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Eine internationale Expertengruppe fordert eine frühe medikamentöse Therapie für alle mit dem HI-Virus Infizierten. HIV-infizierte Erwachsene sollten von Anfang an mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden und nicht erst, wenn ihr Immunsystem bereits geschwächt sei, verlangte das Gremium der International Antiviral Society am Sonntag zu Beginn der internationalen Aids-Konferenz in Washington. Neue Studien hätten gezeigt, dass HIV-Infizierte auf diese Weise seltener an anderen Komplikationen erkrankten und ihre Partner seltener ansteckten.
Keine "wissenschaftliche Ausrede" mehr für Nichtstun
"Die geforderten Richtlinien sind ehrgeizig", räumte Aids-Forscherin Melanie Thompson ein. Doch könnten sie eindeutig helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig setzte sie sich für mehr Investitionen in die Früherkennung von Infektionen und bessere Behandlung von Patienten weltweit ein. "Meine Botschaft an die Politik ist: Investiert in den Kampf gegen die Epidemie, er rettet Leben", sagte auch die Co-Vorsitzende der Konferenz, Diane Havlir.
25.000 Forscher, Politiker, Aktivisten und Betroffene aus 190 Ländern beraten bis Freitag über den Kampf gegen Aids. Zu Beginn der Konferenz lobten sie die Fortschritte bei der Eindämmung der Epidemie, der in drei Jahrzehnten 30 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Gleichzeitig mahnten sie, die Chance, die sich durch die Wissenschaft biete, durch mangelnden politischen Einsatz nicht zu verspielen. 31 Jahre nach dem ersten Toten gebe es keine "wissenschaftliche Ausrede" mehr für Nichtstun, sagte der Chef des US-Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci. (APA, 23.7.2012)
Entgegen den Behauptungen stagniert die Zahl der HIV-Infektionen in Österreich - 2012 gab es 525 neue Diagnosen
Aidsforscher Carl Dieffenbach weist auf ein neues Präparat hin, das 2014 in Afrika getestet werden soll
Zwar halten Medikamente das tödliche Virus mittlerweile in Schach, doch Heilung ist nicht in Aussicht - Penible Überwachung, neue Studien zu Resistenzen und Forschung sind wichtiger, denn je zuvor
Die Schweizer Kommission für sexuelle Gesundheit zweifelt an der Qualität der übers Internet erhältlichen HIV-Tests für zuhause
Indonesiens Regierung befürchtet eine HIV-Epidemie - Doch der Kampf gegen Aids kollidiert mit den Moralvorstellungen im größten muslimischen Land
Kanadische Forscherin sieht in HIV-Selbsttests ein taugliches Mittel, um die Verbreitung von HI-Viren einzudämmen
Erstmals Hoffnung auf deutliche Reduktion von Neuinfektionen - Hälfte der Betroffenen in Entwicklungsländern bekommt Therapie - Kritik von "Ärzte ohne Grenzen"
Bei einzelnen Patienten ist das HI-Virus sieben Jahre nach Beendigung der Therapie zwar nicht vollkommen verschwunden, doch die Anzahl der Viren so gering, dass sie der Körper in Schach halten kann
Die HIV-Ambulanz im Wiener AKH betreut 1100 Patienten. "Bei uns hier geht es sehr familiär zu", sagt einer von ihnen. Gemeinsam halten Ärzte, Pflegende und HIV-Infizierte das Virus in Schach
Darf man teure HIV-Medikamente in Regionen testen, die sich das Produkt später nicht leisten können? Das Thema beschäftigt weltweit führende Experten
Clemens Kriz ist Aids-Seelsorger der Erzdiözese Wien. Er berichtet über seine Arbeit mit Betroffenen und von den Anfängen, als Aids noch ein Todesurteil war
Eine internationale Studie konnte klären, wie HIV mit Hilfe eines bestimmten Eiweißes unbeschadet in Dendritische Immunzellen gelangt und so den Krankheitsverlauf beschleunigt
Anstieg der HIV-Infektionen zeichnet sich ab - Das Virus ist in der heterosexuellen Bevölkerung gelandet - Neue Info- und Beratungsaktivitäten
Nur ein Drittel erhält benötigte Therapie - Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung entscheidend
HIV-Positive sollten auf jeden Fall eine Behandlung bekommen, wenn der Partner nicht infiziert ist
Wissenschaftler der MedUni Innsbruck ist es gelungen, einen Wirkstoff so zu verbessern, dass kaum Resistenzen und Immunantworten entstehen
Bei HIV-positiven Personen hat sich das Spektrum der Komplikationen wie auch der möglichen Todesursachen in den letzten Jahren geändert
Dramatische Ausbreitung von Hepatitis C unter homosexuellen HIV-Patienten - Vorsicht weiterhin geboten trotz immer besserer Medikamente
Anzahl der Aids-Fälle und der Todesfälle ist in vergangenen Jahren dank antiretroviraler Therapie massiv abgesunken
Wer heute in Deutschland oder Österreich an AIDS erkrankt, hat gute Chancen ohne allzu starke Beeinträchtigung lange zu leben
HIV-Betroffene führen ein Doppelleben und verheimlichen ihre Krankheit - Wanderausstellung veranschaulicht die Problematik
Befunde können eingegeben werden - Erinnerung zur Arzneimitteleinnahme per "Tagebuch"
Wiener Aids-Expertin Brigitte Schmied: Positive Signale aus Regierungskreisen
Die Veranstalter sprachen von 25.000 Demonstranten, die Polizei von 9.000 - Höhepunkt war Abschlusskundgebung mit Annie Lennox - Eine Ansichtssache
Langfristig macht es es keinen großen Unterschied für die Einnahmen für die Pharmainsutrie ob 30 oder 35 Jahre lang behandelt wird.
Endes des Jahrzehnts werden Generika auch bei uns bereits ein große Rolle spielen.
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