Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Klares Wasser, undurchsichtige Verhältnisse: Wie die Paracels sind auch die Spratlys umstritten.
vergrößern 500x501Peking/Hanoi/Manila/Wien - Sturmwellen des schnell eskalierenden Konflikts im Südchinesischen Meer erreichten dieser Tage auch den Minoritenplatz in Wien. Die vietnamesische Regierung ließ im österreichischen Außenamt ein Memorandum hinterlegen, das die Position Hanois in der Frage noch einmal klarstellte: Die Volksrepublik China verstoße im Südchinesischen Meer gegen Souveränitätsrechte Vietnams und die UN-Seerechtskonvention. Vor allem die internationale Ausschreibung der China National Offshore Oil Corporation für neun Öl- und Gasblöcke in der Region bringt Hanoi auf, weil sich diese mit vietnamesischen Feldern teilweise überschneiden: "All das ist genau geplant, um die internationale Reaktion darauf zu testen, speziell jene der USA und der Asean-Staaten."
Erst am Freitag war ein Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft in Kambodscha ohne eine Schlusserklärung zu Ende gegangen - ein einmaliger Vorgang in 45 Jahren Asean. Die Zehnstaatenallianz konnte sich auf keine gemeinsame Position gegenüber China in dem maritimen Territorialstreit einigen. Man habe nicht "Öl ins Feuer gießen" wollen, versuchte Kambodschas Außenminister Hor Namhong die Blamage zu erklären.
Soldaten verlegt
Das Feuer hielt indes Peking am Lodern: Am Sonntag entschied die chinesische Zentrale Militärkommission, Soldaten in die Kleinstadt Sansha zu verlegen und dort eine Garnison aufzubauen. Sansha liegt auf Woody Island, einer Insel der Paracel-Gruppe, die von Peking 1974 übernommen wurde und auf die sowohl Vietnam als auch Taiwan Anspruch erheben.
Am Montag reagierten schließlich auch die Philippinen auf die chinesische Machtdemonstration: Präsident Benigno Aquino forderte, dass Peking die Rechte seines Landes in der Region respektieren müsse: "Wenn jemand deinen Garten betritt und sagt, er besitze ihn ab nun, würdest du das erlauben?", fragte der Präsident rhetorisch. Manila liegt mit Peking wegen des Scarborough-Riffs im Clinch, in dessen Umkreis reiche Energieressourcen vermutet werden. Wie Hanoi im Falle der Paracels argumentieren die Philippinen, dass das Riff zu ihrer Wirtschaftszone gehört, die 200 Meilen nach der Küstenlinie endet.
Fregatte und Hubschrauber
Rund 1,8 Milliarden Dollar will Aquino nun in die Modernisierung der Streitkräfte stecken. Damit soll eine überholte Fregatte angeschafft werden sowie C-130-Transportflugzeuge, Kampfhubschrauber und Kommunikationssysteme. "Es geht nicht darum, einen Krieg zu beginnen. Es geht auch nicht darum, auf starken Mann zu machen. Es geht um die Erhaltung des Friedens und unsere Fähigkeit, uns selbst zu verteidigen", sagte Aquino. China und die Philippinen sind bereits mehrfach auf See aneinandergeraten.
Vergangenes Jahr haben die USA erklärt, sie würden nun - politisch und auch militärisch - mehr auf die pazifische Region achten. Damit haben sie auch ihren Alliierten in der Region den Rücken gestärkt, sogar mit dem einst verfeindeten Vietnam fuhren die Amerikaner unlängst Seemanöver. Im Südchinesischen Meer insgesamt sollen Lagerstätten mit 23 bis 30 Milliarden Tonnen Öl und bis zu 16 Billionen Kubikmeter Erdgas liegen, ein Drittel aller bisher bekannten Vorräte Chinas. (Christoph Prantner, DER STANDARD, 24.7.2012)
Armee geht gegen Rebellengruppe Abu Sayyaf vor
Rund 18.000 Mandate auf verschiedenen Ebenen zu vergeben
Wahlkampf bereits wiederholt von Gewalt überschattet
Kidnapper hatten Lösegeld verlangt
Arroyo wegen Plünderung der Staatslotterien vor Gericht
EU-Außenbeauftragte Ashton sichert Unterstützung für Mindanao zu
Die Philippinen haben ein Friedensabkommen mit der größten islamischen Separatistengruppe angekündigt. Das Abkommen soll der Schlussstrich unter den 40-jährigen Konflikt sein.
Attacke galt Militärposten
Sohn der einflussreichen Täterfamilie verhaftet
Mitarbeiter von Jesse Robredo überlebte
Schicksal von Jesse Robredo ist noch ungewiss
Kämpfer sprengten Brücke, überrannten Armeeposten und schnitten elektrische Kabel mit Kettensägen durch
Schon davor Terroranschläge islamistischer Extremisten
Ermittler: Ustadz Ahmadsali Asmad Badron auf den abgelegenen Tawi-Tawi-Inseln aufgegriffen
In der Region geht es um Fischereirechte, aber vor allem um Öl- und Gaslagerstätten, für die China kompromisslos zu kämpfen bereit ist
Hunderte in Manila auf der Straße - China fordert seine Bürger auf den Philippinen auf, Häuser nicht zu verlassen
Bisher hatten sich die Chinesen einigermaßen in Zurückhaltung geübt, vor allem um die Amerikaner nicht noch mehr in der Region zu involvieren - von Christoph Prantner
...die USA haben erklärt, sie würden nun - politisch und auch militärisch - mehr auf die pazifische Region achten.
Was ein "Normalsterblicher" nicht weiß !? ...siehe Link unten:
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-... 230712.pdf
Der Streit um die Paracel- und Spratly-Inseln im südchinesischen Meer ist alt. Doch China will jetzt mehr Einfluss nehmen – und macht ein Dorf zur Präfektur.
http://www.zeit.de/politik/a... id-2205693
Wenn man einfach ein Naturschutzgebiet im besagten Gebiet errichten würde, wäre es sicherlich bald ruhig. Dann will keiner mehr für den Erhalt zahlen. Es will sowieso jeder nur die Erde ausbeuten. Um das Land geht es vermutlich nur am Rande.
Also Abseits des ganzen USA vs China bla bla
Kann man sowohl historisch wie auch kulturell den Anspruchs Chinas verstehen.
Es ist ja bekannt, dass die Bevölkerung auf diesen Insel sich zum Grossteil als Chinesich betrachtet und auch viele dort die Sprache sprechen bzw. eine Art des alten Taiwan Dialekts.
Lediglich die USA sahen das damals anders...wie so oft- völlig verzerrte Gebeitseinteilung durch US Politik nach den Kriegen.
Ahaha einfach geil dieses Forum, für hier bekommt man alles rot, wenn ein paar Experten lustig sind.
Bin sicher, dass mir die Herrschaften das auch erklären können und sie sich auch schon selber auf diesen Gewässern unterwegs waren..Dort fischen/leben seit Menschen-Gedenken fast nur Chinesen.
Das interessiert selbst in China kein Schwein und wohl auch den USA ist es de facto egal. Kleine Machtspielchen.
De facto wollen die Chinesen die US Amerikaner nicht mehr vor ihrere Hasutür herumfahren sehen, was ja auch irgendwie verständlich ist...
Also wenn ich mir die zur Verfügung gestellte Karte anschaue kann ich mir den eingezeichneten Gebietsanspruch von China wirklich nicht erklären - Das Große Öl/Gasfeld ist doch deutlich zwischen Borneo und Vietnam und weit weg von China - Ich kenne die Geologie dort nicht aber da geht doch nichtmal mehr die Ausrede "Festlandsockel" durch
Ist nicht so unverständlich, die meisten Staaten berufen sich auf die Seerechtskonvention und beanspruchen die Inseln die vom Festland gesehen in selbiger Zone liegen... China beruft sich darauf, das die Inseln integraler Bestandteil Chinas sind und daher die die Zone der Seerechtskonvention von den Inseln weg gerechnet werden muss. Die Philippinen nutzen im übrigen auch eine ihrer Inseln als Ausgangszone für Berechnung der Zone gemäß Seerechtskonvention. Die Karte lässt im übrigen ebenfalls außer acht, das auch die Republik China Anspruch auf die Inseln erhebt. Sie die RC kontrolliert ein paar Inseln, beruft sich darauf, dass es integraler Bestandteil Chinas sei allerdings nicht durch die VRC eingenommen und damit weiter Teil der RC sei.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.