"FIFA 13" angespielt: Realistischer mit Schiri-Beschimpfung

Zsolt Wilhelm
24. Juli 2012, 11:59

Der GameStandard hat EAs authentischstem Fußballspiel bisher auf den Zahn gefühlt

"One of the great things about football is that it is unpredictable." Jose Mourinho hat es auf den Punkt gebracht: Die Unvorhersehbarkeit macht einen großen Teil der Spannung eines Fußballmatsches aus. Und sie ist der Grund, weshalb man es als Zuschauer nicht wagt, vor dem Schlusspfiff abzudrehen. Diese Unvorhersehbarkeit hat sich das Team von EA Sports zur zentralen Aufgabe für die diesjährige Ausgabe ihres Fußballspiels gemacht. "FIFA 13" soll sich dadurch realistischer anfühlen und die Starrheit des virtuellen Fußballspiels auflockern.

Dynamische Ballannahme

Dies bewerkstelligen soll eine neues Gameplay-Feature namens "First-Touch Control". In "FIFA 13" klebt der Ball erstmals nicht mehr wie eine schwer abschüttelbare Fliege am Fuß des Spielers, sondern wird dynamisch angenommen und weiterverarbeitet. Wie am realen Leben kann der Ball schon einmal abspringen oder aus der Luft mit der Brust übernommen werden. Das kann sich sowohl zum Vorteil auswirken, wenn man so glücklicherweise einen hereingrätschenden Kontrahenten überlupfen kann oder zum Nachteil, wenn ein stark geschossener Ball vom Schienbein zum Gegner springt.

Das mag neben Neuerungen wie einem umfangreicheren Karrieremodus oder komplett neuen Skill-Games wie eine kleinere Änderung klingen. Doch im Spiel wirkt sich diese vermeintlich winzige Injektion Zufall dramatisch aus. Nach wie vor hat man das Gefühl, die Kontrolle über seine Mannschaft zu haben, doch Zweikämpfe werden interessanter und der Spielaufbau spontaner. Es erschwert routinierten Spielern stur ihre Taktiken abzuarbeiten und eröffnet Anfängern auch bei überlegenen Gegnern die ein oder andere Chance.

Vorausdenker

Der Federstrich Zufall geht einher mit intelligenteren Computer-Spielern. Um komplexere Spielzüge antizipieren zu können, sollen die Mitstreiter den Entwicklern nach nun einige Pässe vorausdenken. Wie viele Pässe das wirklich sind, ließ sich nach einigen Probematches nur schwer ausmachen. Aber tatsächlich zeigen Teamkameraden nun öfters Freiräume für Steilpässe an und stellen sich besser frei. Dennoch gibt es weiterhin Situationen, in denen man flankierend verzweifelt nach Anspielstationen im 16er sucht. Unter dem Strich bewirken aber allein diese zwei genannten Gameplay-Änderungen eines: Tore können in "FIFA 13" aus unterschiedlichsten Situationen fallen.

Trainingsspiele

Um die vielen Tricks und Feinheiten der digitalen Ballbeherrschung zu erlernen, hat sich EA für diese Saison Segas "Virtua Tennis"-Serie zum Vorbild genommen und so genannte Skill Games implementiert. In diesen Bewerben lernt man Freistöße an Mauern vorbeizuzirkeln, präzise Flanken zu schießen oder auf engstem Raum zu dribbeln. Drei Schwierigkeitsgrade für jede der unzähligen Aufgaben sorgen dafür, dass auch Fortgeschrittene auf längere Sicht etwas zum Nagen haben. Die Mini-Games schaffen es, einem die Komplexität spielend beizubringen, ohne einen zu verspielten Eindruck zu machen. Gigantische Badeenten und Obst muss man in "FIFA" auch künftig nicht besiegen.

Internationale Karriere

Sein neu erlerntes Können am besten auf die Probe stellen kann man entweder gegen menschliche Gegner oder im ausgeweiteten Karrieremodus. Dieser umfasst nun neben den Liga- und Club-Bewerben auch internationale Veranstaltungen wie Europameisterschaft, Weltmeisterschaft, Confederations Cup, Qualifikationsrunden und Freundschaftsspiele. In Summe wurden 500 Teams und 15.000 Spieler lizenziert.

Das ganze darf man wahlweise auch ganz nah als aufsteigender Spieler oder Manager erleben. Durchlebt man die Karriere eines Rookies, muss man vertraglich vereinbarte Ziele erfüllen und sich an der Seite der Stars behaupten. Um das Ganze etwas authentischer zu gestalten, lässt ein Club nun keinen Messi oder Rooney mehr für einen Neuling auf der Bank sitzen, sondern können unerfahrene Spieler nun an kleinere Clubs ausleihen. So sammelt man Spielerfahrung und kehrt irgendwann gestählt zur Heimmannschaft zurück. Team-Manager haben ebenfalls Vertragsziele zu erfüllen und werden mit einer realistischeren Transferlogik konfrontiert. Der Marktwert eines Spielers wird nun anhand mehrere Faktoren wie Verfassung oder Erfahrung berechnet und man kann auch Gegenangebote stellen. Hat man einen Spieler eingekauft, muss man wiederum mit diesem Gehaltsverhandlungen führen.

Die Präsentation der Spieler und der Mannschaften wurde TV-ähnlicher gestaltet, um einerseits das Gefühl zu vermitteln, man sei vor Ort und andererseits, um die eigene Mannschaft mehr ins Rampenlicht zu rücken. Keine große Erwartungen sollte man für die Stadionatmosphäre haben. Die Schlachtgesänge und Jubelschreie ertönen zwar abermals imposant, in den Rängen sitzen aber nach wie vor einheitliche Lego-Männchen.

Schiedsrichterbeschimpfung

Überlegungen hat sich EA zur Integration von Motion-Controllern gemacht. PS3-Spieler werden PlayStation Move nutzen können - in welchem Maße wurde bisher jedoch noch nicht verraten. Xbox 360-Besitzer dürfen Kinect für Sprachkommandos einsetzen, die Gestensteuerung wird nicht unterstützt. Zu diesen Sprachkommandos zählt etwa der Aufruf zum Spielertausch oder taktische Befehle.

Nicht ausgelassen wurde der verbale Umgang mit Schiedsrichtern. Zwar kann man diesen nicht direkt die Meinung sagen, doch über das Mikrofon registriert das Spiel, wann man sich über Entscheidungen beschwert und wann man den Schiri beschimpft. Sollte man einmal gar zu oft über die Stränge schlagen, muss man zwar keine rote Karte befürchten, doch mit einer strengeren Behandlung seines Teams rechnen.

Versionsbesonderheiten

Neben der Implementierung von Move und Kinect in PS3 und Xbox 360 hält EA auch für PC und Wii U einige Besonderheiten bereit. PC-Spieler mit dem nötigen Kleingeld für High-End-Hardware dürfen "FIFA 13" auf bis zu drei Bildschirmen zocken. Das Besondere daran: So kann man erstmals das gesamte Spielfeld auf einmal ins Auge fassen. Zur Präsentation setzte EA einen Rechner mit Intel Core i7-Prozessor, zwei im Verbund arbeitende AMD Radeon HD 7870-Grafikkarten und drei 30 Zoll LCDs mit jeweils 1.920 x 1.080 Bildpunkten ein.

Die Wii U-Version nutzt hingegen den Tablet-Controller der für Ende des Jahres erwarteten Nintendo-Konsole aus. Der GameStandard durfte "FIFA" für Wii U zwar bereits ausführlich probespielen, aufgrund eines Embargos dürfen Medien bis Anfang August aber keine Details veröffentlichen.

"FIFA 13" wird am 28. September für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinen. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 24.7.2012)

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Fifa fürs iPhone

Mit Siri Beschimpfung!

Man darf doch noch träumen... :-)

Hallenmodus

wie schon öfters erwähnt, der hallenmodus war legendär ...

Hallenmodus

"Sollte man einmal gar zu oft über die Stränge schlagen, muss man zwar keine rote Karte befürchten, doch mit einer strengeren Behandlung seines Teams rechnen."

Bruhaha, na dann wird das Spiel ja endlich realistisch!

Unpackbar.

Ok das mit den drei Bildschrimen ist eine saugeile idee. ich werde das mal mit meiner frau diskutieren...

Freu mich schon auf Fifa13 hoffe bei der KI hat sich wirklich was getan.

Anscheinend haben sie auch in reichtung real player faces dieses jahr einiges getan.

werd da wohl auch mal zu meinem bankbetreuer gehen und ihm das offenlegen^^

Ich und mein Mannschaftskollege "Demba" Max freuen uns schon auf ein weiteres Jahr unzählige Nächte der online games.
Wenn man mal koop auf einer Konsole online gezockt hat, wird der Rest des Games zur Makulatur.
Frei nach Frank Drebin: "Ich liebe es!"

Der Esel nennt sich immer zuerst!

Ich weiß eh warum er angezeigt wird ...

...aber der Verbund Aktienkurs erheitert mich trotzdem/gerade deswegen :)

Wo bleibt der gute alte Hallenmodus?

Fifa 98: drei verschiedene Gesichter, fünf verschiedene Frisuren, 2 verschiedene Hautfarben ---> Monate lang Spaß

Ich fordere nur zwei Sachen von EA: 1. die Wiedereinführung eines Hallenmodus, 2. das gute alte R1 Foul, mit dem man den Tormann umschnitzen konnte, wenn man zu frustriert war! War das eine Kindheit...

In "FIFA 11" für die Wii war ein Hallenmodus integriert worden. Bei "FIFA 12" konnte man dann vielleicht auch für auf den großen Konsolen hoffen, aber dann kam ja "FIFA Street": das IST mit einiger Begründung sogar (auch) ein Hallenfußballspiel.
Aber egal, wenn ich hier in die Kommentare blicke: entweder heißt es PES sei ohnehin besser, oder es wird sich in derlei Uralt-Verherrlichungen geübt. Nach Euren "Meinungen", oder besser doch negativen Gefühlen, kann ich meine Uhr stellen.

Wolf-Dieter Poschmann feiert in diesem Jahr übrigens seine zehnjährige Pensionierung von FIFA: zur WM in Südkorea hat er sich dereinst verabschiedet -

ich denke "negative gefühle" sind durchaus gerechtfertigt, wenn man für den hallenmodus extra 60€ entbehren muss.

ich habe jetzt zwei seiten an posts gelesen und habe mir wirklich schwergetan einen zu finden in dem behauptet wird PES sei besser.
einen habe ich gefunden und der spricht PES 6 an. ein arcade spiel.
wenn du also deine uhr danach stellst, solltest du keine termine vereinbaren

Ich will endlich einen be-a-referee modus haben -.-

"Skill Games" zur Verbesserung des Ballhandlings? Auf einer Konsole? I'm too old for that ... stuff.

Fifa

Habs gleich mal vorbestellt :)
http://tinyurl.com/blp2k7b

Achtung!
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Nur klicken wenn man El HickChé etwas gutes tun möchte.

Früher PES Fan, aber als FIFA die "Manuells" Steuerung (Controllersettings) eingeführt hat war´s um mich geschehen. Seither ist FIFA absolut überlegen.

Leider spielen online die meisten assisted...aber manuell gegen manuell...hammer!!

du meinst das abschalten der hilfen oder?

leider sind diese im normalfall alle eingeschaltet und 95% der spieler finden nichtmal diese option im menü.

hab letztens sogar mit einem kumpel fast gestritten, weil er mir nicht glaubte, daß man hilfen nochmal extra (zum schwierigkeitsgrad einstellen) abschalten kann....
erst als ich ihm dann später bei ihm zuhause zeigte wo diese option zu finden ist glaubte er mir.

mNn sollte diese einstellung als standard auf "aus" sein.....

wenn du alle Hilfen ausschaltest,

und noch den Analog-Sprint an, dann ist es für 99% aller User schon auf Halbprofi unspielbar (incl. meinereiner).

naja

also ich finde es äußerst positiv, daß ich dann entscheiden kann wie fest und in welche richtung genau der ball gepasst werden kann.

in vielen situationen wird das spiel dadurch schwerer, aber in vielen für mich auch leichter.

ich spiele immer so und ich empfinde mich nichtmal als wirklich guter spieler.

problem ist nur - wenn ich gelegentlich gegen andere spiele wollen die nur mit hilfen an und die umstellung ist für mich schwer und ich verliere dauernd.

wo? was? wie?

bitte

ich will den balotelli jubel!

fifa wird immer langsamer..

wen interessiert wie realistisch das ganze ist... wenn ich messi hab will ich auf ner konsole verdammt nochmal 3-4 gegenspieler überrennen können..



pro evo 6 war der gipfel des gameplays.. :)

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