Südsudan stoppt nach Bombardements direkte Gespräche mit Sudan

22. Juli 2012, 11:10
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Beschwerde bei der Afrikanischen Union eingebracht

Addis Abeba - Die Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Grenzkonflikt zwischen dem Sudan und dem Südsudan scheinen zunächst zerplatzt. Der im vergangenen Jahr unabhängig gewordene Südsudan setzte direkte Gespräche aus, nachdem der nördliche Nachbarstaat am Freitag offenbar im Grenzgebiet mehrere Bomben abgeworfen hatte, berichtete die Zeitung "Sudan Tribune".

Der Sprecher der südsudanesischen Delegation, Atif Kiir, erklärte, dass nach der Attacke nur noch Verhandlungen im Beisein von Mediatoren geführt würden. Zudem habe der Südsudan eine schriftliche Beschwerde bei der Afrikanischen Union eingebracht. Am Montag sollten die Gespräche in der Hauptstadt Addis Abeba wieder aufgenommen werden.

Vor einer Woche waren Hoffnungen auf Frieden in der Region aufgekeimt, nachdem sich die Präsidenten beider Staaten erstmals seit einem halben Jahr wieder persönlich getroffen hatten. Bei dem Streit geht es vor allem die genaue Grenzziehung im ölreichen Grenzgebiet sowie die Nutzung der Öl-Leitungen im Sudan. Der arme Südsudan hängt nahezu vollständig von den Öleinkünften ab. (APA, 22.7.2012)

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