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Ein weiterer Internettipp aus meinem Berichtsgebiet: Die Facebookseite der Envoyés Spéciaux Algériens - die Algerischen Sonderberichterstatter - liefert "Informationen, die notwendig sind".
Wer die Facebookseite E.S.Algériens besucht, bekommt mehr als soziale Konflikte und Nachrichten aus einem verknöcherten politischen System. E.S.Algériens berichtet über die kleinen Alltagsfreunden und -nöte, über Kultur, Gerüchte, Trends und Nachrichten aus der Gesellschaft.
Längst ist E.S.Algériens über die anfängliche Plattform, die versuchte in den Monaten als es so aussah, als ob der arabische Frühling auch auf Algerien übergreifen könnte, soziale Proteste zu bündeln. Die Seite ist eine wichtige Plattform für junge Algerier im Land und auf der anderen Seite des Mittelmeeres geworden.
Täglich werden interessante Nachrichten aus der nationalen und internationalen Presse gepostet und Berichte aus allen Landesteilen veröffentlicht. Wer hautnah die Debatten der algerischen Internauten miterleben will, ist hier gut aufgehoben. Hauptsprache ist die ehemalige Kolonialsprache, das Französische.
"Das Prinzip der Seite ist einfach: Jeder, der hier mitmacht, kann Sonderberichterstatter seiner Region oder seines Stadtteiles, egal wo in unserem großen und weiten Algerien, werden, indem er Artikel schreibt, oder Reportagen filmt, die von den Alltagsproblemen der Algerier handeln", heißt es in der Gründungserklärung vom Juli 2010. "Doch Algerien hat nicht nur dunkle, sondern auch helle Seiten für seine ehrgeizigen, kreativen Jugendlichen. Veröffentliche deine Fotos, deine Videos und deine Artikel", heißt es weiter.
Das Experiment ist geglückt. Die Seite hat immer mehr Freunde. Knapp 125.000 folgen E.S.Algériens.
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