Medikamente retten nicht nur Leben

23. Juli 2012, 17:25
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Die anti-retroviralen Medikamente wirken sich auch erfolgreich in der Armutsbekämpfung bei von HIV/Aids betroffenen Familien aus

Der Einsatz von anti-retroviralen Medikamenten hilft nicht nur das Leben von HIV-positiven Patienten zu retten, sondern wirkt sich auch erfolgreich in der Armutsbekämpfung bei von HIV/Aids betroffenen Familien aus.

Darauf macht die ASHA-Foundation, eine indische Partnerorganisation der Kindernothilfe Österreich, aufmerksam. In einer bei der Welt-Aids-Konferenz in Washington vorgestellten Präsentation verwies sie auf die Bedeutung der anti-retroviralen Therapie für die Verbesserung der sozialwirtschaftlichen Stellung von HIV-positiven Menschen in Indien. 

Zehnprozentige Steigerung des Familieneinkommens

Nach Angaben von Glory Alexander von der ASHA-Foundation, die 2010 auf Einladung der Kindernothilfe an der Welt-Aids-Konferenz in Wien teilgenommen hatte, ist es ihrer Organisation seit 2010 durch den Einsatz von anti-retroviralen Medikamenten gelungen, 3.600 erkrankte Erwachsene und 160 HIV-positive Kinder fachgerecht zu betreuen.

Der Zustand vieler erwachsener Patienten hat sich seither soweit verbessert, dass sie wieder selbst für sich und ihre Familien sorgen können. Bei 51 betroffenen Familien wurde überdies eine zehnprozentige Steigerung des Familieneinkommens erreicht, 18 mit Aids lebenden Menschen wurden Arbeitsplätze verschafft. 61 Betroffene, die sich in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen haben, wurden durch Mikrokredite unterstützt, um ihnen einen Weg zur Selbsthilfe aus der Armut zu ermöglichen.

Die indische Regierung hat über 300 Behandlungszentren für HIV-positive Menschen eingerichtet, in denen seit 2004 die Medikamente gratis abgegeben werden. Die größten Herausforderungen, so Alexander, bleiben die hohen Kosten der Behandlung sowie der Patentschutz für neue und bessere Medikamente. Sie hofft, dass es der indischen Regierung und den Nichtregierungsorganisationen gelingen wird, von den internationalen Pharmafirmen Lizenzen für die Produktion von neuen und billigeren Generika zu erwirken. (APA, 23.7.2012)

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