Mexikaner demonstrieren erneut gegen künftigen Präsidenten Peña Nieto

23. Juli 2012, 08:10

Tausende Menschen werfen dem PRI-Kandidaten Wahlbetrug vor

Mexiko-Stadt - Mehrere tausend Menschen haben in Mexiko-Stadt erneut gegen die Wahl von Enrique Peña Nieto zum neuen Präsidenten Mexikos demonstriert. Die laut Regierungsschätzungen 15.000 Demonstranten zogen am Sonntag durch die Innenstadt zum Zocalo, dem zentralen Platz der mexikanischen Hauptstadt. Sie warfen dem Kandidaten der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) vor, die Wahl am 1. Juli nur durch Betrug gewonnen zu haben. Mit dem 45-jährigen Peña Nieto wird die PRI, die von 1929 bis 2000 in Mexiko allein regierte, Ende des Jahres wieder an die Macht zurückkehren.

Nach der Präsidentenwahl waren die Betrugsvorwürfe erhoben worden, woraufhin die Wahlbehörden eine Neuauszählung von mehr als der Hälfte der Wahlurnen anordneten. Danach teilte die nationale Wahlkommission jedoch mit, es bleibe bei einem Vorsprung von fast sieben Prozentpunkten Peña Nietos vor dem Linkskandidaten Andres Manuel Lopez Obrador. Lopez Obrador von der Partei der Demokratischen Revolution (PRD) ficht das Wahlergebnis vor Gericht an. Bereits Anfang Juli hatten zehntausende Menschen in Mexiko-Stadt gegen Peña Nieto demonstriert. (APA, 23.7.2012)

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mexicanos unidos

Thanks, Standard, for having been one of the few media around the world to cover this demonstration. This past weekend, thousands of Mexicans took to the streets in about 80 cities in all continents to protest against the fraudulent elections and the "imposition" of Enrique Peña Nieto as the country's new president. Two of the political parties have submitted thousands of pieces of evidence of the fraud to the authorities. Yet, the PRI cynically denies all charges. Having been brought up in Mexico and also being a European citizen, I can say that Mexico is far from being a true democracy…it has many characteristics of a failed state. It makes me sad that my children, who are both Austrian and Mexican, are seeing how democracy is being b

mexicanos unidos

Thanks, Standard, for being one of the few media around the world covering the event that took place this past weekend. Thousands of mexicans in about 80 cities in all continents took to the streets yesterday to protest this month's corrupt election that resulted in the long-ruling Institutional Revolutionary Party (PRI) winning again control of the presidency. Despite thousands of pieces of evidence that two of the political parties have submitted to the authorities, the PRI continues to cynically deny all accusations. Having been raised in Mexico and having also lived in Europe for many years, I can say that Mexico has many characteristics of a failed state... it is unfortunately far from being a true democracy. An Austrian-Mexican

der neue präsident wird das morden durch die drogenkartelle sicher schnell beenden.

er ist doch aus dem gleichen stall. er wird über das land einen tequilageschwängerten scheinfrieden legen, wie in der guten alten zeit. es gibt nur mehr ganz wenige morde, die touristen kommen wieder und das rauschgiftgeschäft blüht wieder und gibt dem volk arbeit und lohn. das wichtigste zum schluss: die beamten brauchen( fast )keinen gehalt mehr, denn der wird durch korruption eingehoben, wie in der guten alten zeit.

reLOVEution!!!

wäre ja wirklich schön, wenn gerade mexiko es vormachen würde.
also eine (r)evolution ohne gewalt.

Mexico ohne Gewalt?
Ich mag ja Träumer, aber ist das nicht etwas Zuviel?

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