"Gutes Leben" - aber erst später

26. Juni 2003, 19:22
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Jeder zweite Österreicher sieht die Möglichkeit für ein "gutes Leben" - Die Realität sieht nach Umfrage anders aus

Linz - Mehr als jeder zweite Österreicher sieht für sich zumindest grundsätzlich die Möglichkeit, ein "gutes Leben" zu haben. Vor allem bei leitenden Angestellten und Beamten ist dieser Anteil hoch. Die Realität sieht allerdings anders aus. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Spectra hervor, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Spectra befragte im April des heurigen Jahres einen repräsentativen Querschnitt von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern über 15 Jahre. Dabei gaben 40 Prozent an, sie würden ihre Möglichkeiten für ein "gutes Leben" hoch einschätzen, weitere 16 Prozent "sehr" hoch. Womit sich laut Sprectra ein Anteil von 56 Prozent ergibt, die entsprechende Chancen für ein "gutes Leben" sehen. Weitere 24 Prozent sagten, was ihre Hoffnungen anlangt, "es geht", der Rest der Befragten rechnet mit einem "weniger" oder "gar nicht" guten Leben.

Überdurchschnittlich groß - mit 69 Prozent - ist der Anteil jener, die Möglichkeiten für ein gutes Leben sehen, bei den leitenden Angestellten und Beamten. Auch die Akademiker meinen, sehr gute bis gute Chancen im Leben zu haben. Auf der anderen Seite glauben vergleichsweise wenige Landwirte - Anteil 40 Prozent - dass sie die Chance auf ein gutes Leben haben. Bei den Arbeitern sind es 52 Prozent.

Spectra fragte aber auch, wer glaubt, dass er tatsächlich schon ein "gutes Leben" führt. Dabei ergab sich ein anderes Bild: Nur 15 Prozent bejahten dies. (APA)

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    grafik: red
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