Schuldenberge in Europa wachsen

23. Juli 2012, 11:22
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Der öffentliche Schuldenstand ist im ersten Quartal 2012 sowohl in der Eurozone als auch in der EU-27 gestiegen

Brüssel/Luxemburg - Der öffentliche Schuldenstand ist im ersten Quartal 2012 sowohl in der Eurozone als auch in der EU-27 gegenüber dem Gesamtjahr 2011 weiter angestiegen. In der Währungsunion erhöhte er sich nach jüngsten Angaben von Eurostat vom Montag von 87,2 Prozent des BIP im Vorjahr auf 88,2 Prozent in den ersten drei Monaten 2012. In der EU-27 gab es einen Zuwachs der Staatsschulden von durchschnittlich 82,5 auf 83,4 Prozent.

Österreichs Staatsschuld erhöhte sich ebenfalls. Hatte sie 2011 noch 72,2 Prozent betragen, nahm sie im ersten Quartal 2012 auf 73,5 Prozent zu. Österreich hat damit die zwölfthöchste öffentliche Verschuldung in der EU-27, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Innerhalb der 17 Eurozonenländer hat Österreich die zehnthöchste Verschuldung.

Griechenland vor Italien

Die höchsten Verschuldungsquoten wurden am Ende des ersten Quartals 2012 weiterhin in Griechenland (132,4 Prozent), Italien (123,3), Portugal (111,7) und Irland (108,5) verzeichnet. Die niedrigsten Raten registrierten Estland (6,6 Prozent), Bulgarien (16,7) und Luxemburg (20,9). Allerdings konnten die Griechen ihren Schuldenstand gegenüber dem Gesamtstand des Vorjahrs von 165,3 um 32,9 Prozentpunkte verringern.

Im Vergleich zum vierten Quartal 2011 verzeichneten 21 EU-Staaten am Ende des ersten Quartals 2012 einen Anstieg der Verschuldungsquote und sechs einen Rückgang. Die höchsten Anstiege wurden in Litauen (+4,0 Prozentpunkte), Portugal (+3,8), Spanien (+3,7) und Belgien (+3,6) gemeldet. Die größten Rückgänge gab es in Griechenland (-33,0 Prozentpunkte), Ungarn (-1,8) und Dänemark (-1,5). (APA, 23.7.2012)

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