Syrien: Regime fürchtet ausländische Hackerangriffe auf Staatsmedien

23. Juli 2012, 08:06
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Informationsministerium: Ausland will Falschmeldungen lancieren

Syrien hat dem Westen vorgeworfen, Hackerangriffe auf die staatlichen Medien des Landes zu planen, um Falschmeldungen über die Führung in Damaskus verbreiten zu können. Westliche Geheimdienste planten mit der Hilfe von "arabischen Gruppierungen", die Frequenzen der syrischen Satellitenkanäle zu knacken, erklärte das syrische Informationsministerium nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Die Pläne seien Teil eines "Komplotts gegen Syrien", der darauf abziele, Falschmeldungen wie einen Sturz der Führung oder einen Staatsstreich zu verbreiten.

Hintergrund

Damaskus lässt seit März 2011 eine Revolte gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad blutig niederschlagen. Bei Kämpfen, Gewalt und Beschuss kamen nach Aktivistenangaben seither mehr als 19.000 Menschen ums Leben. Die Macht der Führung von Assad bröckelt aber inzwischen zunehmend: Seit einer Woche gibt es in der Hauptstadt Damaskus heftige Kämpfe zwischen der Armee und Aufständischen. Dort wurden vergangene Woche mehrere Vertraute Assads bei einem Anschlag getötet. (APA)

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