Rapid will Breitenseer Lichtspiele retten

23. Juli 2012, 12:36
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Benefiz-Festival zwischen 1. August und 2. September im ältesten noch bespielten Kino der Welt

Wien - 1905 wurde der unmittelbare Vorgänger der heutigen Breitenseer Lichtspiele in Wien-Hütteldorf gegründet. Etwas älter als das nach eigenen Angaben älteste noch bespielte Kino der Welt ist der Sportklub Rapid, der 1898 ins Leben gerufen wurde. Und da die Grün-Weißen finanziell deutlich besser dastehen als ihre cinephilen Hütteldorfer Nachbarn, greifen die Fußballer den darbenden Breitenseern nun mit einem eigenen Festival unter die Arme. Unter dem Titel "Grün auf Weiß" veranstaltet der Kulturverein KILLA in Kooperation mit dem SK von 1. August bis 2. September 2012 ein eigenes Rapid-Festival im Kinoraum.

Dabei beschränken sich die Organisatoren in ihrer sozialen Kulturaktion bei weitem nicht nur auf Fußballfilme. Zwar sind auch die beiden Rapid-Dokumentationen "Der Weg ins Finale 1985" und "Der Weg ins Finale 1996" zu sehen, bei denen Spieler, Trainer und Journalisten ihre persönlichen Eindrücke schildern. Der Blick geht aber auch über derlei Europacup-Schlachten hinaus.

Bereits der Auftakt am 1. August gestaltet sich theatral, wenn ein Schauspieler sämtliche Rollen des Leinwandepos "Braveheart" darstellt. Auch Filmnächte mit Werken von Katharine und Audrey Hepburn, Marilyn Monroe, Doris Day und Shirley MacLaine sollen Nicht-Rapidler in die Lichtspiele locken. Mit der Dokumentation "Leben in Hütteldorf" von Regisseur Andreas Leibetseder ist am 13. August sogar eine Filmpremiere angesetzt, die von einer Weinverkostung flankiert wird. Der Diskussionsabend unter der Fragestellung "Was macht einen Fußballklub zu Religion?" am 6. August oder die Lesung "Rapid-Wuchteln" am 10. August dürften dann jedoch eher wieder eingefleischte Grün-Weiße ansprechen. (APA, 23.7.2012)

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