Kooperationen und Roaming läuten nächste WLAN-Stufe in .at ein

26. Juni 2003, 10:45
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Heimische Mobilfunker haben erkannt, dass WLAN eine interessante Ergänzung darstellt

Das Angebot in so genannten Hot Spots wird immer mehr angenommen, sagt der Geschäftsführer von Metronet Österreich, Michael McGinn. Ausschlaggebend ist, dass immer mehr Laptops standardmäßig mit Wireless-LAN-Karten ausgestattet sind oder gleich die neuen Centiro-Chipsets von Intel inside haben, bei denen die Technologie integriert wurde.

Angebot für Studenten

Die Nachfrage in den Hot Spots – stark frequentierte, öffentliche Plätze wie Kaffeehäuser, Hotels, Bahnhöfe oder Einkaufszentren – steigt deshalb ständig und beschränkt sich nicht mehr nur auf den Geschäftskunden. Das hängt damit zusammen, dass sich auch Privatpersonen WLANs zu Hause installieren – und dann ihre Laptops in Hot Spots andocken. Auch hat Metronet – mit über zweihundert solcher Plätze Großanbieter im Bereich öffentlicher Wireless-LAN-Netze – ein Angebot für Studenten geschnürt, "das sehr gut ankommt".

Aber natürlich ist es immer noch der Geschäftskunde, der primär adressiert wird. "Wir Hoteliers müssen einfach unseren Gästen diesen Service bieten", sagt Manfred Stallmajer, Geschäftsführer der Wiener Häuser Triest und Palais Schwarzenberg. "Und zwar im ganzen Haus, nicht nur in der Hotelhalle."

Serviceangebot

Hoteliers wie Stallmajer bieten den mobilen Internetzugang gratis an, sind aber die Minderheit. Sobald hinter dem WLAN monetäre Interessen stehen, kommt in den meisten Fällen in Österreich Metronet ins Spiel. "Alleingänge von Public-Access-Anbietern werden vom User nicht geschätzt", sagt McGinn, der von mehr als zwanzig Einzelanbietern in Deutschland berichtet: "Niemand will viele Prepaid-Karten herumschleppen oder verschiedene Passwörter und User-IDs managen müssen."

"Das ist schon wie Roaming."

Auch die Mobilfunker haben erkannt, dass WLAN zur Mobiltelefonie eine interessante Ergänzung darstellt, die dem Geschäftskunden die gewünschte Mobilität und Freiheit gebe. Demensprechend schnüren sie Pakete: T-Mobile und One haben Kooperationen mit Metronet abgeschlossen. Bei T-Mobile bekommt der Kunde via SMS einen Zugangscode zugeschickt. Bei One bzw. deren Tochter eWave kann sich der User in jeden Metronet-Hot Spot einwählen. McGinn: "Das ist schon wie Roaming." In beiden Fällen erfolgt die Verrechnung über den gewohnten Mobiltelefonieaccount.

Ähnliche Kooperationen kann sich McGinn künftig auch mit Internet-Serviceprovidern oder großen internationalen WLAN-Anbietern wie British Telecom oder Telia vorstellen. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 26. Juni 2003)

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