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Mit der strategischen Neuausrichtung von Nokia auf Microsofts Windows Phone schien die Zukunft des mobilen Betriebssystems MeeGo eigentlich besiegelt zu sein. Doch vor kurzem folgte dann eine überraschende Ankündigung: In Form von Jolla haben sich zahlreiche ehemalige Nokia-Angestellte wieder zusammen gefunden, um dem mobilen Linux-System neues Leben einzuhauchen.
Vorgeschichte
Eine Ankündigung, die für einige Diskussionen in der Branche gesorgt hat. Dies nicht zuletzt da Nokia derzeit in einer schweren Krise steckt, das Geschäft mit der Windows-Phone-basierten Lumia-Reihe bislang nicht in jenem Maße angesprungen ist, wie man es benötigen würde, um das Wegbrechen anderer Geschäftsbereich ausgleichen zu können. MeeGo hatte sich hingegen in Form des N9 - trotz der recht offensichtlichen Versuche von Nokia dies möglichst zu verhindern (da zu diesem Zeitpunkt das Ende von MeeGo schon beschlossene Sache war, Anm.) - überraschend gut verkauft. Eine Kombination, die natürlich die Fantasie der Fans in Richtung eines "Was-wäre-wenn" beflügelt.
Hoffnungen
Da kommt Jolla natürlich gerade recht: Ein Unternehmen, das quasi eine Art Mini-Nokia ist - nur eben ohne dem viel gerügten aktuellen Management. Und nun gibt es auch noch Lob von berufener Seite: So attestiert das Forbes-Magazin in einem aktuellen Kommentar, dass Jolla durchaus gute Chancen hat, erfolgreich zu sein.
Ferrari
Entgegen weit verbreiteter Annahmen sei es nämlich gar nicht nötig, dass Jolla die breite Masse erreicht - was angesichts der starke Konkurrenz von Google oder Apple ohnehin recht schwierig ist, wie selbst Branchenriesen wie Microsoft derzeit zur Kenntnis nehmen müssen. Jolla könnte viel mehr eine Art Ferrari der Mobiltelefonbranche werden, der mit vergleichsweise niedrigen Stückzahlen sein Auskommen findet.
Nische
Das N9 habe gezeigt, dass es einen durchaus relevanten Markt für MeeGo gibt, für Geräte, die einfach "hackbar" und vollständig Open Source sind. Und wenn man die Kosten unter Kontrolle halte, könnte man durchaus seine eigene kleine Marktnische finden, in der man es sich auch langfristig gemütlich einrichten könnte, so die Einschätzung von Forbes. (red, derStandard.at, 22.7.2012)
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Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, schaute ich bei Amazon nach. Im allgemeinen sind die Rezensionen ganz gut.
Was mir jedoch aufgefallen ist: die unzufriedenen bemängelten alle die schlechte bis bescheidenen Akkulaufzeiten.
Die Zufriedenen schwiegen dazu oder beteuerten, dass man damit ganz gut leben kann.
Das hat mich doch etwas enttäuscht: die Hardware ist nicht gerade der Überflieger und trotzdem Laufzeiten, die gerade so, mit viel Wohlwollen, als akzeptabel beschrieben werden.
Täusche ich mich, oder ist es wirklich so?
In Bezug auf die Qualität der Hardware ist das N9 tadellos (das wird auch von Leuten eingeräumt, die z.B. mit MeeGo als OS nichts am Hut haben).
Ich habe auch noch nirgends etwas Gegenteiliges gelesen.
nachdem man als n9 nutzer das mMn beste multitasking zur verfügung hat ist man geneigt seine apps nicht zu beenden sondern einfach nur "beiseite zu swipen" das frisst auf dauer natürlich gscheit energie und wenn man dazu noch "allways on" ist umso mehr..
an einem tag an dem ich gefühlt andauernd am telefonieren bin und in den telefonierpausen im internet was nachseh schaltet das n9 um 16 uhr dann schonmal in den powersave mode um und will abends dann wieder nachgetankt werden.. ist aber für einen akku dieser grösse ganz normal und wird von kaum einem telefon wirklich übertroffen...
die herstellerangaben zu den akkulaufzeiten sind leider in keiner weise ein sinnvoller richtwert.. es kommt einfach zu stark aufs nutzerverhalten an..
Ja, das ist wirklich so...
Nur ist das N9 auch nichtmehr das neueste und MeeGo wird nichtmehr von Nokia weiterentwickelt.
Wenn du dir OpenSource Software zusammenschnipselst, ein Handybetriebssystem bastelst und das noch seit Anfang an multitaskingfähig machst, frisst das auch ordentlich Akku.
N9 Käufer kannst du praktisch als Beta-Tester bezeichnen.
Wenn die Entwicklung allerdings wieder auf hochtouren laufen sollte und sich OpenSource Bastler anheuern lassen, dann steht einer guten Zukunft nichts im Weg.
MeeGo hat den Vorteil ein "richtiges" Betriebssystem, ohne Werbung und Bindung, zu sein und wenn die Bastler Blut geleckt haben, wirds interessant :)
Schon alleine dass man mit Qt basteln darf macht es unterstützungswürdig.
Hört sich sehr interessant an. Im Bekanntenkreis hab ich schon von mehreren gehört, dass sie sehr zufrieden mit dem N9 sind, einer meinte sogar es ist das beste Handy dass er jemals hatte ( hat zum Vergleich auch ein Galaxy Tab, somit auch ein Android Gerät ). Ich hatte es mir nur aus Kostengründen nicht besorgt ( war für mich als "totbezeichnetes" OS dann doch nicht den Geldbetrag wert ). Wenn es jedoch so vielversprechend wird wie im Artikel beschrieben, wäre ich wohl einer der ersten Abnehmer. Gibt ja leider gerade kaum Alternativen ( wobei auch FirefoxOS eine denkbar interessante Sache wird )
jaja das N9 verkaufte sich gut, weil genug Fanwerbung da war. Ändert trotzdem nichts daran, dass das OS nicht so der Hammer ist und dass es ironisch ausgedrückt derzeit wohl nichts wichtigeres gibt als nochn Betriebsystem am Handymarkt.
Aber hey wie heisst es doch so schön, mit der rosaroten Brille ist alles besser.
Hmm nur wegen Fanwerbung ? Die gibt es auch erst wenn es Fans gibt, somit zufriedene Kunden. Nicht so der Hammer... schon getestet oder war Ihnen das "swipen" zu komplex :P Gerade mit den Monopolen Apple und Google sind doch andere Betriebssysteme wünschenswert, aber sie Leben vermutlich schon im iOS Glashaus und brauchen nichts Anderes mehr.
Qt hat primär mit API nichts zu tun: das ist Eigenschaft des Systems, auf dem die Applikationen laufen.
Die SDK ist ok, QtCreator 2.5, den ich gerade benutze, gefällt mir gut. Aber gestern habe ich wieder mal zum Visual Studio 2008 greifen dürfen: dann sieht man sofort, was es noch so gutes geben könnte.
Generell kann ich sagen, dass z.B. die Fehlermeldungen vom Visual Studio viel schneller zum Fehler führen, als die vom QtCreator.
Es ist auch an der Tagesordnung, dass der QtCreator sich manchmal sehr seltsam verhält: nachdem man einige Änderungen gemacht hat, tauchen Fehlermeldungen auf, mit denen man überhaupt nichts anfangen kann. Und wenn die Ursache beseitigt ist, weiß man oft immer noch nicht, warum es so gelaufen ist...
Mit ein bisschen Glück wird das Ding für die Smartphone-Welt das, was der Linksys Wrt54GL unter den W-Lan-Routern ist. Und ich glaube der Wrt54GL war ein sehr gutes Geschäft für Linksys. Jedenfalls zu seiner Zeit, wohl einer der meist verkauften Router.
Ich bin gespannt!
unter den smartphones ist mE das htc hd2. schon beinahe 3 jahre alt, freut sich das ding noch immer ungebrochener beliebtheit.
ursprünglich mit winmob 6.5 ausgestattet, brachte man auf dem teil auch wp7, android bishin zu jelly bean (als cyanogenmod 10), ubuntu und meego zum laufen. ein paar irre portieren sogar win95, 98 und sogar xp.
Hast du denn ein N9? Weil wenn nicht, dann würdest du auch ein neues MeeGo-Gerät nicht kaufen - weil du HÄTTEST dann ja schon längst die Möglichkeit gehabt. Der Standard-Test zum N9 war ja sehr positiv und ich kann ihn aus eigener Erfahrung auch bestätigen; somit gibts keinen Grund nicht schon ein MeeGo-Phone zu haben wenn man es wirklich will.
Es gibt einen wichtigen Unterschied. Das N9 schien das erste und letzte MeeGo Smartphone, die Plattform tot zu sein. Jetzt, mit Jolla, hat die Plattform hoffentlich eine Zukunft. Das macht es viel interessanter dafür zu entwickeln, und wie wir am Desktop-Markt sehen, lebt ein OS/eine Plattform von der verfügbaren Software.
hinsichtlich verwenden, verstehen, verändern und verbreiten.
Es hat keine spezielle, eigene Userspace Java Umgebung wie Android, sondern ist im Prinzip eine kompletter Linux Userspace.
Daher ist es viel flexibler programmierbar: Python, C, Perl was auch immer. Viele Linunx Programme ohne GUI laufen einfach durch neukompilieren. Für GUI Porgramme kann die Middleware / Libraries der meisten Linux Programme problemlos verwendet werden.
Die freie grafische Laufzeitbibliothek Qt von MeeGo gehört zu den Allerbesten am Markt.
Kurzum ein extrem offenes, flexibles und standardkonformes System.
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