Filipinos auf der Straße: Gegen den Präsidenten, für bessere Gehälter

Ansichtssache

Der philippinische Präsident Benigno Aquino ist am Montag vor das Repräsentantenhaus getreten, um sich in einer Rede zur Lage der Nation zu äußern. Überschattet wurde Aquinos Auftritt von Protesten unweit des Repräsentantenhauses. Arbeiter und Studenten sowie militante Gruppen machten ihrem Ärger Luft und gerieten auch mit den 6.000 Polizisten vor Ort in Konflikt. Bei den Zusammenstößen wurden einige von ihnen verletzt.

Ihr Protest wandte sich unter anderem gegen Menschenrechtsverletzungen, landwirtschaftliche Reformen und sinkende Gehälter. Außerdem wurde dem Präsidenten vorgehalten, er würde sich nur um "ausländische Interessen" kümmern. Stellvertretend dafür wurden Puppen, die Aquino als auch "Uncle Sam" zeigten, verbrannt.

In seiner Ansprache ging Aquino dann weniger auf innenpolitische Themen ein denn auf den Streit mit dem Nachbarn China um einen Teil des Südchinesischen Meeres. Aquino kündigte an, die Anzahl der Schiffen und Militärflugzeuge aufstocken zu wollen. Es sei jedoch nach wie vor das Ziel, zu einer friedlichen Lösung mit China zu kommen.

Der Streit um das Scarborough-Riff schwelt seit April. Sowohl China als auch die Philippinen erheben Anspruch auf das Gebiet. (red, derStandard.at, 23.7.2012)

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