Somalische Shebab-Miliz richtet drei Mitglieder hin

23. Juli 2012, 13:23

Männer sollen für CIA und MI6 spioniert haben

Mogadischu - Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Shebab-Miliz in Somalia hat drei ihrer Mitglieder wegen Spionagevorwürfen hingerichtet. "Die drei Angeklagten wurden der Spionage schuldig befunden, einer von ihnen arbeitete für den britischen Geheimdienst MI6, die anderen beiden für die CIA", erklärte Shebab-Richter Sheikh Abdalla Al-Haq am Montag. Alle hätten die Vorwürfe gestanden, die zu verhängende Strafe sei der Tod.

Die drei Männer, die nach Angaben von Augenzeugen zwischen 25 und 30 Jahre alt waren, wurden am Sonntagabend von einem Erschießungskommando in der Hafenstadt Merka hingerichtet. Einem Zeugen zufolge wurden sie mit verbundenen Augen erschossen. Ein weiterer Zeuge berichtete, die Shebab hätten die Menschen mit Lautsprechern auf Kleinlastern dazu aufgerufen, an der öffentlichen Hinrichtung teilzunehmen. Mehr als hundert Menschen seien gekommen, um die Erschießung der Männer zu sehen. (APA, 23.7.2012)

"Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Shebab-Miliz in Somalia hat drei ihrer Mitglieder wegen Spionagevorwürfen hingerichtet. [...] einer von ihnen arbeitete für den britischen Geheimdienst MI6"

Das ist ja so, als ob ein Mediamarkt Mitarbeiter einen Saturn Mitarbeiter umbringt, weil er für die Metro Group arbeitet.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.