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Zubin Mehta gastiert in Salzburg mit dem Israel Philharmonic Orchestra.
Es ist gar nicht so lange her, da feierte Dirigent Zubin Mehta in Salzburg einen berechtigten Erfolg. Bei den Salzburger Osterfestspielen setzte er mit den sich aus Salzburg verabschiedenden Berliner Philharmonikern Bruckners Achte Symphonie so opulent wie klar und intensiv um. Nun ist Mehta wieder da, und zwar für ganze drei Konzerte, die er mit dem Israel Philharmonic Orchestra bestreitet.
Es geht dabei natürlich um das "normale" Repertoire, aus dem Mehta Mahlers Kindertotenlieder (mit Thomas Hampson) wie auch Bruckners Te Deum und die Siebente Symphonie wählt. Auch das 5. Klavierkonzert von Beethoven ist dabei (mit Rudolf Buchbinder). Da dies alles aber in der neuen Reihe "Ouverture spirituelle" stattfindet und da diese Reihe neben dem Christentum auch die spirituelle Seite des Judentums thematisiert, hört man auch Ernest Blochs Avodath Hakodesh und Noam Sheriffs Mechaye Hametim, ein Werk, bei dem Solisten, zwei Chöre und Orchester eine Musik umsetzen, die sich traditioneller jüdischer Stilistik Osteuropas sowie altorientalischer jüdischer Themen bedient.
Mehta, 1936 in Mumbai geboren und Parse, ist dem Israel Philharmonic Orchester seit vielen Jahren verbunden. Einst, 1969, wurde er musikalischer Berater des Klangkörpers, 1977 ernannte man ihn zum Chefdirigenten; und 1981 festigte man die Verbindung, indem man Mehta zum Musikdirektor auf Lebenszeit erkor. Auch demonstrierte Mehta seine Solidarität mit dem Staat Israel durch seine Anwesenheit in Phasen, da sich die Bedrohungssituation zugespitzt hatte. Klanglich ist Mehta mit Wien verbunden, einst hat er den philharmonischen Sound als "Offenbarung" erlebt. "Dieser Klang ist nie mehr aus meinem Ohr verschwunden. Den habe ich versucht zu erzeugen, egal, wo ich später war." (tos, DER STANDARD, 24.7.2012)
24. Juli, Felsenreitschule, 20.30; 25. Juli, Großes Festspielhaus, 20. 30; 26. Juli, Gr. Festspielhaus, 20.30
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