Mark Tompkins, [8:tension] und eine "Dance History"

23. Juli 2012, 17:00
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Von der Nacktheit zum Varieté, und zwar hardcore

Die Vorschläge der jungen Choreografen bei [8:tension] sind entweder stark inhaltsgeladen, oder sie referieren auf die eigene Kunstform beziehungsweise auf neue Formen der Nutzung ihrer Möglichkeiten.

Eeva Muilu und Milja Sarkola aus Finnland zum Beispiel schicken ihre Tänzerinnen nackt "in menschlicher Verkleidung" (In Human Disguise) vor die Augen des Publikums. Ihr Stück soll eine Auseinandersetzung mit der Gewalttätigkeit in der Rezeption des bloßen Körpers sein.

Die Griechin Georgia Vardarou kündigt einen Hardcore Research On Dance an. Wird es wirklich so explizit? Abwarten, vielleicht ist die Tänzerin mittlerweile so tief in die Materie eingedrungen, dass sie Uran gefunden hat.

Und schließlich verbinden die Light Solos der aus Kanada stammenden Belgierin Ula Sickle auf ausgeklügelte Art Körper- und Lichtchoreografie auf der Oberfläche des Körpers im Raum. (ploe, Sonderthema/Beilage, DER STANDARD, 24.7.2012)

  • In Human Disguise, Wuk, 24. 7., 23.00
  • Hardcore Research On Dance, Kasino am Schwarzenbergplatz, 27. u. 29. 7., 21.00
  • Light Solos, Wuk, 29. u. 31. 7., 19.30
  • TIPP I: Mark Tompkins bringt zusammen mit Mathieu Grenier als "Opening Night - a vaudeville" eine gute, so gut wie alte Varieté-Show zu Impulstanz ins Schauspielhaus, am 2. 8., 23.00 und am 4. 8., 21.00.
  • TIPP II: Präsentation von Band 3 der mittlerweile legendären "Swedish Dance History" mit Unterhaltung von TSHD-Special Emma, More10 und HängJu Indigo in der Garage X am 26. 7., 23.00
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