Wem schadet Linux?

27. Juni 2003, 16:28
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Nach Analysten-Meinung sorgt Open Source eher für schwindende Marktanteile bei Apple denn bei Microsoft

Ein Artikel bei Slate beschäftigt sich mit dem Dreikampf - Apple, Microsoft und Linux.

Wem schadet Linux mehr?

Laut Analysten-Meinungen würde der vermehrte Einsatz von Linux eher ein Schaden für Apple denn für Microsoft sein - zumindest in Desktop-Bereich. Der "Kampf" Microsoft gegen Linux ist natürlich weiterhin ein Thema - vor allem im Bereich Server - immerhin steigen auf beiden Seiten die Wogen hoch wenn man um Nutzen, Sinn und Zweck des Konkurrenten diskutiert. Doch, so Slate, hat der Redmonder Softwarekonzern im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten, wie etwa IBM, DEC und Sun, wesentlich weniger unter Linux zu leiden.

Apple zu teuer?

Auch die neu vorgestellten PowerMacs G5 (der WebStandard berichtete) werden, laut Slate, wenig an den sinkenden Marktanteilen für Apple ändern. Die Gründe hierfür liegen im Preis: So kostet das Einsteigermodell der neuen Desktops in den USA rund 2000 Dollar, während die Walmart Linux-PCs schon für 250 Dollar zu haben wären. Fraglich ist bei diesem Vergleich allerdings ob diese beiden Geräte tatsächlich die gleichen Leistungen bringen und somit die Linux-Desktops hier eine tatsächliche Alternative wären.

Keine Zeit für die Nummer Drei?

Da Linux nun Apple schon weit hinter sich gelassen hat, sieht Slate einen weiteren Grund für harte Zeiten für den Computerkonzern. Als Nummer Drei am Markt würden auch die Entwickler wesentlich weniger auf Apple achten und das Unternehmen somit ein Nischendasein führen. In den Gebieten Multimedia, Grafik und Publishing, wo Apple traditionell stark vertreten ist, gibt es noch wichtige Softwareprodukte - wie etwa Quark und den Photoshop, die noch nicht unter Linux lauffähig sind, doch sollte sich Linux weiter von Apple absetzen, wäre dies nur eine Frage der Zeit und dann würde Apple unter Druck stehen, so die Analysten.(red)

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    montage: red
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