Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 533x800Olivier Dubois hat etwas über die Revolution zu sagen: In "Rouge" zeigt er die Seite des männlichen Einzelkämpfers.
Wie die Revolution aussieht, das weiß man spätestens seit Delacroix' Die Freiheit führt das Volk: Wie eine Frau, die in all der Aufregung keine Zeit mehr hat, ihr verrutschtes Gewand wieder züchtig geradezurichten. Wie die Revolution aber klingt, wie sie sich bewegt, zeigt das Bild nicht. Das erledigt nun, natürlich, ein anderer Franzose: Olivier Dubois mit seiner Revolutionstrilogie, deren zweiter Teil Rouge nun erstmals in Österreich zu sehen ist.
Teil eins der Trilogie, Révolution, zeigte zwölf Tänzerinnen, die zu den Klängen von Maurice Ravels Boléro zwei Stunden lang um jeweils eine Pole-Dance-Stange marschierten. Die weibliche Seite der Revolution, ein unermüdliches, geduldiges Aus- und Durchhalten oder, wie Dubois dazu sagt, das Hörbarmachen des "düsteren Schreies des Widerstands".
Rouge sei nun die einsame männliche Antwort, ein "Kriegsschrei" als Reaktion auf den ruhigen, fordernden Marsch der Frauen. In Rouge zeigt Dubois das Unkontrollierbare am Kampf: In einem Minikleid und roten High Heels bewegt er sich inmitten riesiger roter Gitterstäbe, als wäre er ein eingesperrtes Tier. Er scheint bedroht von unsichtbaren Kräften, trägt blutrote Flecken am ganzen Körper. Nicht mehr das düstere, aber auch beherrscht und abgeklärt wirkende Schwarz der Frauen herrscht hier, sondern ein leidenschaftliches, warmes Rot.
Ganz in dieses rote Licht getaucht, zeigt sich Dubois später mit Megafonen behängt, schreit hinaus, was ihn bewegt. Und er tanzt zu Kampfliedern des Rote-Armee-Chors der UdSSR. Der Aufstand hat viele Gesichter, und eines davon sieht so aus: laut und gefährlich, blutrot und leidenschaftlich. Aber eben auch einsam. Weil am Ende jeder für sich alleine kämpft. (Andrea Heinz, Sonderthema/Beilage, DER STANDARD, 24.7.2012)
Arbeiten von William Kentridge, Jerome Bel, Marie Chouinard und Meg Stuart ab 11. Juli
Impulstanz mit Benoît Lachambre, Thomas Hauert, Angela Schubot / Jared Gradinger
Jury teilte Nachwuchs-Preis
Ivo Dimchevs "P Project" und ein relativ spontaner dreistündiger Abschied von Franz West bei Impulstanz
Queerness im Tanz reicht über die reine Geschlechterpolitik hinaus. Beispiele für das Verwischen von Grenzen sind etwa Koffi Kôkô, Chris Haring, Bengolea & Chaignaud und Mark Tompkins
Ko Murobushi, Jennifer Lacey und François Chaignaud bei Impulstanz
Im Burgtheater zeigt Impulstanz eine Ballettgala zum Thema Liebe und Leidenschaft
"Le Cargo" des kongolesischen Tänzers und Choreografen Faustin Linyekula und Philipp Gehmachers "Solo with Jack" bei Impulstanz
Die aktuelle Ausgabe der Choreographic Platform Austria (CPA* 2012) ist mit Arbeiten von mehr als 30 österreichischen Tanzschaffenden bei Impulstanz zu Gast
Am 25., 27. und 29. Juli öffnet der "Österreich-Pavillon" im ehemaligen Grand Etablissement Gschwandner in Hernals seine Tore
Jennifer Lacey wagt in "Gattica" einen Blick in die Zukunft des Tanzes
Fragen über den Körper stehen im Mittelpunkt der Kunstform Tanz
Der Franzose François Chaignaud pflegt mit wechselnden Partnerinnen idealisierte Natürlichkeit
Ko Murobushi ist einer der bedeutendsten Butô-Künstler der Welt
Von der Nacktheit zum Varieté, und zwar hardcore
Wie gemacht für unsere Gegenwart: Jan Fabres vor drei Jahrzehnten uraufgeführtes Stück "This is theatre like it was to be expected and foreseen"
Jan Fabre hat mit seiner Compagnie Troubleyn "The Power of Theatrical Madness" neu inszeniert
Impulstanz startet mit choreografischen Konzerten von Benoît Lachambre / Clara Furey und Ivo Dimchev
Neue Stücke, historische Herausforderungen, eine Choreografische Plattform, die [8:tension] für jungen Tanz, ein Prix Jardin d'Europe, nächtliche Wild Walks und über 200 Workshops
Die Impulstanz-Nachwuchsreihe [8:tension] präsentiert 14 internationale Newcomer
Die Choreographic Platform Austria ist dieses Jahr bei Impulstanz in Wien zu Gast
Genderdiskurse in den Stücken von Olivier Dubois, Trajal Harrell und anderen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.