Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Innsbruck - Die vom Unterrichtsministerium am späten Freitagnachmittag verkündete Abberufung des designierten Rektors der Pädagogischen Hochschule (PH) Tirol, Elmar Märk, sorgt für Empörung beim Tiroler Landesschulratspräsidenten, der ÖVP und den Grünen. Märk war von Schmied noch vor Amtsantritt abberufen worden, weil er sich in einem APA-Interview für die langfristige Integration der Lehrerausbildung in die Universitäten ausgesprochen hatte. Wegen der "öffentlich getätigten Aussagen zur Zukunft der Pädagogischen Hochschulen" sei das "Vertrauensverhältnis" des Unterrichtsministeriums zu Märk nicht mehr gegeben, hieß es daraufhin von Schmied (derStandard.at berichtete).
"Meinungsterror"
Märk bekommt jetzt Rückendeckung vom Tiroler Landesschulratspräsident Hans Lintner. "Es kann doch nicht sein, dass mit jemandem, der eine andere Meinung als die Ministerin äußert, so umgegangen wird. Das kann nicht sein, das ist ja Meinungsterror", kritisierte er die Ministerin in der "Tiroler Tageszeitung". Alle rechtlichen Schritte würden geprüft. Zudem wolle Lintner gegen die Vorgehensweise des Unterrichtsministeriums berufen. Unterstützung will er sich beim Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) holen.
"Der Landeshauptmann und ich werden uns das sicher nicht gefallen lassen", sagte er. Am Montag würden der Hochschulrat und Märk über die weitere Vorgangsweise beraten.
Scharfe Worte von der ÖVP
Die Abberufung des designierten Rektors stößt auch bei der ÖVP auf Protest. "SPÖ-Personalpolitik scheint nach dem Motto 'Parteibuch oder Maulkorb' abzulaufen", kritisierte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch in einer Aussendung am Samstag und unterstellte dem Koalitionspartner eine "kommunistische Gangart". Unterrichtsministerin Schmied reihe sich nahtlos in die Riege von SPÖ-Politikern ein, "die Meinungsfreiheit als zu verhinderndes Übel ansehen".
Rauch verglich die Vorgehensweise Schmieds mit dem (letztlich gescheiterten) Versuch von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), Generalstabschef Edmund Entacher nach Kritik an der geplanten Abschaffung der Wehrpflicht abzuberufen und mit der umstrittenen Neubesetzung der Spitzenposition im Wiener Arbeitsmarktservice.
Als "übelsten Dirigismus von oben" haben die Tiroler Grünen die Entscheidung bezeichnet. Die in einem Interview mit der APA vertretene Meinung von Märk habe dem Ministerium wohl nicht gepasst, reagierte der Lantagsabgeordnete Gebi Mair am Samstag. "Wir Grüne wollen demokratische und transparente Entscheidungen", forderte er in einer Presseaussendung.
"Ministerin wortbrüchig"
Es könne nicht sein, dass man wegen der eigenen Meinung den Job verliere, kritisierte Mair. Seiner Meinung nach habe Schmied versprochen, dem Hochschulrat eine wichtige Rolle bei der Neubesetzung zukommen zu lassen. "Die amtswegige Abberufung Märks beweist, dass die Ministerin wortbrüchig geworden ist", erklärte er in der Mitteilung.
SPÖ weist Kritik zurück
Die SPÖ wies die Kritik Rauchs zurück. Rauch solle die Sommertage nutzen, um die Aggressivität abzubauen, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Die SPÖ-geführte Regierung arbeite gut und konstruktiv und solle nicht durch unnötige Zurufe einer nervösen Parteizentrale gestört werden.
Märk hätte sein Amt am 1. Oktober antreten sollen. Nun wird die Position neu ausgeschrieben. (APA/red, derStandard.at, 22.7.2012)
Vergleichsgespräche mit Ministerium gescheitert - Prozess-Fortsetzung am 24. Juni
Rektor der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich - Künftig private und öffentliche PH in der Rektorenkonferenz vertreten
Nach Universität Graz erst zweiter Lehrstuhl für Pädagogik im Kindergartenalter
Im Zuge der Reform der Lehrerausbildung müsse auch die Bevorzugung der katholischen Kirche beendet werden, meint ÖH-Generalsekretär Huber
Anwalt von Elmar Märk: "Die Zeichen stehen nicht besonders günstig"
Rektorin Elfriede Windischbauer brachte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ein - Buchhaltungsagentur des Bundes prüft Finanzgebarung
Lehrer sollen besser auf Integration und Inklusion vorbereitet werden - Werbung um Studierende mit Migrationshintergrund
Neue Rektorin Windischbauer will Amt ausschreiben
Berger war bisher Vizerektor, er folgt auf Michael Wagner
Bis zu einer gerichtlichen Klärung der Causa
Landesschulratspräsident: Juranek-Bestellung absolut gesetzeswidrig - Märk "rechtmäßig bestellter Rektor"
Märk wird klagen, letztendlich Recht bekommen, Schmied wird in dulden und dann so tun als wäre nichts passiert und schon gar nichts persönlich zu nehmen.
Das alles wäre ein interessantes Kabarett, wäre es nicht schon einmal passiert. Entacher vs. Darabos.
die geringst zahl an maturantInnen in ganz österreich, die fast grössten ausgaben für nachhilfe, die schlechte lehrerInnenausbildung, die meisten sonderschulen, die schlechten werte bei der schulischen integration, und alles andere haben nie dazu geführt, dass eine "krisensitzung" zur verbesserung der bildung und lehrerInnenausbildung für nötig gehalten wurde... ein ÖVPler, der nach einer klaren lüge beim hearing den job nicht bekommt ist aber ein wirklich guter grund für eine krisensitzung... gehts denen irgendwann auch um unsere kinder, oder NUR um ihre jobs???
auf posten reduziert wird und die ÖVP wie zu gehrers zeiten agieren kann... ich stell mir unter bildungspolitik allerdings mehr vor, obwohl ich weiss, dass es die ministerin alles andere als leicht hat, gegen die landesschulräte, die GÖD und die bremser in der bundes-ÖVP wirkliche verbesserungen durchzusetzen...
Wenn Neuerungen und Verbesserungen kommen, die mit höherem Budget für die Schulen, mit vorab Investitionen in Schulen sowie keinen Verschlechterungen für die Lehrer verbunden sind, dann ziehen die schon mit. Verbesserungen kosten halt was und alle Steuerzahler sollten das bezahlen.
Wenn Veränderungen bedeuten, Verschlechterungen im Dienstrecht zu akzeptieren, wird die Gewerkschaft dagegen sein. Wenn Veränderungen bedeuten, dass gespart wird, dann werden sich die Lehrer quer stellen.
In Bildung investieren, das Budget (für alle Schultypen) erhöhen muss das Motto der Stunde sein. Da allerdings muss sich die Ministerin erst einmal gegen das Finanzministerium durchsetzen. Ofenbar ist sie dazu zu schwach und lässt das Andere ausbaden.
das ewige "ja,aber-spielchen": wir von der GÖD wären ja bereit, aber halt unsere finanzministerin halt nicht... seit jahren zu sagen, dass wir eh bereit wären, aber kein geld dafür hergeben wollen ist schon ein bisserl ein dreistes spiel auf kosten unserer kinder... und wenns dann konkret wird, dann ist die GÖD erst wieder dagegen.. es lebe die "parteilinie" zum schaden für österreich!
Änderungen im System sind bei den Lehrern willkommen, solange sich das Dienstrecht dabei eher verbessert. Solange die Änderungen für die Kinder sinnvoll sind, die Lehrerzimmer, die Ausstattung der Räumlichkeiten und die Möglichkeiten der Schulen verbessert werden.
Das Ganze darf nicht auf Kosten der Lehrer gehen, das ist es, was ich meine. Die INvestitionen müssen direkt aus dem Budget kommen und sollten NICHT an politische (ideologische) Forderungen geknüpft sein. Wenn man was verbessern will, geht das immer, das muss keine Frage von Gesamtschule vs. Gymnasium sein, das muss keine Frage der Parteilinie sein. Leider haben wir seit Jahrzehnten keine guten Minister in dem Bereich.
es ist schon sehr bezeichnend, dass gerade die tiroler bildungsverhinderer sich einig sind: dr. lintner hat seinen job als gut bezahlter landesschulratspräsident ja nur als ÖVP-günstling erhalten, ohne bisher auch nur irgendwas positives geleistet zu haben... lintner und palfrader sind bekannt dafür, dass sie viel reden und nichts davon ernst meinen. es wird in tirol nur das umgesetzt, was sich nicht vermeiden lässt.
und märk passt scheinbar wunderbar in so ein team - wer jeden tag was anders sagt kann die schule aber nicht verbessern...
dass sich die bm so eine "strategie" zum leidwesen der kinder und der schule nicht gefallen lassen darf, ist verständlich...
da wären wir froh, dass sie sich an der UNI vertschuessen, dort hat nämlich keiner eine Ahnung, wie das Unterrichten geht, obwohl die p.t. Damen und Herren recht gscheit reden, ohnen jemals länger vor Kindern getsanden zu haben und das Schulleben bestenfalls aus alten Büchern kennen und das im Internetezeitalter...
ne der vorposter hält die ausbildung an der ph für schrott
und ich red von der ausbildung an der uni
meine erfahrung mit lehramtsstud.
der größte teil traut sich nicht zu das hauptfach intellektuell zu packen
erfahrung mit fh abgängern
viele die es in der wirtschaft nicht "dastehn" landen als lehrende in den htl`s
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.