Ausländische Truppen sollen Mazedonien bis Jahresende verlassen

26. Juni 2003, 17:20
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Nach mehr als zehn Jahren - Regierung: Nicht mehr erforderlich

Skopje - Die mazedonische Regierung hat die Europäische Union um die Verlängerung ihres Friedensmandats bis Mitte Dezember ersucht. Danach werde die Anwesenheit fremder Soldaten nicht mehr erforderlich sein, teilte die Regierung am Donnerstag in Skopje mit. Diese Entscheidung wird das Ende nach rund einem Jahrzehnt der ausländischen Militärpräsenz in dem Balkanland bedeuten, die mit der Stationierung von UNO-Truppen Anfang der neunziger begann.

Skopje hat gleichzeitig die EU gebeten, über Modalitäten für eine weitere Zusammenarbeit bei der Reform der Polizei- und Grenztruppen zu beraten. Zur Zeit befinden sich im Rahmen des "Concordia"-Programms etwa 400 ausländische Soldaten in Mazedonien, die nach dem bewaffneten Aufstand albanischer Extremisten vor zwei Jahren die Umsetzung des Friedensplans und der Verfassungsreformen sichern sollen.(APA/dpa)

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