Tengg: Werden alle 90 Mitarbeiter kündigen

26. Juni 2003, 16:25
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master-talk-Geschäftsführer: "Strasser hat mit unrealistischem 1000-Euro-Wunsch Republik und Wirtschaft geschadet"

Wien - Das Scheitern des Adonis-Projektes habe sich "bereits über die letzten Wochen abgezeichnet", nachdem auch das Schlichtungsverfahren ergebnislos verlaufen war, sagte master-talk-Geschäftsführer Hansjörg Tengg am Donnerstag zur APA. master-talk sei nun gezwungen, alle 90 Mitarbeiter - 70 Vollzeit- und 20-Teilzeitarbeitskräfte - beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung anzumelden.

100 Millionen Euro Schadenersatz-Klage

Bis zum September soll die Mitarbeiterzahl auf eine "Rumpfmannschaft heruntergefahren" werden. Weiters werde master-talk Schadenersatzforderungen von "mehr als 100 Millionen Euro" stellen.

Innenminister Ernst Strasser (V) sei auch zuletzt nicht von seiner "selektiven Wunschvorstellung" abgegangen, Adonis sei mit 1.000 Euro pro Endgerät pro Jahr zu finanzieren, und wollte diese 1.000 Euro von master-talk "erzwingen", kritisierte Tengg. Das Adonis-Projekt zu dieser Nutzungsgebühr von 1.000 Euro durchzuziehen, sei aber "wirtschaftlich unmöglich". Strasser habe mit der "unhaltbaren und unrealistischen 1.000-Euro-Wunschvorstellung der Republik und der Wirtschaft geschadet", so Tengg. (APA)

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