Filipinos auf der Straße: Gegen den Präsidenten, für bessere Gehälter

Ansichtssache

Der philippinische Präsident Benigno Aquino ist am Montag vor das Repräsentantenhaus getreten, um sich in einer Rede zur Lage der Nation zu äußern. Überschattet wurde Aquinos Auftritt von Protesten unweit des Repräsentantenhauses. Arbeiter und Studenten sowie militante Gruppen machten ihrem Ärger Luft und gerieten auch mit den 6.000 Polizisten vor Ort in Konflikt. Bei den Zusammenstößen wurden einige von ihnen verletzt.

Ihr Protest wandte sich unter anderem gegen Menschenrechtsverletzungen, landwirtschaftliche Reformen und sinkende Gehälter. Außerdem wurde dem Präsidenten vorgehalten, er würde sich nur um "ausländische Interessen" kümmern. Stellvertretend dafür wurden Puppen, die Aquino als auch "Uncle Sam" zeigten, verbrannt.

In seiner Ansprache ging Aquino dann weniger auf innenpolitische Themen ein denn auf den Streit mit dem Nachbarn China um einen Teil des Südchinesischen Meeres. Aquino kündigte an, die Anzahl der Schiffen und Militärflugzeuge aufstocken zu wollen. Es sei jedoch nach wie vor das Ziel, zu einer friedlichen Lösung mit China zu kommen.

Der Streit um das Scarborough-Riff schwelt seit April. Sowohl China als auch die Philippinen erheben Anspruch auf das Gebiet. (red, derStandard.at, 23.7.2012)

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17 Postings
der einstiegspunkt...

http://vincenton.com/an-open-l... n-beersum/

es gibt hier ein weiteres problem. die indoktrination aus richtung der antikommunistischen journaille. hier ist wieder mal typisch die sprache und logik sehr westlich, wir kennen das auch hier im standard von einigen beiträgen.

ich bin der letzte, der diesem land kommunisten empfiehlt, aber jemanden der gegen arbeitslosigkeit protestiert, mit pol pot und stalin zu vergleichen, ist beleidigend und widerspricht jedem hausverstand.
hier entlarven sich ahnungslosigkeit, arroganz und ein gigantisches weltsendungsbewusstsein.

der artikel sollte uns warnen, wie weit die einmischung und gängelung überall wirklich schon geht, und man wird die negativen lähmenden folgen sehen!

intrige

vor allem hat das provozierende hochspielen des besuchs dieses holländers auch die funktion, eine zusammenarbeit zwischen EU und ASEAN zu behindern, indem streit und negativität im vordergrund der beziehungen stehen sollten.
dieses pamphlet ist klar ausländisch beeinflusst.

komisches volk diese filipinos.
sie waehlen die witwe eines oppositionspolitikers, dann deren sohn, die tochter eines expraesidenten einen schauspieler und wundern sich das diese moechtegernpolitiker nix auf die reihe kriegen.

Wählen kann man nur den, der sich zur Wahl stellt.

Bei dem Feudalsystem das da herrscht, bräuchte es schon einen Che um irgend etwas zu ändern.

Einen Verbrecher gegen einen Mörder zu ersetzen bringt sicher keine Verbesserung.

Es ist eine gute Zeit für Proteste,

am 3.November komm ich, dann ist Ruhe!

Unter dem Atomwaffenschieber Marcos war alles besser !

So schön die Philippinen sind und so nett die Filipinos wirschaftlich

und politisch ein Jammertal. Spanisches Feudalsystem angereichert mit amerikanischem Turbokapitalismus, korrupt bis in die Knochen. Ohne die Remittance der POW(philippine overseas workers) wäre der Staat in einem Monat pleite. Alle die eine gute Ausbildung haben verlassen das Land und zurück bleiben Taglöhner und Prostituierte.

@Martin Mueller 10

...zurueck bleiben Tagloehner und Prostituierte.

..und oesterreichische Pensionisten. (nur wenige)
Schliesslich leben meine Familie und ich auch noch hier

Ich hoffe ich gehöre auch bald dazu ;-) Dumaguete

Warum wohl? Mit voller Hose (=österreichischem Geld) ist leicht stinken (=sich ein schönes Leben auf den Philippinen machen). Der daraus resultierenden Tragweite sollte man sich zumindest bewusst sein, wenn man so etwas macht.

Dessen bin ich mir sehr bewusst ich habe als Expat auf

den Philippinen gearbeitet. Ich habe zumindest für meine Hausangestellten Krankenversicherungen abgeschlossen und eine kleine Pensionsvorsorge, dass ist mehr als die meisten (im Besonderen Hausmädchen) auf den Philippinen haben.

Nein, zurück bleiben auch die Profiteure des Systems. Oligarchen, Großgrundbesitzer, Lokal- und Regionalpolitiker, die sich alle paar Jahre den Senat und den Präsidenten ausschnapsen. Moderne Skalvenhalter, sozusagen.

Ich habe das Gefühl, dass in Manila und Cebu ganz langsam eine gemäßigte, alternative junge Generation nachkommt, die gewisse Zusammenhänge verstehen und ihr Land positiv verändern wollen. Aber ich fürchte, es sind zu wenige, außerdem werden die meisten von ihnen in wenigen Jahren vom System selbst als Profiteure korrumpiert werden.

Was die nachkommende Generation betrifft so hoffe ich Sie

haben recht. Aber mein Optimismus hält sich in Grenzen. Die Perspektiven für die, die nicht im System sind und eine gute Ausbildung haben sind schlecht und daher wandern eben viele aus. Sehr gut für das Land wäre, wenn die Kinder von Auslandsfilipinos zurück gehen würden da die eben in einem anderen System aufgewachsen sind. Das passiert aber leider sehr selten. Mal sehen ob sich meine Tochter dazu entscheidet.

Dann wäre sie schon blöd!

Die bräuchten einen Che damit sich was ändert. Filipinos selbst werden in der Schule schon indoktriniert von der kath.Kirche. Kennt man ja von uns hier - zu Feudalzeiten hatte die kath.Kirche auch hier sehr viel Macht....und war mit den Herrschenden verbandelt. Die politiker kommen immer nur aus den selben Familien - eben Feudalsystem.

Brauchen Sie mir nicht erklären ich hab dort gelebt und gearbeitet

Hat mich viel Zeit gekostet meinen Mitarbeitern und Hausangestellten das "Yes Sir" und strammstehen abzugewöhnen.

Auf dem langen Weg auf die Philippinen hat die Wirtschaft ein

"t" verloren.

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