktor überall hin will) und Fichten Flachwurzler sind.
Extremfall: Wir haben jetzt ein Gewitter mit Sturmböen. Die Flachwurzler haut's um, das Holz fällt in den Bach und verursacht eine Verklausung, die die folgenden starken Regenfälle aufstaut. Und fertig ist die Katastrophe, die in diesem Fall der Monokultur "gehört".
"Das größte Hauptproblem der WLV war seit Jahrzehnten die Nichteinhaltung der Flächenwidmungspläne diverser Tourismusbürgermeister. "
Das ist so richtig, dass man es zitieren muss obwohls direkt drüber steht. Könnt ich deinen Post grün anpinseln, ich würds tun.
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