Erneuter Anschlag auf ägyptische Gas-Pipeline nach Israel

Bereits 15. Angriff seit Anfang 2011

Kairo - Auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten ist erneut ein Anschlag auf eine Gas-Pipeline nach Israel verübt worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena am Sonntag berichtete, war es bereits der 15. Anschlag seit dem Sturz des langjährigen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011. Augenzeugen berichteten von einer lauten Explosion und einem Feuer an der Gasleitung nahe der Stadt Al-Arish im Norden der Halbinsel.

Auf die Pipeline, durch die Gas für Israel und Jordanien fließt, waren seit Anfang 2011 bereits 14 Anschläge verübt worden, hinter denen bewaffnete Beduinen stecken sollen. Im April setzte Ägypten seine Gaslieferungen nach Israel aus, um einen besseren Preis auszuhandeln. Nach Mubaraks Sturz wurden mehrere frühere Minister und Geschäftsleute festgenommen und verurteilt, weil sie das Gas zu Schleuderpreisen an Israel verkauft haben sollen. (APA, 22.7.2012)

  • Die Pipeline nach dem Anschlag.
    foto: ap/swailem

    Die Pipeline nach dem Anschlag.

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