Haubner glaubt nicht an Einwände Haupts gegen Wechsel

26. Juni 2003, 10:09
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Über den Zeitpunkt schweigt sich Haiders Schwester aus - Salzl sieht "Großteil" der FPÖ hinter dem Kärntner Landeshauptmann

Wien - Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner glaubt nicht, dass Herbert Haupt Einwände gegen einen Wechsel an der Parteispitze hätte. Wann es zu diesem Wechsel kommen könnte, ließ sie im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe) aber offen. Unterdessen sprach sich Burgenlands Landesobmann Stefan Salzl im Ö1-"Morgenjournal" für einen Wechsel aus, die freiheitliche EU-Delegationsleiterin Daniela Raschhofer lehnte im "Kurier" (Donnerstag-Ausgabe) einen Wechsel ab.

Haubner meinte zur Frage, ob der Wechsel an Haupts Nein scheitern könnte, wörtlich: "Ich glaube nicht, dass Herbert Haupt Einwände hat. Und wenn Jörg Haider immer wieder gefragt wird, ist es klar, dass er natürlich als ein erfolgreicher Parteiobmann der letzten 15, 18 Jahre, hier sich nicht verschließt." Beide hätten längst vereinbart, mögliche Änderungen der Öffentlichkeit gemeinsam bekannt zu geben. Es herrsche Harmonie.

Wie lange Haupt noch der FPÖ vorsteht, wollte die Schwester Jörg Haiders nicht beantworten. "Nächstes Jahr ist ein regulärer Bundesparteitag. Wenn Herbert Haupt sagt, er ist bis 2004 Bundesparteiobmann, dann wird er sich 2004 entscheiden, ob er es ist oder ob er aufhört." Die Möglichkeit, dass noch heuer ein Sonderparteitag stattfindet, auf welchem Haider zum FP-Chef gewählt wird, will Haubner dennoch nicht ausschließen. "Ich wäre keine gute Politikerin, wenn ich sagen würde, ich schließe dieses oder jenes aus. Ich schließe aber auf jeden Fall aus, dass es zu irgendwelchen Kampfentscheidungen in der FP kommt."

Sie fände es gut, wenn Haider für die Kärntner Landtagswahl im März 2004 kandidiert. Sie sehe keinen Grund, warum er nicht antreten sollte.

Dass der Koalitionspartner über die FP-internen Führungsdiskussionen wenig erfreut ist, stört sie nicht. An die Adresse von Kanzler Wolfgang Schüssel: "Ich würde mir nie anmaßen, der VP vorzuschreiben, wer Parteiobmann ist. Sondern das wird jede Partei für sich selbst entscheiden müssen."

"Großteil" wünscht

Salzl wiederum meinte, "derzeit ist die Sache so, dass innerhalb der FPÖ sich ein Großteil der Mitglieder und Funktionäre eine Rückkehr Jörg Haiders als Parteiobmann wünscht". Dabei gehe es nur um den Parteiobmann und nicht um den Vizekanzler, so Salzl.

Eine der wenigen, die für Haupt Partei ergreift, ist Raschhofer: "Eine Obmanndebatte ist nicht angebracht. Herbert Haupt hat sich das nicht verdient. Er opfert sich für die Partei auf." (APA)

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