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Die echten Kapseln.
Bern - Nach Klagen gegen die Coop-Tochter Fust und Denner geht Nestle nun auch gegen die Migros vor. Stein des Anstoßes sind einmal mehr Kaffeekapseln, die mit der Kaffeemaschine Nespresso kompatibel sind.
Migros-Sprecher Urs Peter Naef bestätigte entsprechende Informationen der "SonntagsZeitung". Migros sei von der Klage nicht überrascht. Dennoch ist das Unternehmen überzeugt, keine Marken- oder Patentrechte verletzt zu haben. In den Migros-Läden ändere sich alleine durch die Klage noch nichts, so Naef weiter. Die Kapseln werden bis zu einem gerichtlichen Entscheid weiter verkauft.
Nestle ist zuvor bereits gegen Fust und Denner gerichtlich vorgegangen, die ebenfalls Kaffeekapseln verkauften, die in die Nespresso-Maschine passen. Beide Anbieter dürfen nach einem vorübergehenden Verkaufsstopp ihre Kapseln vorläufig wieder verkaufen. (APA, 23.7.2012)
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Ich mache mir ganz einfach einen guten Kaffee mit der guten alten Filtermaschine, wo jeder passgenaue Filter hineinpasst, und Nestle kann sich seine exklusiven Kapsel elitär auf den monopolistischen Bauch klatschen!
So! Denen hab' ich's aber gegeben ;-)
Zynisch finde ich ja nur ganzseitige Inserate in solchen Ökozeitungen wie Biorama, wonach Aluminium doch zu 100% wiederverwertbar wâre. Ob ich die Kapseln dazu, wie George Clooney das ja sicher auch tut, einzeln vom Sud trennen soll, um sie dann dem Recycling zuzuführen wird aber nicht ausgeführt.
Gibt (vermutlich auch auf youtube) Dokus zu Recyclinganlagen. Klassische Trennen wird immer mehr reduziert weil die modernen Anlagen extrem viel und genau aussortieren können.
- Metalle magnetisch
- PET schwimmt
- anderes Plastik nicht
- Papierreste leicht somit Wegblasbar / Ansaugbar
- Reste verbrennen
Die Kapseln wären also, wie sie sind, in die Altmetalltonne zu werfen? Steht aber so nicht drauf auf der Verpackung. Wäre wohl sowas wie ein intelligenter Fehlwurf, wie wenn man trotzdem Joghurtbecher in Plastiktonne schmeißt.
Dass der Kaffeesudanteil nicht untrennbar mit dem Aluminium verbunden ist, ist mir schon klar.
aber schlimmer als das ist nur dieser peinliche nahrungsmittelpurismus der letzten jahre. vor 20 jahren hat man sich irgendeinen von den 4 kaffeesorten, die im supermarkt angeboten wurden, einen kilosack gekauft, diesen danach im markt in der selben mühle wie diejenigen gemahlen, welche die anderen drei sorten gekauft haben, und aus dieser melange in der heimischen filtermaschine ein gschlodder produziert und das kaffee genannt. unterschieden wurde zwischen "stark" und "nicht ganz so stark". nach einem langen weg, der über vollautomaten ("endlich espresso daheim!") und pad-/kapselmaschinen ("endlich für jeden einen espresso nach seinem gusto!") führte, sind wir jetzt so weit, dass man, um bei kaffee mitreden zu können ...
So ein Schwachsinn. Tchibo (und damals noch Eduscho) mit ihrem Angebot verschiedener Kaffeesorten gibts auch nicht gerade erst seit gestern.
Diese gehirngewaschene Marketinggeschwätz dass Kapselkaffee in irgendeiner Art und Weise eine Verbesserung des Angebots darstellt, ist absoluter Käse.
Wenn schon, dann bitte ehrlich sein: Es ist bequemer. Der einzige, und entscheidende Vorteil der der Firma sehr viel Geld bringt.
Naja, der Faktor, dass viele Leute "eine Kaffeemaschine" wollen weil sie den Kaffee nicht selber machen möchten, dann aber daherschwafeln als wäre sie Kaffeesommeliers des zweieinsiebtel Grades spielt auch noch mit.
das ist der Vorteil... und ich kenne nur wenige Leute, die sich als "Sommeliers" aufspielen. Andererseits fühlen sich manche schon provoziert, wenn man nur erwähnt, daß einem der Kaffe schmeckt.
Das Müllproblem ist ein Problem... die Firma Nestle hat einen bitteren Beigeschmack.
Schnell und bequem - so ist die heutige Zeit. Man muß das auch berücksichtigen und darauf wurde reagiert.
% die bohne selbst per hand in der mühle mahlen muss, dann die halbe küche beim beladen des siebträgers mit kaffee anpatzen muss, um nach zwei probeespressi ("die crema passt noch nicht.") endlich einen würdigen kaffee zu bekommen. die bohne darf dabei natürlich nicht aus dem supermarkt stammen, sondern muss eine hausröstung von der eigenen rösterei sein. ja, erst dann ist man heutzutage fähig, sich eine meinung über kaffee bilden zu können! geht's noch?
ehrlicherweise muss man sagen, dass das nunmehr überall so ist. das zb darf nicht mehr für je drei minuten von jeder seite auf den grill, sondern muss erst 10 stunden sous-vide vorgegart werden, usw... .
uns hat es schon anständig ins hirn ges.ch.issen.
wer sagt, dass ich nespresso für eine gute idee halte? es geht darum, dass man, wenn man sagt, er würde einem schmecken, von "richtigen" kaffeetrinkern (zum begriff s.o.) abgekanzelt wird. ist halt eine ausgeburt unserer zeit, es so schnell, einfach und kleinstmöglich portioniert zu haben. mir ist nespresso eigentlich wurscht, es geht mir mehr um dieses überkandidelte getue.
Lass jeden tun, wie er will.
Die Kritik an N richtet sich allerdings weniger dagegen, dass es nichts für “richtige Kaffeetrinker“ ist, sondern schlicht ein rein marketinggepushtes, müllproduzierendes, konsumentengängelndes System mit einem Preis/Leistungsverhältnis, das an Unverschämtheit jeder Beschreibung spottet.
Genau, deswegen wird auch überhaupt nicht auf die Leute hingedroschen, die hier im Forum zu schreiben wagen, dass ihnen Nespresso schmeckt... da gibt's keine Kommentare von wegen "Kennst dich mit Kaffee nicht aus". Nein, nein, nein. Nie im Leben. Noch weiter unten in der Kaffeetrinker-Hackordnung stehen nur noch diejenigen, die Filterkaffee gut finden. Es ist lächerlich. Lasst's die Leute doch bitte den Kaffee trinken, den sie wollen.
Nein, deshalb wird auf die Leute nicht gedroschen.
Gedroschen wird auf die Marketingopfer, die allen Ernstes etwas von der “tollen Qualität“ und dem “guten Preis/Leistungsverhältnis“ salbadern, und ersteres mit Recht - den meinetwegen können sie es selber glauben und um Unsummen zweitklassige Qualität erwerben, sie brauchen das Marketinggeschwätz aber nicht hier im Brustton der Überzeugung nachzubeten.
Schon fast wie im Apple-Forum, die Parallelen verblüffen ohnehin...
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