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Lytham and St. Annes - Das Mitgefühl für Adam Scott war ehrlich. "Ich hoffe, dass mein guter Freund Scottie sich die Niederlage nicht so sehr zu Herzen nimmt, wie ich es viele Mal getan habe", sagte Ernie Els nach seinem zweiten Triumph bei den British Open nach 2002.
Mit einem Schlag Vorsprung auf den lange Zeit führenden Australier Scott (274) schaffte der 42-jährige Südafrikaner ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback im Profigolf. Els, der schon 1994 und 1997 mit seinen Siegen bei den US Open für Furore sorgte, lernte auch die Schattenseiten seines Jobs kennen. "Noch im März habe ich wie ein absoluter Dummkopf ausgesehen", sagte Els. "Leute haben mich ausgelacht und über meine Putts gescherzt. Ich hatte kein Vertrauen in meine Schläge mehr."
Els stellte sein Spiel um, seine Bemühungen wurden mit der Siegestrophäe, einer silbernen Rotweinkanne (Claret Jug), und mit 1,135 Millionen Euro Preisgeld belohnt. "The Big Easy", wie der Südafrikaner aufgrund seines eleganten Golfschwunges genannt wird, bedankte sich auch bei Nelson Mandela. "Ich bin in der Ära der Apartheid aufgewachsen, nach dem Wechsel in die Demokratie war Präsident Mandela da. Dann war ich der Erste, der ein Major gewinnen konnte. Mandela inspirierte mich, er hat in meinem Leben viel Bedeutung."
Die hat für Els auch sein autistischer Sohn Ben. Der Neunjährige hatte seine Runden in Royal Lytham and St. Annes vor dem Fernseher verfolgt. Ben war auch der Grund, weshalb der Sieger die "Els für Autismus" -Stiftung gründete. Els: "Ich kann mein Privatleben heute gut von meinem Golferleben trennen." (krud; DER STANDARD; 27.4.2012)
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