Nielsen-Bericht: Weltweite Werbeausgaben legten im ersten Quartal weiter zu

23. Juli 2012, 15:43
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Anstieg gegenüber Vorjahreszeitraum betrug 3,1 Prozent - Rückgänge nur in Europa

Wien/Hamburg - Die weltweiten Werbeausgaben haben heuer im ersten Quartal weiter zugelegt. Der Zuwachs gegenüber der Vorjahresperiode erreichte 3,1 Prozent auf 128 Milliarden Dollar, umgerechnet rund 105 Milliarden Euro, wie aus der aktuellen Nielsen-Untersuchung "Global AdView Pulse" hervorgeht. Die einzige Region mit einem Rückgang war Europa - mit einem Minus von 1,4 Prozent. Die von der Rezession am stärksten betroffenen Länder hätten die höchsten Einbußen erlitten, teilte die deutsche Nielsen Media Research GmbH am Montag mit.

Überproportional gewachsen sind dafür die Werbeausgaben in den Schwellenländern. Im Mittleren Osten und in Afrika betrug der Zuwachs 23,3 Prozent. Ägypten wies ein Plus von 67 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres aus, das vom Arabischen Frühling geprägt war. Auch in Lateinamerika kletterten die Ausgaben um 9,6 Prozent beträchtlich.

Weniger dynamisch war das Wachstum des Werbevolumens im asiatisch-pazifischen Raum. Nach den hohen Zuwachsraten der vergangenen Jahre gab es dort nur noch ein kleines Plus von 1,7 Prozent. In Nordamerika erhöhten sich die Werbeausgaben um 2,1 Prozent.

Höchste Zuwächse für Internet-Werbung

Fast alle Mediengruppen profitierten laut Nielsen von den höheren Werbeausgaben - eine Ausnahme bildeten lediglich Zeitschriften und Magazine (minus 1,4 Prozent). Die höchsten Zuwächse gab es bei der Werbung im Internet (plus 12,1 Prozent), gefolgt vom Radio (plus 7,9 Prozent). Die Mehrheit der Ausgaben fließt allerdings in die Fernsehwerbung, die ein Plus von 2,8 Prozent auswies.

Ihre Ausgaben am kräftigsten gesteigert haben der Handel (plus 10,8 Prozent) und die Telekommunikationsbranche (plus 7,8 Prozent). Rückläufige Investitionen im Kampf um die Verbrauchergunst gab es im ersten Quartal bei Gebrauchsgütern (Haushaltsgeräten, Möbel und Dekoration, Informationstechnologie) sowie Industrie und Dienstleistungen (Unternehmensservices, Immobilien, Institutionen, Energie und Wasser). Diese Sektoren stellen mehr als 16 Prozent aller Werbeausgaben. (APA, 23.7.2012)

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