Billigere Milchprodukte erzeugen mehr Druck

23. Juli 2012, 15:13

Die Preise für Milchprodukte in Österreich fallen, der Milchmarkt in Österreich gerät noch mehr unter Druck

Wien - Die Preise für Milchprodukte in Österreich beginnen zu bröckeln. Der Diskontriese Hofer senkte als erste Kette die Preise für Topfen, Sauerrahm, sowie länger haltbares Schlagobers beziehungsweise Vollmilch um vier bis zehn Cent, geht aus Inseraten hervor. Auch Spar Österreich AG und die Rewe Group AG ziehen bei manchen Produkten nach. Bei Spar werden einige Milchwaren der Eigenmarke "Spar" um vier bis zehn Cent günstiger, bei den Rewe-Geschäften Billa, Merkur, Suterlüty und Adeg einige "Clever"-Milchprodukte im selben Ausmaß."

Milchmarkt unter Druck

Der Milchmarkt ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten", sagte Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM). "Wenn der Druck auf die Molkereien weiter steigt, wird es letztendlich auch für die Bauern schwieriger werden; 2011 halbierte sich das Ergebnis der Molkereien bereits nahezu, weil die Preise teilweise nicht verdient wurden", erklärte Petschar.

Der Butterpreis fiel in Österreich vor wenigen Monaten schon flächendeckend um 20 Cent pro 250 Gramm, so Petschar. Bei der Frischmilch ist es noch nicht so weit. "Österreich ist nach Deutschland auch das günstigste Land bei Frischmilch. In Italien kostet ein Liter um 20 bis 30 Cent mehr als bei uns; auch in Slowenien, Ungarn, Tschechien ist die Milch teurer."

Bauernmilchpreise gesunken

Die Bauernmilchpreise seien in den vergangen Wochen in Österreich bereits gesunken: Derzeit erhalten die heimischen Milchbauern zwischen 34 und 36 Cent brutto pro Liter Milch. "Und bei uns darf man nicht vergessen, dass wir eine andere Topographie als zum Beispiel Deutschland haben und daher die Logistik aufwendiger ist. Auch hat Österreich die strengsten Lebensmittel und Tierschutzgesetze", so der VÖM-Präsident und Chef der Kärntner Milch mit Sitz in Spittal an der Drau.

In Deutschland senkte Aldi in der vergangenen Woche und die Billig-Supermarktkette Norma am (heutigen) Montag Preise für Milchprodukte, meldete die Nachrichtenagentur AFP. So verbilligte sich etwa Mozzarella bei Norma um 6 auf 49 Cent; auch Joghurt wurde um 6 Cent günstiger. Grund seien niedrigere Kosten im Einkauf.

Bei Hofer in Österreich wurde Speisetopfen von 75 auf 69 Cent gesenkt, Magertopfen von 65 auf 59 Cent, Länger haltbares Schlagobers von 95 auf 85 Cent, Sauerrahm von 59 auf 55 Cent und länger haltbare Vollmilch von 95 auf 89 Cent. Käse hält derzeit also - abgesehen von Aktionen - noch seinen Preis; genau so wie Eiscreme. (APA, 23.7.2012)

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Salzburger, Milchpreise - Zeitraum - keine Einschränkung,dann müssten sie es finden, sie haben sogar dazu gepostet

geiz ist GEIL!

oder wie war das?
4 cent kosten reduziert = 8 cent weniger für die bauern?

Ich habe nichts zu verschenken, sollen die jammernden Bauern anfangen zu arbeiten. Was wollen die eigentlich noch? Die Wissen doch einen Sch... wie es da draußen in der freien Wirtschaft zugeht in ihrer geschützten und hoch subventionierten Stätte.

Wir müssen für unser Geld arbeiten und ein abgezahltes großes Haus mit min 2. Autos in der Einfahrt sind keine Selbstverständlichkeit für uns. Wir müssen auch Steuern bezahlen, auf unsere Arbeit und auf Kraftstoff - das sind vielleicht Neuigkeiten für die fetten Bauern aber so funktioniert die wahre Welt. Wir besitzen auch nicht mehrere Hundetausende Euros Wert an Grund und Boden. Uns wird auch nichts in den aller wertesten geschoben von Gemeinde, Land, Bund und der EU.

Hallo, runter vom Gas, bin bei ihnen, wenn es um die Großen geht, da trifft es zu, aber schauen sie sich die normalen Bauern in Österreich an,

Steuer brauchen sie keine zahlen, da sowieso Niedrigstlohn, wieso glauben sie, sind die Pensionen die niedrigsten von allen, sie haben nicht einmal einen Arbeiterlohn zum leben - sie wollen sicher auch nicht mit ÖGB-Bonzen, oder dergleichen verlichen werden, Haus und Hof sind fast nicht zu erhalten bei diesen Produktpreisen und beißen sie in den Boden - sie werden nichts anderes als Erde im Mund haben, sollte ein Bauer nicht im Ort sein, man kann nichts verkaufen - nur wenn sichs nicht mehr ausgeht, kommt die Bank -

Komisch

Sollte nicht bei fallenden Preisen die angebotene Menge reduziert werden?

Dann muss halt der ein oder andere Bauer seine Kühe verkaufen und etwas anderes halten oder anbauen....... simple oder

Die Menge reduzieren, wenn man die Kühe verkauft.

"Verkaufen" impliziert, dass die Kühe jemand kauft, oder?

Wie reduziert sich also die Menge, wenn jemand Kühe verkauft?

Die Ökonomie landwirtschaftlicher Erzeugnisse ist doch etwas komplexer - und übrigens spätestens seit David Riccardo (das war im 18. Jhd!) in der Ökonomie auch separat betrachtet

Das passiert ja ohnehin. Und ist auch die völlig richtige Reaktion. Aber einige Bauern können es einfach nicht lassen das noch mit einem riesigen Lärm und diversen Drohungen "ihr werdet schon sehen, wenn wir weg sind, werdet ihr alle vergiftet .... " zu begleiten. Besonders jene, die immer schreien sie bräuchten 70 Cent pro Liter Milch und dann interessanterweise auch um 30 oder 25 liefern.

Lassen wir diesen Bauern die Freude. Wer jeden Tag Geld verbrennt, der ist ohnehin nicht zu beneiden und wer dann auch noch alles falsch macht und zu Demonstrieren anfängt, anstatt den unrentablen Bereich im Betrieb zu schließen oder rentabel zu machen, dem ist eh nicht zu helfen.

ja, der Bauernbund hat über 50 Cent berechnet - ab 2015 geht es wie in der Schweiz - wieso funktioniert es bei Zucker und Wein, achja, da haben die Parteigranden die Finger im Spiel -

und Hubert von Goisern singt genau dieses Lied vom verbrennen, aber da sind sie ja dabei und verdienen sicher kein schlechtes Geld damit

Leider steht die IG-Milch schon wieder auf der falschen Seite. Der Trend geht weg von Lösungen wie bei Zucker und Wein, hin zu mehr unternehmerischer Freiheit.
Es ist recht dumm, zu fordern dass die Politik nicht die Mengen beschränken möge, wenn die doch eindeutig die Milchquote abgeschafft hat.

Wirtschaftlich gewinnen kann man dann, wenn man sich möglichst früh auf neue Entwicklungen einstellt. Was diese IG-Realitätsverweigerer da machen ist genau das Gegenteil. Diese Bauern werden untergehen. Glücklicherweise freut sich der Rest über so viel Dummheit. Die Lebensmittelproduktion ist also gesichert.

wenn die IG- mit dieser Politik von Falschheit und nur für Große nicht eine andere Meinung hätte, wäre sie gar nicht gegründet worden - diesen Verein gibt es nur,

da sie nicht mit der jetztigen falschen Politik mitschwimmen, in der Schweiz haben wir ja das Beispiel und die können überhaupt nicht verstehen, dass aus ihrem Deasaster nicht gelernt wird - unser Bauern wollen auch auf den Mund fallen - bitteschön

Sie sollten im Archiv von www.landwirt.com/forum ein bisschen nachlesen........was da in der Wolle gefärbte IG-Sympathisanten ab 2006 von sich gegeben haben. Naja, etliche davon liest man inzwischen nicht mehr.

bitte nicht so zimperlich, wir erleben es jetzt immer wieder, wie die anderen mit uns umgehen - um nichts besser - nicht nur die anderen anpranger auch

selbst vor der Türe kehren - gleicht sich aus

Was die Kämpfer für den Milchstreik in diesem Bauern-Forum da von sich gegeben haben, ist einfach nur primitiv.

primitiv ist für mich zu glauben immer allwissend zu sein

Das behauptet hier ja auch niemand.

Aber mir fallen das solche Meldungen ein wie "Wer die Milch hat, hat die Macht" oder zu Zeiten des Milchstriks: "Gemeinde .... trockengelegt".
Das kann aber dort eh jeder selber nachlesen.

Aktionen wie irgendwo vor einem staatlichen Gebäude eine Fuhre Mist abladen sind einfach nur primitiv und erwecken den Eindruck, diese Bauern wären alle nur ungebildete Dorftrottel.
Das dient der Sache nicht.

sie wissen es immer noch, auch in der Werbung wird sowas angewandt - also ein Erfolg - die Riesentrotteln sitzen schon vorne und cashen ab

Ja, aber die Sprüche sollten doch halbwegs einen Bezug zur Realität haben. Und wer darauf hereinfällt, ist natürlich selber schuld.
Freie Milch dürfte so ein Reinfaller gewesen sein.

Und wer nimmt jemanden ernst der ander als Trotteln bezeichnet?

das müssen aber schon den Salzburger schreiben - sein Wortschatz

Wenn ich was dazu sagen darf: Einen Bauern, der zu einer Zeit wo die Milch den höchsten Preis hat, diese anstatt zu verkaufen wegschüttet und gleichzeitig jammert dass er zu wenig verdient, den erlaube ich mir als Trottel zu bezeichnen.

Das Schatzkästlein der Worte ist aber bei manchen anderen noch besser gefüllt..........wenn ich mir so ansehe welche Bezeichnungen da oft für jene fallen welche halt nicht der gleichen Mein7ung anhängen.

Nun, man braucht sich ja nur ansehen wenn sie posten welche...."die da oben", Molkereidirektoren usw. sind. Sie kommen auch ohne kapitale Kraftausdrücke aus...und jeder verstehts..;-)

So kann man das natürlich auch sehen.......;-). Nur auch in jener Gruppierung welche Sie ja sehr schätzen, gibt es welche die "oben" sind. Wie schaut es da mit Dreck und Stecken aus?

Aha, so ist das also.......ob aber an solchen welche sich da in was reingallopieren und denen treu so manche folgen(Sie auch?) wenn sie für ihre Gefolgsleute noch weniger raushauen als jene welche da nach Ihren Aussagen Dreck am Stecken haben, sich mit Ruhm im Ehrenamt bekleckern, das ist schon die Frage.

da fließt kein Geld - also auch keinen Dreck - ehrenamtlich

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