3D-Film verhalf Mann zu stereoskopischer Sicht

Die BBC widmete sich dem ungewöhnlichen Fall des Neurologen Bruce Bridgeman

Szene aus "Hugo Cabret"

Nicht jeder Kinogänger ist von Enthusiasmus erfüllt, wenn er sich Genrefilme fast nur noch zu einem 3D-Aufschlag ansehen kann, um dann stundenlang durch eine Brille mal mehr, mal deutlich weniger überzeugende räumliche Effekte zu betrachten. Bruce Bridgeman allerdings ist ein Fan des 3D-Trends, und das aus ganz besonderen Gründen: Der 67-jährige Neurologe aus Kalifornien hat eine leichte Sehbehinderung, durch sein Schielen war ihm stereoskopisches Sehen Zeit seines Lebens weitestgehend verwehrt.

... bis er heuer eine Vorstellung von Martin Scorseses 3D-Abenteuer "Hugo Cabret" besuchte. Und nicht nur der Film selbst erschloss ihm plötzlich die dritte Dimension - seine neue Sicht hielt anschließend auch außerhalb des Kinos an. Ein ungewöhnlicher Fall, wenn auch kein völlig einzigartiger. In einem sehr interessanten Feature widmet sich die BBC ausgehend von Bridgemans Fall dem für die meisten von uns ganz normalen Phänomen des stereoskopischen Sehens ... und wie das Gehirn diese Fähigkeit selbst nach Jahrzehnten der zweidimensionalen Wahrnehmung noch erlernen kann.

--> BBC: "How a movie changed one man's vision forever"

(red, derStandard.at, 22. 7. 2012)

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